| Ländername | Republik Malediven (Republic of Maldives), Landessprache ist Dhivehi |
| Beste Reisezeit | Januar, Februar, März, April, Juli, August, November, Dezember |
| Fläche | 298 km2 |
| Hauptstadt | Malé |
| Bevölkerung | 436.330 |
| Sprache | Dhivehi |
| Staats-/Regierungsform | Präsidialrepublik |
| Staatsoberhaupt | Präsident Dr. Mohamed Muizzu (seit 17. November 2023) |
| Regierungschef | Präsident Dr. Mohamed Muizzu (seit 17. November 2023) |
| Außenminister | Dr. Abdulla Khaleel (seit 30.09.2024) |
| Währung | Rufiyaa |
| Zeitzone | UTC+5 |
| Reiseadapter | A, D, G, J, K, L |
| Kfz-Länderkennzeichen | MV |
| ISO-3166 | MV, MDV |
| Internet-TLD | .mv |
| Landesvorwahl | +960 |
| Website | https://visitmaldives.com/ |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| 4./5. Jh. v. Chr. | Tamilen aus Indien besiedeln die Inseln |
| Um 1100 | Der Araber Yusuf-al-Barbary bringt den Islam auf die Malediven |
| 1153 | Erster Sultan wird Mohammed Ibn Abdullah |
| Um 1340 | Der arabische Reisende Ibn Battuta lebt zwei Jahre auf den Malediven |
| 1558 | Portugiesen übernehmen die Macht und werden 1573 wieder vertrieben |
| 1887 | Britisches Protektorat |
| 1953 | Einführung der Demokratie; erster Präsident: Amin Didi |
| 26.7.1965 | Unabhängigkeit |
| 1972 | Erstes Touristenresort (Kurumba) wird eröffnet |
| 2004 | Am 26. Dez. werden die Inseln vom Tsunami getroffen |
| 2009 | Ein neues Gesetz erlaubt Touristen, auf Local Islands Urlaub zu machen |
| April 2024 | Parlamentswahlen: Erdrutschsieg der nationalkonservativen PNC unter Präsident Mohamed Muizzu |
Die Bundesrepublik Deutschland unterhält in Male’ ein Honorarkonsulat (38, Orchid Magu | Tel. 3 34 95 95). Österreichischen Staatsbürgern hilft man in Male’ im Honorarkonsulat im Gebäude von Universal Enterprises Ltd. (39, Orchid Magu | Tel. 3 32 30 80). Im selben Gebäude befindet sich auch das Schweizer Konsulat (Tel. 3 32 30 80).
Die Polizei ist in Male’ oder auf der Hauptinsel des jeweiligen Atolls stationiert und muss ggf. erst im Boot anreisen. Ansprechpartner ist in Notfällen deshalb die Hotel- bzw. Reiseleitung.
Fast alle Inseln bieten inzwischen WLAN-Hotspots (Wifi) zumindest in den public areas wie Bar, Restaurant, Bibliothek oder Rezeption, oft auch direkt in den Zimmern. Der Zugang zum Internet ist meist kostenlos. Wegen der häufig schlechten Bandbreite der WLAN-Netze bietet sich die Daten-SIM eines einheimischen Providers (Dhiraaghu oder Ooredoo) an. Es gibt spezielle Touristentarife, die für den Urlaubsbedarf meist ausreichen und in den Shops am Flughafen erhältlich sind. So hast du meist auf dem Boot und evtl. sogar im Wasserflieger Empfang.
Auf der Hauptstadtinsel Male’ befindet sich am östlichen Ende des Marine Drive das Hauptpostamt (So–Do 9–15.30, Fr geschl., Sa 9.45–15 Uhr). Post kannst du auch an der Hotelrezeption abgeben. Dort bekommst du auch (z. T. sehr dekorative) Briefmarken. Postkarten und Briefe (Luftpost) kosten 15–25 Ruffiya. Die Laufzeit nach Europa beträgt 8–14 Tage – es kann aber auch schon mal bis zu sechs Wochen dauern.
Mittlerweile sind auch die abgelegenen Atolle handytechnisch erschlossen, nur: Das mobile Telefonieren ist auch sehr teuer. Am besten über Whatsapp oder Facebook-Messenger telefonieren oder eine SIM-Karte eines maledivischen Providers am Flughafen besorgen.
Vorwahl für die Malediven 00960, für Deutschland 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041.
Kuda Eid/Eid al-Fitr (Ende des Ramadan): 3-tägiges Fest mit Familienfeiern, ausgelassenem Straßenkarneval in Male‘ „Maali Hingun“
Eid-ul-Al’h’aa (Opfertag): Straßenfeste und zahlreiche Sport- und Musikwettbewerbe in Male‘ und auf Einheimischeninseln (17.06.2024; 07.06.2025)
Independence Day: ausgelassene Feste; auf Resortinseln wirst du mit etwas Glück vielleicht zum Mitfeiern in den Staffbereich eingeladen – maledivische Lebensfreude hautnah
National Day: Militärparaden, Flaggenhissen, politische Reden und Feuerwerk (05.09.2024; 25.08.2025)
Geburtstag des Propheten/Mawlid al-Nabi: Feierlichkeiten mit besonderen Speisen und farbenfrohen Prozessionen in den Straßen (15.09.2024; 05.09.2025)
Republic Day: im ganzen Land Paraden und typische Speisen wie z. B. Masroshi, ein mit Fisch gefüllter Pfannkuchen, oder auch Bodibaey, ein sehr süßer Reissnack
Fishermen’s Day: auf wechselnden Inseln größere Events mit Wettbewerben, Musik und Tanz; bist du auf einer Einheimischeninsel unterwegs, halte die Augen nach Feierlichkeiten offen
| 1./2. Januar | Neujahrsfest |
| 1. Mai | Labour Day |
| 26./27. Juli | Unabhängigkeitstag |
| 3. November | Tag des Sieges |
| 11. November | Tag der Republik |
Bei Pauschalreisen wird der Transfer zur Urlaubsinsel automatisch mitgebucht. Buchst du über ein Hotelportal wie booking.com oder direkt beim Hotel sind in der Regel die nicht unerheblichen Kosten für einen Inlandsflug oder Wasserfliegertransfer zunächst nicht inkludiert. Lass dich nicht von vermeintlich günstigeren Preisen blenden und achte genau auf etwaige Extrakosten! Willst du deinen Urlaub auf Local Islands verbringen, musst du dich selbst um dein Weiterkommen kümmern. Informier dich im Vorfeld und buch evtl. einen Inlandsflug (domestic flight) oder einen Flug mit dem Wasserflieger. In der Regel kommt man am internationalen Flughafen (Velana International Airport) auf Hulhule an und wird dort entweder von einem Mitarbeiter des gebuchten Veranstalters oder des Resorts in Empfang genommen und je nach Transferart entweder zum Boot, zum Check-in für den Wasserflieger oder zum benachbarten Terminal des Inlandsflughafens gebracht. Reist du auf eigene Faust, geht es für dich weiter zum Fähr- oder Dhonianleger, dem Taxi, das dich nach Male’ bringt, oder dem Shuttle z. B. zum Hotel auf Hulhumale.
Alternativ zur Weiterreise vom Flughafen mit dem Motordhoni oder dem Schnellboot bestehen Flugverbindungen vor allem zu den weiter entfernt gelegenen Atollen. Die beiden internationalen Flughäfen Hulhule und Gan (im Addu-Atoll sowie zahlreiche Inlandsflughäfen in den verschiedenen Atollen) werden von der staatlichen maledivischen Fluggesellschaft Maldivian (Tel. 3 33 55 44 | maldivian.aero) im Liniendienst und den privaten Airlines Villa Air (Tel. 3 01 30 00 | villaair.aero) und Manta Air (Tel. 3 31 44 77 | man taair.mv) angeflogen. Die Einrichtung weiterer Flughäfen ist geplant. Zahlreiche Hotelinseln werden mit Wasserflugzeugen der privaten Gesellschaft Trans Maldivian Airways (Tel. 3 34 84 54 | tma.com.mv) oder Maldivian direkt angeflogen (hier kann es aber u. U. zu längeren Wartezeiten oder auch zu ein oder zwei Zwischen stopps auf dem Weg zur Urlaubsinsel kommen).
Kulinarische Köstlichkeiten teils auf Sterneniveau findest du auf den vielen Luxusinseln, in deren Küchen internationale Spitzenköche dazu da sind, betuchte Gäste zu verwöhnen. Wenn dir eine größere Auswahl an Restaurants verschiedenster internationaler Küchen für einen gelungenen Urlaub wichtig ist, solltest du dich bei der Inselwahl also besonders gut informieren.
Abgesehen von Fisch, Kokosnüssen und wenigen Obst- und Gemüsesorten muss alles Frische für teures Geld auf dem Luft- oder Seeweg importiert werden: Käse und andere Milchprodukte z.B. aus Dubai, Fleisch aus Australien und Neuseeland, Halbfertigprodukte aus Europa. Deshalb ist es erstaunlich, was manche Köche auch auf den einfacheren Hotelinseln oder den Local Islands auf den Teller zaubern. Hier ist vieles, was auf der Speisekarte steht, das Ergebnis (meist) gekonnter Improvisation.
Die traditionelle maledivische Küche ist eher bodenständig und für unseren Gaumen oft sehr scharf. Die Hauptzutat ist Fisch, der für die einheimische Bevölkerung das Grundnahrungsmittel und entsprechend preisgünstig ist. Frag bei der Bestellung unbedingt nach frisch gefangenem Fisch; man kann auch den selbst beim Hochseefischen gefangenen Fisch vom Küchenchef am Abend zubereiten lassen – frischer geht es nicht! Liebhaber von Fischgerichten freuen sich über gegrillten Thunfisch, gebratenen Red Snapper (eine Art Rotbarsch) oder über eine köstliche Makrele; beliebt ist auch Seezunge (Fillet of Sole). Überraschend lecker ist das maledivische Fischgulasch (Mas Riha), wozu das Fleisch des Bonito, einer Thunfischart, verwendet wird. Relativ teuer sind Krustentiere wie Hummer, Langusten und Krebse, die zum Großteil importiert werden müssen.
Kaum zu verleugnen sind die indischen Einflüsse auf die maledivische Küche: Gekocht wird mit Gewürzen, die vorwiegend aus der Küche des nahen Subkontinents stammen. Scharf gewürzte Currys – ob mit Geflügel, Rindfleisch oder Fisch – sind eine willkommene Bereicherung des Speiseplans. Ein traditionelles maledivisches Gericht ist Garudiya, eine Art Fischsuppe: Verschiedene Fischsorten werden in Stücke geschnitten, mit Zitronensaft beträufelt und mit Zwiebeln in Salzwasser gekocht. Dazu wird Reis oder das typische maledivische Fladenbrot (Roschi) serviert. Eine andere maledivische Spezialität ist Hiki mas, getrockneter Fisch – freilich nicht jedermanns Geschmack. Ein Tipp für den Fall, dass du der Hauptstadtinsel Male’ einen Besuch abstattest: Rund um die Fischmarkthalle gibt es ein paar kleine Restaurants (Tea Shops), in denen vorzügliches maledivisches Essen serviert wird. Auch auf den einfacheren Hotelinseln hat schon lange die internationale Küche Einzug gehalten. Die Zeiten, da mittags Fisch mit Reis und abends Reis mit Fisch auf der Speisekarte standen, sind vorbei. Das Frühstück wird meist in Form eines reichhaltigen Büfetts angeboten: Brot, Toast, Marmelade, Wurst, Käse und Eier in verschiedenen Variationen gehören heute dazu, Kaffee oder Tee und frisch gepresste Fruchtsäfte ebenso. Häufig wird auch das Mittag- und Abendessen als Büfett angeboten, à la carte ist eher die Ausnahme.
Vielfach wird inzwischen auch All-inclusive- Verpflegung angeboten, dann sind Speisen und Getränke zu jeder Tageszeit sowie auf einigen Inseln auch alkoholische Getränke (z. B. der Tischwein zum Abendessen) im einmal gezahlten Preis enthalten. Sonderwünsche (z. B. Hummer oder Champagner) müssen jedoch fast immer extra bezahlt werden. Angebote gut vergleichen und nicht auf Teufel komm raus All-inclusive buchen! Je nach Ess- und Trinkgewohnheiten und den tatsächlich eingeschlossenen Leistungen lohnt sich der teils horrende Aufpreis nicht immer. Hast du bei tropischen Temperaturen nach einem ausgedehnten Frühstück mittags wirklich schon wieder Lust auf ein Riesenbüfett? Für den kleinen Hunger gibt es auf jeder Hotelinsel einen Coffeeshop oder eine Bar, wo man kleine Gerichte wie Pizza, Pommes oder Sandwiches bekommt. Immer frisch und lecker ist das Obst: Bananen, Papayas, Mangos und Kokosnüsse wachsen auf den Inseln, Orangen müssen importiert werden.
Und was trinkt man? Wasser natürlich, das auf den meisten Hotelinseln durch Meerwasserentsalzungsanlagen hergestellt oder importiert wird. Dann ist es allerdings teuer (1,5 l ab ca. 5 Euro). Alkoholische Getränke gibt es, dem Alkoholverbot des Islam entsprechend, nur auf den Hotelinseln, und wegen der sehr hohen Alkoholsteuer sind sie nicht günstig: 5 Euro für ein Bier vom Fass (0,3 l) muss man mindestens einkalkulieren. Wein ist noch teurer, wobei die Auswahl auf den Inseln der gehobenen Kategorie bisweilen erstaunlich ist. So leisten sich einige Topinseln wie z. B. Soneva Fushi im Baa-Atoll den Luxus eines eigenen, in den Korallenstock gegrabenen Weinkellers, in dem sogar Spitzenweine aus Frankreich lagern. Und jede Hotelinsel hat mindestens eine Bar, in der alle beliebten Cocktails und Longdrinks (ab ca. 12 Euro) gemixt werden. Softdrinks wie Cola, Sprite und Tonic (ab ca. 4 Euro) gibt’s häufig noch in Dosen oder Flaschen. Als Nationalgetränk gilt der Tee (Sai).
Trinkgeld ist gern gesehen und ein nicht unwesentlicher Bestandteil des Einkommens. Faustregel: Pro Woche Aufenthalt ist ein Trinkgeld in Höhe von 10–20 US-$ angemessen, jeweils für den Restaurantkellner sowie den Roomboy; 2 US-$ für den Kofferträger, ein Butler auf einer Luxusinsel um 50 US-$ aufwärts. Auf manchen Inseln gibt es auch Trinkgeldkassen, die unter den Mitarbeitern aufgeteilt werden. Aber auch hier gilt: Bist du mit dem Service zufrieden, gib gern etwas mehr. Da die Angestellten auf den Hotelinseln oft sehr lange von ihren Familien getrennt und sehr abgeschottet sind, sind zusätzlich zum Trinkgeld auch kleine Mitbringsel z. B. in Form von Süßigkeiten sehr gern gesehen. Leg dem Roomboy doch mal eine Tafel Schoki hin! Das sorgt oft für strahlende Gesichter. Bitte daran denken, dass viele Mitarbeiter Moslems sind, also keine Gummibärchen mit Gelatine o. ä. schenken!
Neben den Geschäften in Male‘ gibt es seit einiger Zeit eine moderne Shoppingmeile à la Florida nur 15 Minuten mit dem Speedboot von Hulhule entfernt auf Crossroads, dem jüngsten Großprojekt am nördlichen Rand des Süd-Male‘-Atolls (mit Shoppingstraße, Freizeiteinrichtungen, Restaurants, Marina und drei Hotelanlagen). Natürlich kannst du auch vor dem Rückflug in den zahlreichen Duty- Free-Shops am Flughafen letzte Souvenirs oder zum Teil günstige Elektronik einkaufen.
In Male’ lohnt der Obst- und Gemüsemarkt unbedingt einen Besuch; Hobbyköche und solche, die es werden wollen, werden hier auf der Suche nach exotischen Gewürzen fündig. Safran, das wohl kostbarste Gewürz der Welt, ist hier erschwinglich, günstig sind z. B. Currymischungen für Fisch und Huhn oder gerebelter Chili.
Nicht alles, was aussieht wie eine Zigarre, sollte man unbedingt rauchen. Auf den Malediven könnte es sich um Addu Bondi handeln, eine traditionelle Süßigkeit aus Kokosnuss, Palmzucker und Rosenwasser … eignet sich super als Mitbringsel!
Nein, nicht gestottert. Kosmetikartikel aus Kokosmilch werden nicht nur in den Spas vor Ort eingesetzt, sondern auch in vielen Shops als regional hergestellte Produkte angeboten. Aber: immer auf die genaue Herkunft achten!
Philatelisten erhalten im Postamt von Male’ (Sa–Do 9–12 und 16–18 Uhr | Majeedi Magu/Chaandhanee Magu) postfrische Sätze der großen, bunten maledivischen Briefmarken.
Die Malediver verstehen sich natürlich auch auf die Herstellung von Souvenirs aus Korallen. Beliebt dafür ist die Schwarze Koralle, die allerdings auf der Liste des Washingtoner Artenschutzabkommens steht und streng geschützt ist.
Das gilt auch für Schildkrötenpanzer. Wer einmal gesehen hat, wie einer Schildkröte bei lebendigem Leib der Panzer abgezogen wird, dem dürfte die Lust an Andenken aus diesem Material gründlich vergangen sein. Außerdem steht die Karettschildkröte ebenfalls unter Schutz. Auch Haie werden mittlerweile durch Gesetze geschützt, ihr Fang ist grundsätzlich verboten. Dennoch gibt es Geschäfte, in denen Haifischgebisse als Deko-Objekte angeboten werden. Ebenso Kauri-Muscheln, die früher ein gängiges Zahlungsmittel waren. Verzichte bitte unbedingt auf den Kauf derartiger Souvenirs! Grundsätzlich darf nämlich gar nichts, was aus dem Meer stammt, von den Inseln mitgenommen werden, nicht einmal Muscheln oder Sand.
Beliebt sind Lackarbeiten von den Kunsthandwerkern der Insel Thulhaadhoo oder handgefertigte Dhoni-Modelle aus Palmenholz, die ohne Klebstoff zusammengefügt werden. Hübsch sind auch die bemalten Dosen aus Palmenholz mit traditionellen Mustern.
Geschäfte in Male’: tgl. 8–21 (teils 23), Fr bis ca. 14 Uhr geschl.; Banken: So– Do 8.30–14 Uhr; Behörden: So–Do 8–14 Uhr. Der Freitag gilt bei Muslimen als Feiertag. An diesem Tag ruht nahezu das gesamte öffentliche Leben, Behörden und andere Einrichtungen sind geschlossen. Auch während des Fastenmonats Ramadan sind die Öffnungszeiten eingeschränkt.
Da die Malediven ein muslimisches Land sind, ist FKK streng verboten; auch auf Resortinseln. Auch oben ohne ist verboten und aus Respekt vor deinem Gastgeberland solltest du das bitte auch beherzigen. Verstöße gegen dieses Verbot werden zudem mit hohen Geldstrafen geahndet
| Bis Keemiyaa | Kleine Teigtaschen gefüllt mit geräuchertem Thunfisch, Kohl, Ei und Curryblättern |
| Riha folhi | Gefüllte Teigröllchen mit Thunfisch, Zwiebeln, Pandanblättern, geröstetem Currypulver und Ingwer |
| Kavaabu | Kleine frittierte Bällchen aus Thunfisch, Zwiebeln, Kokosraspeln, Ingwer und verschiedenen Gewürzen |
| Garudhiya | Klare Fischsuppe mit Thunfisch, Zwiebeln und Curryblättern |
| Kulhi riha | Thunfischcurry mit Kokosmilch und maledivischen Gewürzen – scharf |
| Bambukeyo bongara | Brotfruchtcurry mit Thunfisch, Kokosmilch und verschiedenen gerösteten Gewürzen |
| Mas huni | Salat aus getrocknetem Thunfisch (geraspelt), Kokosnuss, Zwiebeln und Chili |
| Bambukeyolee baiy | Reis mit Kokosmilch und Brotfrucht ROSHI Maledivisches Fladenbrot |
| Saagu bondibai | Sagopudding mit Kokosmilch, gesüßter Kondensmilch, Pandanblättern und Rosenwasser |
| Gabulhi boakibaa | Süßer Kuchen mit junger Kokosnuss und Jasminwasser |
| Sai | Schwarzer Tee |
| Kurumba | Kokoswasser aus der jungen Kokosnuss |
Die Malediver sind von singhalesischen, arabischen, malaiischen und afrikanischen Ethnien geprägt. Malediver lachen gern, sind sehr gastfreundlich, Fremden gegenüber oft interessiert und offen, Frauen häufig sehr zurückhaltend. Eine typische Eigenschaft ist die Gabe, selbst in Stresssituationen gelassen zu bleiben. Insha’ Allah, gesprochen Inschallah („So Gott will!“), heißt es, wenn man dem etwas überlassen will, der die Geschicke lenkt. Auf den offiziell 220 von Einheimischen bewohnten Inseln leben je 200 bis 6000, insgesamt ca. 565 000 Menschen. Die Bevölkerungsdichte täuscht aber, denn auf der nur knapp 2 km² großen Hauptstadtinsel Male‘ allein drängen sich an die 100 000 Menschen. Male’ ist damit eine der am dichtesten besiedelten Hauptstädte der Erde. Zu ihrer Entlastung wurde eine neue, etwa 200 ha große Insel in unmittelbarer Nachbarschaft aufgeschüttet: Hulhumale, auf der fleißig gebaut wird und ganze Wohnviertel sowie Hotels, Restaurants und die erforderliche Infrastruktur entstehen.
Das Dhoni ist das traditionelle Verkehrsmittel der Malediven, selbst größere Entfernungen werden mit diesen Booten, die der arabischen Dhau ähneln, überwunden. Die Bauform blieb über die Jahrhunderte hinweg fast unverändert, allerdings wurde der Rumpf mit dem Einbau von Dieselmotoren schlanker. Es gibt Segel- und Motordhonis, erstere erkennt man am trapezförmigen Lateinersegel. Doch findet man unterschiedliche Bauarten für Dhonis, die nur innerhalb der Atollringe verkehren, und für andere, mit denen der Verkehr zwischen den Atollen sichergestellt wird. Auf Touristeninseln werden mit Dieselmotoren betriebene Dhonis eingesetzt, um z. B. Taucher zu Unterwasserrevieren zu transportieren. Du solltest unbedingt mal eine Sunset Cruise auf einem solchen Dhoni buchen: Man sitzt oder liegt auf bequemen Kissen, lässt sich mit Champagner und Canapés verwöhnen und fährt in den Sonnenuntergang – ein Traum.
Die Pflanzenwelt der Malediven ist mit Ausnahme der südlichsten Atolle spärlich. Die Kokospalme stellt eine noch heute unentbehrliche Rohstoffund Nahrungsquelle dar und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie gilt als Lebensbaum der Malediver. Die Nüsse – pro Jahr trägt eine Palme bis zu 90 Früchte – enthalten in halbreifem Zustand Kokoswasser, das als erfrischendes Getränk beliebt ist (seit geraumer Zeit auch bei uns als Superfood im Trend). Nach und nach verdickt sich dieses Fruchtwasser zu Fruchtfleisch, das nach der Ernte herausgeschält, geraspelt und getrocknet wird und dann als Kopra exportiert wird – ein Grundstoff z. B. für die kosmetische Industrie. Die getrockneten Schalen sind billiger Brennstoff. Hier und da werden sie auch zu Möbeln oder auch Souvenirs verarbeitet, z. B. zu sehr schönen Schalen für Seife oder Knabbereien – ein originelles und wirklich authentisches Mitbringsel „Made in Maldives“. Die Blätter der Kokospalme werden seit jeher als Dachabdeckung beim Hausbau, die Stämme beim Schiff- und Möbelbau verwendet. Weitere Palmen sind Schrauben-, Betelnuss- und Nipapalme. Unter den wenigen Baumarten finden sich der Brotfrucht-, der Banyan- und der Mangobaum. Zu den wichtigsten Früchten zählen Banane und Papaya, weitere Nutzpflanzen sind Süßkartoffel, Maniok, Taro, Mais und Hirse. Auf einigen Inseln wird in bescheidenem Umfang Gemüse angebaut. Auch der Reisanbau spielt nur eine geringe Rolle und kann den Eigenbedarf nicht decken.
Die magere Artenvielfalt bei den Pflanzen bringt es mit sich, dass auf den Inseln auch nur wenige Landtiere und Vogelarten leben. Auf einigen Inseln gibt’s wilde Kaninchen und Palmhörnchen, wobei Letztere unbeliebt sind: Sie laufen nachts auf den Palmdächern herum und bringen die Bewohner um den Schlaf. Beliebt sind dagegen die Geckos, da sie Ungeziefer vertilgen; sie laufen häufig in den auf Hotelinseln typischen halboffenen Bädern an den Wänden hoch. Typisch sind auch die kleinen Eidechsen, die einem gern auf den Inselwegen vor die Füße laufen. Morgens wird man häufig vom unüberhörbaren Ruf des indischen Koel (ein schöner schwarzer Vogel mit roten Augen) geweckt. Zur Gattung der Fledermäuse zählen die Flughunde, von denen es je nach Dichte der Vegetation einer Insel teils sehr viele gibt. Man bemerkt sie meist erst in den Abendund Nachtstunden, wenn sie sich entweder in den Palmwipfeln kreischend streiten oder über die Insel fliegen. Tagsüber hängen sie kopfüber schlafend in den Bäumen. Am frühen Abend und nachts wird es auch an den Stränden lebendig. Dann kannst du beobachten, wie die Sandkrabben das Höhlensystem anlegen, in dem sie sich tagsüber verstecken.
Durch die spezifische Bebauung auf den Einheimischeninseln gelang es, die Moskitoplage in den Griff zu bekommen. Man legte jeweils eine breite Straße an, die die Insel in der Hauptwindrichtung durchzieht. Das hat zur Folge, dass auch die Moskitos diesen Weg nehmen. Auf dicht bewachsenen Inseln werden sie aber schon mal lästig, vor allem wenn es geregnet hat. Auf Resortinseln wird daher meist regelmäßig gegen Moskitos „genebelt“.
Unverkennbar sind die arabischen und afrikanischen Einflüsse auf die Malediven. Boduberu (große Trommel) heißt die traditionelle Musik, die auf den Hotelinseln regelmäßig als Abendunterhaltung auf dem Programm steht. Dabei begleiten drei Trommler den Wechselgesang zwischen einem Vorsänger und einem Chor (dann ist es ein Baburu Lawa). Während diese Art der Unterhaltung Männern vorbehalten ist, wird die Bandiyaa Dschehun nur von jungen Frauen vorgeführt. Dabei werden die Finger rhythmisch gegen Metallgefäße geschlagen. Eine Variante davon ist der Dandi Dschehun, bei dem sich die Tänzerinnen in zwei Reihen gegenüberstehen und den Rhythmus mit Stöcken schlagen.
Die Malediven sind ein Ganzjahresreiseziel; die Temperaturunterschiede sind übers Jahr hinweg nur minimal. Jahreszeiten in unserem Sinn gibt es nicht; bestimmend ist der Monsunwind, der von Mai bis Oktober aus südwestlicher, in der übrigen Zeit aus nordöstlicher Richtung weht. Unangenehm kann es manchmal in der Zeit des Wechsels (Mai/Juni und Okt./ Nov.) werden, dann gibt es manchmal komplette Windstille und drückende Hitze oder auch Stürme mit starken Regenfällen. Eine wirkliche Regenzeit gibt es auf den Malediven nicht; während des Südwestmonsuns in den Sommermonaten ist das Regenrisiko allerdings höher als in der Hauptreisezeit im Winter. Doch der Klimawandel führt leider auch auf den Malediven dazu, dass man die klassischen Klimatabellen mehr und mehr vergessen kann. Mittlerweile kann man zu jeder Jahreszeit Glück oder Pech mit dem Wetter haben. Konstant sind auch die Wassertemperaturen, die während des ganzen Jahres bei 28–29 °C liegen (reicht leider kaum zum Abkühlen, wenn es dir mal zu warm ist).
Der viele Jahre dauernde Prozess des Korallenwachstums benötigt drei Voraussetzungen: Licht, frisches Wasser und konstante Temperaturen. Dann bilden sich kegelförmige Korallenstöcke, deren höchste Stellen allmählich absterben, weil sie nicht mehr genügend frisches Meerwasser erhalten. Dagegen wachsen die Ränder in die Höhe und überragen schließlich das Zentrum, um das herum sich eine Lagune und danach eine Insel aus Korallensand bilden. Vögel sorgen über ihre Kotausscheidungen dafür, dass Samen auf die Inseln kommen, die Pflanzenwachstum bewirken.
Ein Inselstaat, der zu einem großen Teil vom Luxustourismus lebt, hat natürlich mit enormen Mengen an Abfall zu kämpfen. Seit es westlich von Male’ eine zentrale Müllverbrennungsanlage gibt und die Betreiber von Hotelinseln verpflichtet wurden, eigene Müllverbrennungsöfen zu installieren, scheint man das Problem zumindest ein bisschen besser im Griff zu haben. Trotzdem: Jeder Reisende kann und sollte unbedingt zur Müllvermeidung beitragen (trink doch bitte das Bier vom Fass statt aus der Dose und nimm unbedingt deine leeren Shampoooder Sonnenmilchflaschen wieder mit nach Hause!). Neue Resorts werden nur unter strengen Auflagen genehmigt, bestehende zu entsprechenden Umbauten gezwungen. Die Gewinnung von Trinkwasser erfolgt heute fast ausschließlich durch Meerwasserentsalzungsanlagen. Bis 2030 wollen die Malediven klimaneutral sein und mit einem umfangreichen Programm wird u.a. die Nutzung von Solarenergie intensiviert. Außerdem wurde das Baa-Atoll 2011 von der Unesco zum ersten Weltbiosphärenreservat der Malediven erklärt und unter Schutz gestellt.
Viele Resorts verwenden inzwischen kaum mehr Plastikflaschen und -trinkhalme. Auch dadurch wird ein Teil des täglich anfallenden Mülls vermieden. Solaranlagen sieht man tatsächlich immer häufiger z. B. auf den Dächern der Mitarbeiterunterkünfte oder als Überdachung von Stegen. Des Weiteren wird durch spezielle Programme z. B. in Schulen bereits bei Kindern ein Bewusstsein dafür gefördert, wie fragil das Ökosystem der Malediven ist.
Seit der Unabhängigkeit von Großbritannien (1965) ist die Staatsform der Malediven eine präsidiale Demokratie. Über drei Jahrzehnte wurde der Inselstaat allerdings vom damaligen Präsidenten Maumoon Abdul Gayoom mit harter Hand und recht autoritär regiert. Einheimische wurden damals strikt von den Touristen abgeschirmt; der Besuch einer Einheimischeninsel war abgesehen von kurzen organisierten Ausflügen von den Hotelinseln auf handverlesene Inseln nicht erlaubt.
Mit der ersten wirklich demokratischen Präsidentschaftswahl im Jahr 2008 wendete sich das Blatt und der neu gewählte Präsident Mohamed Nasheed setzte sich sehr für eine Öffnung des Landes gegenüber der westlichen Welt und auch für den Umweltschutz ein. Nach einem Staatsstreich 2013 und einer neuerlichen Rückkehr zu alten Strukturen entwickeln sich die Malediven seit 2018 mit Präsident Ibrahim Mohamed Solih aber wieder weiter Richtung Weltoffenheit und Modernisierung.
Gemäß der Verfassung von 1968 gilt der Islam als Staatsreligion, die Ausübung anderer Glaubensbekenntnisse ist untersagt. Deshalb gibt es auf den Malediven keine christlichen Kirchen. Nach einer zeitweiligen gewissen Lockerung während der Präsidentschaft von Nasheed war wieder eine Rückkehr zu islamischen Traditionen sichtbar geworden. Die Ge- und Verbote des Islam, z. B. das Schweinefleisch- oder Alkoholverbot, werden strikt eingehalten (ausgenommen sind natürlich die Hotelinseln).
Landessprache ist Dhivehi, eine arabisch- singhalesische Mischsprache, in die viele Anglizismen eingeflossen sind. Die Insulaner sprechen unterschiedliche Dialekte, was die Verständigung untereinander nicht gerade erleichtert. Auf den Touristeninseln wird Englisch verstanden und gesprochen, teils gibt es auch deutschsprachige Gästebetreuer. Thanaa heißt die Schrift, die sich aus dem arabischen Vorbild entwickelt hat. 1972 gab es eine Schriftreform, seither werden auch lateinische Schriftzeichen verwendet. Eine Vereinheitlichung der Schreibweise von Eigennamen und Begriffen gibt es noch nicht, deshalb trifft man immer wieder auf unterschiedliche Schreibweisen von Atolloder Inselnamen.
Klar: Wenn man von den Malediven zurückkehrt, will man was mitbringen. Aber bitte keinen Schmuck aus Schwarzer Koralle und kein Döschen mit Deckel aus Schildpatt!
Korallen sind keine Steine, sondern Lebewesen. Also Vorsicht beim Schnorcheln: Durch unachtsames Betreten werden die Korallen zerstört. Schwimm also nie knapp übers Riffdach und nutz immer die meist markierten Einstiege. Kratzer durch scharfkantige Korallen können übrigens schwere Infektionen nach sich ziehen. Nur gucken, nicht anfassen!
Etwas gegen den Islam zu sagen, kann verhängnisvolle Wirkung haben. Schon so mancher Besucher fand sich unversehens vor einem Schnellgericht wieder – und wurde zügig abgeschoben.
Wenn man nicht auf der Stelle in einem Souvenirshop landen will, sollte man in Male’ die Angebote, die einem Einheimische unmittelbar nach der Ankunft im Dhoni-Hafen machen, höflich, aber bestimmt zurückweisen.
Nur ein bisschen Sand als Souvenir? Stell dir mal vor, jeder der rund 1,5 Mio. Besucher nimmt nur 100 g Sand vom Strand mit. Das wären hochgerechnet fast 150 Tonnen pro Jahr! Drum: Lass den Sand, wo er hingehört, auf den Malediven!
In den Malediven gibt es keine deutsche Botschaft, zuständig ist die deutsche Botschaft in Colombo/Sri Lanka.
In dringenden Fällen kann mit dem deutschen Honorarkonsul in den Malediven Kontakt aufgenommen werden.
Der Verkehr zwischen den maledivischen Inseln wird mit Booten und Wasserflugzeugen abgewickelt. Eine Beratung durch örtliche Reiseveranstalter ist empfehlenswert. Nur wenige Inseln bieten ein Straßennetz. Dort herrscht Linksverkehr.
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Während des Fastenmonats Ramadan ist außerhalb der Touristen-Resorts mit Einschränkungen im Alltag (tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen.
Öffentliches Essen, Trinken, Rauchen (auch in Fahrzeugen) - selbst das Kauen von Kaugummi - ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime verboten.
Frauen sollten insbesondere während dieser Zeit möglichst dezente, langärmelige Kleidung tragen; Männer auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten.
Homosexuelle Handlungen sind in den Malediven strafbar. Bei Nichtbeachtung droht strafrechtliche Verfolgung.
In den Malediven ist jeglicher Drogenbesitz strikt verboten. Verstöße können selbst bei geringen Mengen schwere Strafen zur Folge haben. Seit Anfang Dezember 2025 wurde für die Einfuhr von Drogen die Todesstrafe eingeführt. In der Vergangenheit wurden auch Touristen bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Verhängung der Todesstrafe für Touristen kann somit nicht ausgeschlossen werden.
Seit Dezember 2024 sind der Besitz, Gebrauch, der freie Verkauf, die Herstellung und Werbung für E-Zigaretten in den Malediven verboten. Im November 2024 hat die maledivische Regierung ein Importverbot jedweder Art von E-Zigaretten in die Malediven erlassen.
Seit November 2025 besteht in den Malediven ein allgemeines Tabakverbot für Personen, die ab dem 1. Januar 2007 geboren wurden. Das Verbot gilt auch für Reisende, die sich nur vorübergehend in den Malediven aufhalten. Es umfasst die Einfuhr, den Besitz, den Kauf und den Verbrauch sämtlicher Tabak- und Vapingprodukte sowie E-Zigaretten; Verstöße werden mit Geldstrafen geahndet.
In den Malediven ist der Islam (sunnitischer Richtung) Staatsreligion; die Rechtsordnung orientiert sich an der Scharia. Jegliches Verhalten, das als christliche Missionstätigkeit ausgelegt werden kann, ist untersagt.
Außerhalb der touristisch erschlossenen Resorts, in sogenannten "Artificial Beach Areas", in Malé oder in der Nähe von einfachen Gästehäusern, wurden Hinweisschilder angebracht, dass das Tragen unangemessener ("improper") Badekleidung (Bikini) dort nicht gestattet ist.
Landeswährung ist die Rufiyaa (MVR). International gängige Kreditkarten werden von nahezu allen Resorts akzeptiert, am Flughafen gibt es auch Geldautomaten. Es empfiehlt sich dennoch die Mitnahme von Bargeld in USD, da Geldbeschaffung auf den kleineren Inseln schwierig sein kann.
Auch Pauschalreisenden wird empfohlen, eine gültige Kreditkarte mit ausreichendem Kreditrahmen und PIN bzw. Debitkarte (Girocard) mitzuführen.
Seit Anfang Januar 2026 werden vermehrt Denguefieber-Fälle in den Malediven gemeldet.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Die Malediven selbst sind kein Gelbfiebergebiet. Bei Einreise aus oder Ausreise in ein Land mit Nachweis von Poliomyelitis (Kinderlähmung) sowie bei einer Hadsch-Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien ist der Nachweis einer Polioimpfung zu erbringen.
Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen. Vereinzelt ist es bei schwangeren Touristinnen in den letzten Jahren zu nachgewiesenen Zika-Infektionen gekommen.
Dengueviren werden landesweit vor allem während und unmittelbar nach der Regenzeit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inklusive möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Denguefieber.
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
Es gibt keine endemische Malaria in den Malediven.
Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Die durch die Äquatornähe intensive Sonneneinstrahlung besonders zur Mittagszeit sowie gefährliche Meeresströmungen werden von Urlaubern häufig unterschätzt. Badeunfälle durch Quallen, Giftfische, Wasserschlangen und Haie sind selten. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).
Die medizinische Versorgung in den Malediven ist eingeschränkt und entspricht in vielen Fachbereichen nicht europäischem Standard. Das gilt auch für die beiden Krankenhäuser in Malé. Insbesondere bei schweren Erkrankungen oder Unfällen ist meist eine Evakuierung, nach Indien oder Sri Lanka (erreichbar innerhalb von wenigen Stunden per Linienflug) notwendig. Druckkammer-Zentren gibt es gegenwärtig auf Bandos Island Resort & Spa (Nord-Malé-Atoll), Kuramathi Island Resort (Rasdhoo-Atoll), Kuredu Island Resort & Spa (Lhaviyani-Atoll) und Kandima (Dhaalu-Atoll).
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
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Gesundheit - Aktuelles
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Die Malediven sind nicht direkt von der Krise im Nahen und Mittleren Osten betroffen. Dennoch wirken sich Luftraumsperrungen und der eingeschränkte Flugbetrieb (vor allem an den großen Drehkreuzen in den Golfstaaten) direkt auf Flugverbindungen von und zu den Malediven aus. Es werden allerdings in den Malediven weiterhin kommerzielle Flugverbindungen auch nach Europa angeboten.
Die Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten bleibt volatil. Daher können auch weitergehende und längerfristige Einschränkungen des Flugverkehrs nicht ausgeschlossen werden.
Terroristische Anschläge können auch in den Malediven nicht ausgeschlossen werden.
Vereinzelte gewaltsame Auseinandersetzungen und Verkehrsbehinderungen können nicht ausgeschlossen werden.
Der Transfer in die Resorts erfolgt in der Regel direkt vom Flughafen, sodass ein Aufenthalt in Malé nicht erforderlich ist.
Die Kriminalität auf den Resort-Inseln ist niedrig. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub kommen dennoch auch an Stränden vor. Gewaltakte wie Messerstechereien, ausgehend von Angehörigen rivalisierender Jugendbanden, sind in Malé und Hulhumalé zu verzeichnen; Ausländer waren bisher nicht das Ziel.
Die Malediven liegen in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und Tsunamis kommen kann.
Es herrscht tropisches Klima mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit.
Die Regenzeit erstreckt sich im Norden in der Regel von November bis April und im Süden von Mai bis Oktober. In dieser Zeit ist mit vereinzelten Tropenstürmen zu rechnen.
In den Malediven gibt es keine deutsche Botschaft, zuständig ist die deutsche Botschaft in Colombo/Sri Lanka.
In dringenden Fällen kann mit dem deutschen Honorarkonsul in den Malediven Kontakt aufgenommen werden.
Der Verkehr zwischen den maledivischen Inseln wird mit Booten und Wasserflugzeugen abgewickelt. Eine Beratung durch örtliche Reiseveranstalter ist empfehlenswert. Nur wenige Inseln bieten ein Straßennetz. Dort herrscht Linksverkehr.
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Während des Fastenmonats Ramadan ist außerhalb der Touristen-Resorts mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen.
Öffentliches Essen, Trinken, Rauchen (auch in Fahrzeugen) – selbst das Kauen von Kaugummi – ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime verboten.
Frauen sollten insbesondere während dieser Zeit möglichst dezente, langärmelige Kleidung tragen; Männer auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten.
Homosexuelle Handlungen sind in den Malediven strafbar. Bei Nichtbeachtung droht strafrechtliche Verfolgung.
In den Malediven ist jeglicher Drogenbesitz strikt verboten. Verstöße können selbst bei geringen Mengen schwere Strafen zur Folge haben. Seit Anfang Dezember 2025 wurde für die Einfuhr von Drogen die Todesstrafe eingeführt. In der Vergangenheit wurden auch Touristen bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Verhängung der Todesstrafe für Touristen kann somit nicht ausgeschlossen werden.
Seit Dezember 2024 sind der Besitz, Gebrauch, der freie Verkauf, die Herstellung und Werbung für E-Zigaretten in den Malediven verboten. Im November 2024 hat die maledivische Regierung ein Importverbot jedweder Art von E-Zigaretten in die Malediven erlassen.
Seit November 2025 besteht in den Malediven ein allgemeines Tabakverbot für Personen, die ab dem 1. Januar 2007 geboren wurden. Das Verbot gilt auch für Reisende, die sich nur vorübergehend in den Malediven aufhalten. Es umfasst die Einfuhr, den Besitz, den Kauf und den Verbrauch sämtlicher Tabak- und Vapingprodukte sowie E-Zigaretten; Verstöße werden mit Geldstrafen geahndet.
In den Malediven ist der Islam (sunnitischer Richtung) Staatsreligion; die Rechtsordnung orientiert sich an der Scharia. Jegliches Verhalten, das als christliche Missionstätigkeit ausgelegt werden kann, ist untersagt.
Außerhalb der touristisch erschlossenen Resorts, in sogenannten „Artificial Beach Areas", z.B. in Malé oder in der Nähe von einfachen Gästehäusern, wurden Hinweisschilder angebracht, dass das Tragen unangemessener ("improper") Badekleidung (z.B. Bikini) dort nicht gestattet ist.
Landeswährung ist die Rufiyaa (MVR). International gängige Kreditkarten werden von nahezu allen Resorts akzeptiert, am Flughafen gibt es auch Geldautomaten. Es empfiehlt sich dennoch die Mitnahme von Bargeld in USD, da Geldbeschaffung auf den kleineren Inseln schwierig sein kann.
Auch Pauschalreisenden wird empfohlen, eine gültige Kreditkarte mit ausreichendem Kreditrahmen und PIN bzw. Debitkarte (Girocard) mitzuführen.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten innerhalb ihrer ursprünglichen Gültigkeitsdauer möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise grundsätzlich noch mindestens sechs Monate gültig sein. Auf Grund einer vorübergehenden Maßnahme der maledivischen Behörden müssen Reisedokumente derzeit bei Einreise nur noch mindestens einen Monat gültig sein. Die aktuell geltenden Bestimmungen veröffentlicht das Department of Immigration.
Die Einreise mit Reisedokumenten (siehe Kinderreisepass), die verlängert oder aktualisiert wurden, ist nicht möglich.
Die elektronische Einreiseerklärung muss innerhalb von 96 Stunden vor der Ankunft auf der Webseite der maledivischen Grenzbehörden ausgefüllt und abgeschickt werden.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum.
Touristenvisa bis zu 30 Tagen werden bei der Einreise in die Malediven kostenfrei erteilt.
Die Verlängerung eines Touristenvisums auf 90 Tage ist möglich, bedarf aber eines Antrages, der vor Ort (in den Malediven direkt) gestellt werden muss, sowie einer Empfehlung der entsprechenden Hotelinsel, die ebenfalls vor Ort ausgesprochen werden muss. Eine Genehmigung wird durch das "Department of Immigration and Emigration" in Malé erteilt.
Die Buchung eines touristischen Aufenthalts von einer Dauer, die 30 Tage überschreitet, erfolgt daher auf eigenes Risiko. Die Überschreitung der Visumfrist von 30 Tagen ohne genehmigte Verlängerung kann zu hohen Geldstrafen und zu einem Einreiseverbot führen.
Weitere Informationen zu den Einreisebestimmungen bietet das Department of Immigration.
Bei Arbeitsaufnahme in den Malediven, z.B. in den Hotels, sollten Arbeitnehmer darauf achten, ihren Reisepass nicht dem Arbeitgeber über längere Zeit auszuhändigen, da der Pass häufig bei Arbeitsstreitigkeiten als Druckmittel verwendet wird.
Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise Minderjähriger bekannt.
2024 hat die maledivische Regierung ein Importverbot jedweder Art von E-Zigaretten und Tabak inklusive -zubehör in die Malediven erlassen, siehe auch Reiseinfos – Rechtliche Besonderheiten.
Tabakprodukte, inklusive Zigaretten, Zigarren und Zubehör wie E-Zigaretten, Shishas und aromatisierter Zigaretten dürfen seit dem 1. November 2025 generell nicht mehr eingeführt werden. Ausnahme: Reisende mit Touristenvisum ab 18 Jahren dürfen bis zu 200 Zigaretten oder 25 Zigarren bzw. 250 g Tabak einführen.
Die Einfuhr und Mitnahme von Fleisch-, Geflügel-, Fisch und Ei-Produkten in die Malediven ist ab dem 15. Januar 2026 nur noch mit einem Import-Gesundheitszeugnis gestattet. Nähere Informationen erteilt der maledivische Zoll. Der Import von Götterabbildungen wie z.B. Buddha-Statuen ist verboten. Die vorgenannten Waren können jedoch bei der Einreise gegen Quittung am Flughafen an einem Sonderschalter deponiert und bei Ausreise wieder abgeholt werden.
Alkohol darf nicht eingeführt werden, auch nicht in den anderswo üblichen zollfreien Mengen.
Zeitschriften, die spärlich bekleidete Personen zeigen, dürfen nicht eingeführt werden.
Medikamente unterliegen einer strikten Einfuhrkontrolle. Die maledivische Regierung ist bestrebt, den Handel mit illegal eingeführten Medikamenten zu bekämpfen. Bei der Einfuhr von verschreibungspflichtigen Medikamenten zum persönlichen Gebrauch ist daher eine Bescheinigung des behandelnden Arztes mitzuführen, aus der der Name des Patienten, der Name des Medikaments bzw. der Medikamente und die therapeutische Tagesdosierung hervorgeht. Diese Bescheinigung muss in englischer Sprache abgefasst oder mit einer englischen Übersetzung versehen sein. Die Einfuhr nicht verschreibungspflichtiger Medikamente unterliegt keinen Beschränkungen. Allerdings wird auch hier empfohlen, eine ärztliche Bescheinigung mitzuführen, sofern es sich nicht um allgemein bekannte Medikamente, z.B. gegen Magenprobleme oder Kopfschmerzen handelt.
Seit Anfang Januar 2026 werden vermehrt Denguefieber-Fälle in den Malediven gemeldet.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Die Malediven selbst sind kein Gelbfiebergebiet. Bei Einreise aus oder Ausreise in ein Land mit Nachweis von Poliomyelitis (Kinderlähmung) sowie bei einer Hadsch-Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien ist der Nachweis einer Polioimpfung zu erbringen.
Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen. Vereinzelt ist es bei schwangeren Touristinnen in den letzten Jahren zu nachgewiesenen Zika-Infektionen gekommen.
Dengueviren werden landesweit vor allem während und unmittelbar nach der Regenzeit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inklusive möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Denguefieber.
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
Es gibt keine endemische Malaria in den Malediven.
Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Die durch die Äquatornähe intensive Sonneneinstrahlung besonders zur Mittagszeit sowie gefährliche Meeresströmungen werden von Urlaubern häufig unterschätzt. Badeunfälle durch Quallen, Giftfische, Wasserschlangen und Haie sind selten. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).
Die medizinische Versorgung in den Malediven ist eingeschränkt und entspricht in vielen Fachbereichen nicht europäischem Standard. Das gilt auch für die beiden Krankenhäuser in Malé. Insbesondere bei schweren Erkrankungen oder Unfällen ist meist eine Evakuierung, z.B. nach Indien oder Sri Lanka (erreichbar innerhalb von wenigen Stunden per Linienflug) notwendig. Druckkammer-Zentren gibt es gegenwärtig auf Bandos Island Resort & Spa (Nord-Malé-Atoll), Kuramathi Island Resort (Rasdhoo-Atoll), Kuredu Island Resort & Spa (Lhaviyani-Atoll) und Kandima (Dhaalu-Atoll).
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Auf allen Urlaubsinseln gibt es Erste-Hilfe-Stationen. Auf Malé befinden sich zwei Krankenhäuser. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die medizinische Versorgung nicht der in Deutschland gewohnten entspricht.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.
Für die Einfuhr von Medikamenten ist bei der Einreise ein ärztliches Attest für verschreibungspflichtige Mittel in englischer Sprache mitzuführen (sollte in etwa enthalten: "[Name des Patienten] requires the medicine on medical grounds for personal use in the Maledives".). Für rezeptfreie Medikamente als Teil einer Reiseapotheke ist keine ärztliche Bescheinigung erforderlich.
Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch sowie rohe Salate und Mayonnaise am besten vermeiden. Fleisch- oder Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. In vielen Ferienanlagen ist der Hygienestandard jedoch sehr hoch, so dass sich die oben erwähnten Vorsichtsmaßnahmen erübrigen.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Gelbfieber | 2 | - |
| Dengue-Fieber | 1 | Nein |
| Typhus & Polio | 4 | - |
| Malaria | Nein | - |
| Hepatitis A und B | 3 | - |
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt das ganze Jahr über - besonders aber vor und während der Regenzeit - landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz und stehende Gewässer sind zu meiden.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet einreisen. Sollte diese nicht vorhanden sein, wird eine Gelbfieber-Impfung durchgeführt und eine zehntägige Quarantäne verhängt bzw. es erfolgt eine Ausweisung außer Landes. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere, die den Transitraum auf den Malediven nicht verlassen.
[3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[4] Ein Nachweis einer Polio-Impfung wird verlangt bei Ein- und Ausreise aus bzw. in ein Polio-Endemiegebiet. Typhus kommt vor. Eine Typhus-Impfung empfiehlt sich bei Langzeitaufenthalt und bei besonderer Exposition.
Für Arbeits- und Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") sowie ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Chikungunya kommt vor. Ein Impfschutz ist nicht möglich. Als Vorsorgemaßnahme wird ein möglichst effizienter Schutz gegen Insektenstiche empfohlen.
Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Deutschland | Ja | Ja/1 | Ja |
| Österreich | Ja | Ja/1 | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja/1 | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja/1 | Ja |
| Türkei | Ja | Ja/1 | Ja |
Allgemein erforderlich, Reisepässe müssen maschinenlesbar und bei der Einreise noch mindestens 1 Monat gültig sein.
Hinweis: Die Vorgaben zur Mindestgültigkeit des Reisepasses der Regierung der Malediven können von den Vorgaben der Fluggesellschaften abweichen. Einige Fluggesellschaften schreiben eine Mindestgültigkeit von 6 Monaten vor, was bei Transit über Drittländer grundsätzlich empfohlen wird. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis.
Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
[1] Touristenvisa haben eine Gültigkeit von 30 Tagen (Verlängerung auf insgesamt 90 Tage vor Ort bei der Einwanderungsbehörde möglich) und werden bei der Ankunft auf dem Flughafen von Malé unter Vorlage gültiger Reisedokumente (ggf. Visa für Drittländer), Rück-/Weiterreisetickets, Unterkunftsbestätigung, Nachweis über ausreichende Geldmittel (mindestens 150 US$ pro Tag) und einer Deklaration zum Gesundheitszustand des Reisenden, die elektronisch innerhalb von 96 Stunden vor der Einreise via IMUGA übermittelt werden muss, kostenlos erteilt.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Haustiere dürfen i. d. R. nicht eingeführt werden. Ausnahmen sind nur mit vorab besorgter Genehmigung des Außenministeriums (Ministry of Foreign Affairs, Marine Drive, Malé) möglich, die allerdings selten erteilt wird.
Der Aufenthalt kann spätestens 1 Tag vor Ablauf des Touristenvisums um weitere 60 Tage für einen Gesamtaufenthalt von 90 Tagen gebührenpflichtig (700 Mrf) beim Einwanderungsamt in Malé (Department of Immigration and Emigration, Ground Floor, Huravee Building, Ameer Ahmed Magu, Tel: 333 04 44) verlängert werden.
Visum bei der Einreise
(a) maschinenlesbarer Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) bestätigte Rück- oder Weiterreisetickets und -papiere (ggf. Visum für das nächste Reiseziel).
(c) Unterkunftsnachweis (z.B. Hotelbuchung, Pauschalreise).
(d) im Flugzeug ausgefüllte Disembarkation/Embarkation Card.
(e) ausreichende finanzielle Mittel.
(f) ggf. Impfnachweis gegen Gelbfieber.
1 Maledivische Rufiyaa = 100 Laari. Währungskürzel: MRf, MVR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten von 500, 100, 50, 20, 10 und 5 MRf. Münzen in den Nennbeträgen 2 und 1 MRf sowie 50, 25, 10, 5, 2 und 1 Laari. In touristisch stark frequentierten Orten ist es üblich, in US-Dollar zu bezahlen.
Die Einfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist unbeschränkt. Die Einfuhr von Summen ab einem Gegenwert von 10.000 US$ ist jedoch deklarationspflichtig. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf die deklarierte eingeführte Summe beschränkt.
American Express, Visa, Mastercard, JCB und Diners Club und alle anderen bekannteren Kreditkarten werden u.a. in Geschäften und Hotels akzeptiert. Abhebungen an Geldautomaten sind mit Kreditkarten problemslos möglich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks werden auf den Malediven nur in Malé von der State Bank of India eingelöst, wenn sie in US-Dollar ausgestellt sind.
So-Do 07.30/08.00-14.30 Uhr.
Folgende Artikel können zollfrei in die Malediven ausschließlich von Touristen mit einem Touristenvisum eingeführt werden (ab 18 J.):
200 Zigaretten oder 25 Zigarren oder 250 g Tabak;
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch wie Kleidung, Schmuck, Uhren, Schreibwaren, Hygienartikel, elektrische Geräte, Bücher und Zeitschriften sowie Geschenke bis zu einem Wert von 10.000 MRf.
Achtung: Auf den Malediven ist das Rauchen ab 21 Jahren erlaubt.
Alkohol, Drogen, psychotrope Substanzen, Energy Drinks, Einweg-Plastikprodukte, Waffen, Sprengstoff, Harpunen, Speere oder Unterwassergewehre für die Unterwasserjagd, pornographisches Material, religiöse Bildnisse zur Anbetung, Islam-feindliche Schriften, lebende Schweine und bestimmte tierische Produkte.
Die Einfuhr von Vaporizern einschließlich Zubehör (e-Zigaretten, flüssiges Nikotin, Shishas etc.) und dessen Bestandteilen verboten. Auch der Besitz, der Gebrauch, der Verkauf, die Bewerbung und das Verschenken von Vaporizern ist landesweit verboten.
Anmerkung: Drogenbesitz wird mit langjährigen Haftstrafen geahndet. Die Einfuhr von verschreibungspflichtigen Medikamenten zum persönlichen Gebrauch ist nur mit gültigem Rezept eines Arztes möglich. Aus dem Rezept des Arztes muss hervor gehen, dass der Patient das Medikament aus medizinischen Gründen für eine genau bezeichnete Dauer benötigt (mit dem Namen des Patienten, dem Namen des Medikaments und der Tagesdosierung).
Die Einfuhr von rezeptfreien Arzneimitteln (z.B. gegen Kopfschmerzen oder Magenverstimmungen) ist meist problemlos für den Eigenbedarf für einen Zeitraum von etwa 6 Monaten möglich. Im Zweifelsfall sollten sich Reisende an den Reiseveranstalter oder die maledivischen Behörden wenden.
Muscheln (stehen unter Artenschutz), schwarze Korallen, diverse Fische, Schildkrötenpanzer und Produkte aus Schildpatt, Drogen, psychotrope Substanzen.
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