Südkorea – Im Land der Morgenstille

Südkorea – Im Land der Morgenstille

Südkorea – eine Rundreise zur Essenz Ostasiens

INCHEON - schon aus großer Höhe erkennen wir zu Beginn unserer Südkorea Rundreise das Ziel. 40 Meter hohe Buchstaben weisen selbstbewusst auf die einzigartige Leistung koreanischer Ingenieure hin – auf einer vorgelagerten Insel westlich von Seoul einen Flughafen zu erbauen. Acht Jahre nach seiner Eröffnung wurde er 2009 zum ersten Mal zum besten Flughafen der Welt gewählt. Eine Spitzenstellung, die er seit dem immer wieder verteidigt. Und in seiner Perfektion ist er ein typischer Ausdruck für einen Charakterzug, der Koreas Bevölkerung eint: die Suche nach Vollkommenheit.

Das Streben nach Vollkommenheit wird nicht nur durch den ersten Kontaktpunkt in Südkorea deutlich. Incheon als Tor zu Korea führt Sie in eine Welt mit bequemen Transportsystemen und modernster Infrastruktur. Insbesondere der Songdo International Business District, eine durch Landgewinnung erschlossene Planstadt, ist 20 Minuten vom internationalen Flughafen Incheon entfernt und bezeugt die Aufgeschlossenheit sowie das Bestreben gemeinsam mit den Nationen in den Austausch zu gehen.

Dabei ist nicht zuletzt die aktuell-politische Situation auch ein Ausdruck gespaltener Identität. Drei Jahre, bis 1953, dauerte der im Westen historisch kaum wahrgenommene Koreakrieg und bis heute dokumentiert die vier Kilometer breite demilitarisierte Zone entlang des 38. Breitengrades den immer noch gültigen Kriegszustand. Aber alle eint der himmlische Urvater Dangun. Mehr als 4.300 Jahre soll es her sein, dass er das erste koreanische Königreich gründete und diese Gründung ist heute sogar Nationalfeiertag.

Die fünf Farben Koreas

Die Farben der Südkoreanischen Flagge sind mit viel Bedacht gewählt worden. Farben haben überall auf der Welt ihre besonderen Bedeutungen und auch in Südkorea ist dies der Fall. Das Konzept, welches hinter der Farbwahl steht, nennt sich Obangsaek und bedeutet in etwa 'Fünf Richtungs-Farben'.

Südkorea ein farbenfroher Tempel von innen | Gebeco

Die fünf Farben repräsentieren jeweils eine Himmelsrichtung. Während weiß den Westen und blau den Osten darstellt, wird rot dem Süden und schwarz dem Norden zugeschrieben. Gelb steht hierbei für das Zentrum. Die verschiedenen Farben stehen zusätzlich für jeweils ein Natur-Element, eine Jahreszeit sowie ein Fabelwesen aus der Mythologie. 

  • Weiß
  • Blau
  • Rot
  • Schwarz
  • Gelb

Zusätzlich zu der Bedeutung der Himmelsrichtung Westen, wird weiß auch dem Element Metall und Gold zugewiesen. In der koreanischen Mythologie wird mit der Farbe außerdem der weiße Tiger assoziiert, welcher als Beschützer aller Menschen fungiert.

Blau steht für Frühling, neues Leben und und das Element Holz. Gleichzeitig wird es in der Mythologie vom blauen Drachen vertreten.

Rot steht für – wie sollte es auch anders sein – Sonne, Feuer und den anmutigen Phönix. Die Farbe ist ebenfalls ein Symbol für neues Leben.

Schwarz stellt das Element des Wassers dar und gilt als Assoziiation für den Winter. Außerdem symbolisiert schwarz die Schildkröte, welche Weisheit und ein langes Leben zum Ausdruck bringt.

Spirituelle Sicherheit sowie das Zentrum allen seins und somit auch das Element Erde, werden von Gelb repräsentiert. Sie vertreibt böse Geister und wird keiner speziellen Jahreszeit oder Gottheit zugeschrieben.

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Koreas Tempel und Klöster

Ein zentrales Thema einer jeden Südkorea Rundreise ist der Besuch der traditionsreichen buddhistischen Tempel und Klöster. Sie gelten als Ort der Spiritualität, der Meditation sowie des Rückzugs. Im 8. Jahrhundert führte man in Korea den Mahayana-Buddhismus ein. Dieser war eine Verschmelzung verschiedener Denkschulen und fand in einer Vermischung von Buddhismus, Daoismus und tantrischen Praktiken in China ab dem 6. Jahrhundert seine Verbreitung. Aber es waren koreanische Mönche, die in Japan die ersten Klöster des Zen-Buddhismus gründeten.

Südkorea Tempel im Stadtzentrum | Gebeco

Auf unserer Südkorea Rundreise lernen wir beim Besuch des Tempels Jogyesa im Herzen Seouls die Denkweise der Zen-Buddhisten kennen. So ungewöhnlich seine Lage im Stadtzentrum ist, umso mehr wird er als eine Oase der Ruhe im geschäftigen Treiben der Stadt wahrgenommen. Auf dem Weg nach Jeonju befindet sich der von Bergen und Flüssen umschlossene Tempel Magoksa aus dem Jahr 640. Seine wunderschöne Lage korrespondiert perfekt mit seiner geschmackvollen Architektur und begeistert jeden Besucher. Im Jirisan Nationalpark befindet sich ein weiteres Kleinod unserer Südkorea Rundreise. Der Ssanggyesa Tempel hat nicht nur eine wunderschöne Lage, er beherbergt auch eine der wertvollsten Reliquien des Zen-Buddhismus. Der Haeinsa-Tempel aus dem Jahr 802 findet sich bereits seit 1995 in der Liste der UNESCO Weltkulturerben. Er beherbergt die Druckplatten der Tripitaka Koreana und gilt als der Prototyp traditioneller Tempelarchitektur. Nahe der alten koreanischen Hauptstadt Gyeongju befindet sich die Seokguram-Grotte, die im Jahr 774 fertiggestellt wurde. Mit dem Niedergang des Buddhismus ab dem 14. Jahrhundert geriet sie in Vergessenheit und erst im Jahre 1909 wurde dieser völlig überwucherte und zugewachsene Ort höchster Verehrung wiederentdeckt.

Seoul: Eine pulsierende Stadt

Heute können wir uns während einer Südkorea Rundreise kaum vorstellen, dass noch Anfang der 1960er Jahre das Land das Armenhaus Asiens war. Längst sind die Marken der Unterhaltungs- und IT Branche im Westen in vorderster Reihe der Kaufhäuser. Und obwohl Deutschland als der schwierigste Markt für Automobile weltweit gilt, haben koreanische Fahrzeuge bei uns längst keinen Exotenstatus mehr. Unser Aufenthalt in Seoul wird uns genauso überraschen wie begeistern!

Wenn der Königspalast Changdeokgung mehr Einblicke in die landestypische Architektur und Gartenkunst gibt, so wird uns die Auswahl der pulsierenden Hauptstadt beim Shoppen und Schlemmen sehr schnell in ihren Bann ziehen. Mode und Musik: seit den 90er Jahren bereits ist Südkorea der Trendsetter für das Lebensgefühl der Jugend Asiens. Zur Schau getragene Nonkonformität steht dabei im Straßenbild im krassen Widerspruch zu einer Gesellschaft, die die Leitplanken konfuzianischer Traditionalität eng beieinander hält. K-Pop nennt sich die Musik, die jenseits aller Sprachbarrieren in gesamt Asien seit langem schon der westlichen Popkultur den Rang abgelaufen hat. Und Hand aufs Herz: wann waren wir das letzte Mal "beim Koreaner" ? So bekannt und beliebt die asiatische Küche bei uns auch ist, erst eine Südkorea Rundreise bringt uns "Bibimbap" näher!

Südkorea traditionelles Bibimbab | Gebeco

Gehen wir es langsam an. Dieses Reisgericht mit Fleisch und Gemüse sieht mit dem rohem Eigelb on top gar nicht so scharf aus. Aber Achtung: Allzu oft haben schon hungrige Esser den Chili übersehen. Und gewöhnen wir uns einfach an Kimchi. Denn so ganz kann man diesem fermentierten Kohl mit Unmengen von Knoblauch auf einer Südkoreareise nirgends aus dem Weg gehen. Ähnliches gilt für den "Schnaps danach".

Der Variantenreichtum der Reis- und Nudelgerichte hat auf einer Südkorea Rundreise bisher jeden Gast verblüfft. Hungrig vom Esstisch aufzustehen ist noch Niemandem gelungen. Die Gastfreundschaft der geselligen Runde beim Essen ist einzigartig und die Vorfreude auf kulinarisches "Feintuning" sollte bei der Planung zu jeder Südkorea Rundreise dazu gehören.


Wir wäre es mit etwas Südkorea für zu Hause?

Bibimbap bedeutet soviel wie „Reis umrühren“ und ist eigentlich ein Resteessen, daher gibt es bei der Auswahl der Zutaten kaum Einschränkungen – probieren Sie unsere vegetarische Variante.


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Hier würde Buddha meditieren

Bereits 1967 wurde der Nationalpark Jirisan gegründet. Diese Gebirgskette erstreckt sich über drei Provinzen und seine Hänge und Täler sind nicht zuletzt auch Rückzugsrefugien vieler seltener Tierarten.

Südkorea Nationalpark

Eine beeindruckende, von Menschen unberührte Pflanzenvielfalt stößt nicht zuletzt bei der Erforschung von Heilpflanzen immer wieder auf Interesse. Hier erblühte auch der Buddhismus und kaum ein Tempel auf einer Südkorea Rundreise weiß von seiner Lage her vergleichbar zu begeistern wie der hier beheimatete Ssanggyesa-Tempel.

Der Seoraksan-Nationalpark wird nicht zuletzt von schroffer Gebirgslandschaft geprägt. Der kleine Fischerort Sokcho liefert seinen Bewohnern und Gästen alles, was sie brauchen. Und hier stoßen wir auch auf das nordkoreanische Diamantgebirge. Der Blick von der grenznahen Aussichtsterrasse wird sicher eine prägende Erinnerung an eine wunderschöne Südkorea Rundreise bleiben.


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