„Verliebt in Schottland“
Die erste Reise ohne Eltern ging nach…
Meine erste eigene Reise fand im Jahr 1974 statt. Eine Schulfreundin fragte mich in der 10. Klasse des Mädchengymnasiums, ob ich mit ihr eine organisierte Busfahrt nach Paris machen wollte. Sacré-Cœur, Moulin Rouge und Eiffelturm. Wir konnten noch einige Mädels dazu gewinnen und prahlten in der Tanzstunde vor den Jungs über unsere bevorstehende Reise. Was ein Zufall: sie fuhren auch nach Paris. Zur selben Zeit, an dieselben Orte . . . wir sitzen alle im selben Bus! Wie haben wir diese Zeit genossen! Aus einem Tanzstundenpaar wurde später ein Ehepaar und unsere gemeinsamen Abende in der Académie de la Bière am Boulevard de Port-Royal bleiben unvergessen, pour toujours.
Das hört sich großartig an! Vom Mädchengymnasium zur Reiseleiterin – was macht den Reiz dieses Berufes für Sie aus?
Während meiner langjährigen Dozententätigkeit habe ich verschiedene Kulturen aus Büchern und an Hand von Bildern vermittelt. Als Reiseleiterin stehe ich inmitten einer Landschaft, vor Weltkulturerbe und auch mal im Stau. Das authentische Erlebnis mit wichtigen und unwichtigen Informationen zu bereichern begeistert mich ebenso wie der Kontakt zu meiner Gruppe und den Einheimischen. Und wenn die Gastfreundschaft zu einer Liebe wird, die durch den Magen geht, bleibt das im Gedächtnis, für immer.
Die Gastfreundschaft, die zu einer Liebe wird, wo können wir die mit Ihnen erleben?
In Schottland und Nordengland sowie in verschiedenen Ländern Südosteuropas.
Haben Sie ein Beispiel für uns, was uns abhängig machen kann – im positiven Sinne? Verliebt?
Mit viel Glück gerät man bei einer Schottlandreise in die Highland Games. Traditionelle Highland-Sportarten wie Baumstammwerfen, Tauziehen und Hammerwerfen werden mit den Highland-Tänzen und einem Wettbewerb zur Wahl des schönsten Haustieres veranstaltet. Das Baumstammwerfen - caber toss - ist alles andere als einfach: Der Werfer balanciert den fünf bis sechs Meter langen Baumstamm zunächst beidhändig senkrecht vor seinem Körper. Dann nimmt er Anlauf und wirft den Stamm so von sich, dass er sich in der Luft um 180 Grad dreht. Nicht die Weite entscheidet über den Sieger, sondern eine möglichst gerade Wurflinie! Das Erlebnis kann keine noch so gute Erklärung ersetzen, es bleibt im Gedächtnis, forever.
Aber da ist vermutlich noch mehr? Etwas „übergeordnetes“ liebens- und lebenswertes?
Ja, sicher: Die Briten und ihr berüchtigter Humor sind ein unschlagbares Team. Es lockert die ‚German Angst‘ und die Gesichtsmuskeln. Je brisanter eine Situation, desto schärfer ist der Humor. Das steckt an, doch leider wird beim Verlassen der Insel der Spaß wieder beiseite gelegt: er wäre doch ein so angenehmes Souvenir!
Und was sollte ein Besucher sich nicht entgehen lassen?
Solange es den Golfstrom gibt, ist die mediterrane Vegetation im hohen Norden Schottlands ein besonderes Highlight. Auf einem kargen Hügel wurde der Inverewe Garden mit Pflanzen aus aller Welt angelegt. Bambus, Eukalyptus und Palmen gedeihen auf demselben Breitengrad wie Südnorwegen.
Da fällt mir ein: das Wetter. Potenziell abschreckend?
Ach i-wo. Jeder Inselreisende lernt einen ‚Drizzle‘ (Nieselregen) zu schätzen, wenn es ‚Katzen und Hunde‘ regnet. Das ist schönes Wetter – nur für Enten, so der britische Humor. Öffnet sich der Himmel zu einem ‚Bucket-down‘ oder einem ‚Teeming‘, dann schüttet es kräftig und kommt dann noch ein starker Wind auf ‚regnet es seitwärts‘: Das führt häufig zu ‚Durchnässung‘. So genießt man in einem ‚sunshower‘ die Leichtigkeit des britischen Inseldaseins, während ein Drizzle zum besten Wetter avanciert – nicht nur für Enten.
Gab es schon Gruppen, aus denen Freundschaft entstanden ist?
Schon während einer Reise belebt so manche Begegnung die Gemeinschaft. Eine kleine Gruppe meiner allerersten Reise pflegt den Kontakt seit 2015 bis heute: Reisebilder erreichen uns aus allen Himmelsrichtungen mit einem Standortcheck und einem Update zum persönlichen Wohlergehen.
Auf Reisen fühle ich mich so richtig wohl, wenn ...
… ich mit netten Leuten bei einem ‚pint of beer‘ über Gott und die Welt rede.
Liegt die schönste Reise Ihres Lebens noch vor oder schon hinter Ihnen?
Während meines Studiums habe ich den Nahen Osten bereist und im Irak an archäologischen Ausgrabungen teilgenommen. Diese Welt liegt heute in Trümmern. Die Wiege der Menschheit an Euphrat und Tigris wieder bereisen zu können ist mit der großen Hoffnung auf Frieden verbunden. Wenn dieser Wunsch in Erfüllung geht, liegt die schönste Reise meines Lebens noch vor mir.
Zu guter Letzt: was macht eine Reiseleiterin, wenn sie nicht auf Reisen ist?
Nach längerer Abwesenheit freue ich mich auf ein Treffen mit meinen Kindern und Freunden. Laufende Projekte zur Kunst werden wiederaufgenommen, Kochabende arrangiert und Ausstellungen besucht.


Frau Malherbe, Ihre erste Reise ohne Eltern ging ...
Die erste Reise ohne Eltern – war das chaotisch, oder rundherum ein bleibendes Erlebnis?
Die erste Reise ohne Eltern – erinnerst Du dich noch?
Ich bin dann mal weg … was erlebten Sie auf Ihrer ersten Reise ohne Eltern?
Welche
Das erste mal ohne Eltern - zog es Sie in die weite Welt, oder aus dem Landesinnern Vietnams ans Meer?
Sie waren jung, wild und abenteuerlustig …. Herr Hillerich, welche
Herr Daum, Urlaub kann auch Abenteuer sein – erinnern Sie sich an ein aufregendes Ereignis aus Ihren Urlaubanfängen?
Das erste mal ohne Eltern in den Urlaub – erinnern Sie sich?
Es gibt für alles ein erstes mal – wohin ging Ihre erste Reise ohne Eltern? Ich war in Griechenland mit dem Rucksack, habe mit zwei Freundinnen am Strand geschlafen und mich frei und gut gefühlt!
Herr Kock, erinnen Sie sich noch an Ihre erste Reise ohne Eltern?
Die erste Reise ohne Eltern – welche Erinnerungen haben Sie daran?
Welche Erinnerungen hast Du an Deine erste „eigene“ Reise (also ohne Eltern)?
Die Reise beginnt. Wohin zogen Sie aus, das erste mal, ohne Eltern?
Ohne Eltern in die weite Welt – erinnern Sie sich an diese erste Reise?
Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre allererste „eigene“ Reise?
Erinnern Sie sich noch an die ersten eigenen Reisen „ohne Eltern“?