Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Jordanien

Steckbrief

Jordanien - Fakten

Ländername Haschemitisches Königreich Jordanien / al-Mamlaka al-Urduniyya al-Hashimiyya
Beste Reisezeit März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November
Fläche 89.341 km2
Hauptstadt Amman
Bevölkerung 10.428.241
Sprache Arabisch (offiziell), Englisch wird mehrheitlich verstanden
Religion Sunniten 92 %, Christen 6 % (hauptsächlich Griechisch Orthodox)
Staats-/Regierungsform Konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt Seine Majestät König Abdullah II. Ibn Al-Hussein (seit 07.02.1999)
Vertreter des Staatsoberhaupts Kronprinz Hussein bin Abdullah II. (seit 28.06.2009)
Regierungschef Premierminister Dr. Omar Razzaz (im Amt seit 05.06.2018)
Außenminister Ayman Safadi (im Amt seit 15.01.2017)
Währung 1 Jordan-Dinar (JOD)= 1000 Fils
Zeitzone MEZ+1h
Reiseadapter B, C, D, F, G, J
Kfz-Länderkennzeichen HKJ
ISO-3166 JO, JOR
Internet-TLD .jo
Landesvorwahl +962
Website https://jordan.gov.jo/wps/portal/%5c?lang=en#/
Reisepass & Visum Notwendig

Geographie

Vier Landschaftstypen gliedern das Land von West nach Ost. Das Bergland im Westen erreicht über 1000 m und fällt steil zum Jordangraben ab. Ebenso unvermittelt steigen an dessen Ostrand die Berge bis 1700 m an, um in den weiten Wüstentafelländern des Ostens auszulaufen.

Politik und Bevölkerung

Die konstitutionelle Erbmonarchie Jordanien wird von den Haschemiten beherrscht, die sich vom Propheten Mohammed ableitet. Der König ist den Verfassungsorganen nicht verantwortlich. Nach Aufhebung des Verbots politischer Parteien konnte das Volk 1993 erstmals seit 1956 ein Parlament wählen. Die Bevölkerung besteht zu 99 % aus Arabern, davon die Hälfte Palästinenser. Das Land hat viele Flüchtlinge aus dem Irak und in jüngster Zeit aus Syrien (ca. 600.000) aufgenommen.

Geschichte

Nach der Herrschaft der Römer folgten im 7. Jh. die Araber. Ägyptische Mamelucken wurden im 16. Jh. von den Türken verdrängt. 1920–48 betraute der Völkerbund Großbritannien mit dem Mandat über Palästina und Jordanien. Das Wirken der PLO führte 1970/71 zum Bürgerkrieg, in dessen Verlauf Jordanien die PLO-Kämpfer vernichtete (Schwarzer September). 1988 verzichtete König Hussein II. zugunsten der Palästinenser auf das von Israel besetzte Westjordanland und schuf damit eine Grundlage für ein Ende des Nahostkonflikts. Am 25. Juni 1994 wurde der Kriegszustand mit Israel beendet, im Oktober der Friedensvertrag unterzeichnet.

Jordanien - Geschichte

12. Jh. v. Chr. Frühe Kleinstaaten östlich des Jordans: Ammon, Edom, Moab
6. Jh. v. Chr.-2. Jh. n. Chr. Nabatäer siedeln im Wadi Araba
Ab 636 Arabische Heere erobern die Region. Verbreitung des Islam
11. Jh. Erster Kreuzzug, 1099 wird Jerusalem eingenommen
1244 Mamelucken herrschen über das Ostjordanland
1517-1917 Transjordanien ist Teil des Osmanischen Reichs
1812 Der Schweizer Orientalist Jean Louis (Johann Ludwig) Burckhardt "entdeckt" die Felsenstadt Petra
1900-1908 Bau der Hedschas-Bahn
1920 Großbritannien erhält Völkerbundsmandat für Transjordanien, Palästina und Irak
1921 Emir Abdallah wird vorläufiger Herrscher Transjordaniens, sein Bruder Faisal König von Irak
1946 Jordanien wird unabhängig, Emir Abdallah zum König gekrönt
1948 Gründung Israels, Hunderttausende Palästinenser fliehen über den Jordan. Jordanien besetzt das Westjordanland und Ostjerusalem (Annexion 1950)
1953 Hussein wird König von Jordanien
1967 Jordanien verliert die Westbank und Ostjerusalem im Sechs-Tage-Krieg an Israel, behält aber bis 1988 die Verwaltungshoheit
1970/71 Die jordanische Armee schlägt die Revolte der Palästinenservertretung PLO nieder (Schwarzer September)
1994 Friedensvertrag mit Israel
1999 Nach dem Tod von König Hussein wird sein ältester Sohn Abdallah II. König
2003 Die von den USA initiierte Invasion in den Irak führt zur Auswanderung Hunderttausender Iraker nach Jordanien
2010 Parlamentswahlen: Konservative Parteien liegen vorn
2011 Königstreue Militärs und Stammesführer demonstrieren zum ersten Mal auf der Straße und fordern Reformen
Klimadaten
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Benghazi Street 25, Jabal Amman | Tel. 06 5930351 und 5930367 | www.amman.diplo.de

Botschaft der Republik Österreich

Mithaq al-Fayez Street 36, nahe 3th Circle, Jabal Amman | Tel. 06 4601101 | amman-ob@bmaa.gv.at

Botschaft der Schweiz

Ibrahim Ayoub Street 19, nahe 4th Circle, Jabal Amman | Tel. 06 5931416 und 5930375 | www.eda.admin.ch/amman

Botschaft des Haschemitischen Königreichs Jordanien

Heerstr. 201 | 13595 Berlin | Tel. 030 3699600 | Visumabteilung Tel. 36996048 | www.jordanembassy.de

Notruf

Zentrale Notrufnummer 911 für Polizei, Feuerwehr, Notarzt oder Pannenhilfe

Post

Nach Deutschland benötigt eine Postkarte (800 Fils) 4-6 Tage, ein Paket (maximal 20 kg, rund 45 JD für 10 kg) ca. 8-10 Tage. www.jordanpost.com.jo

Telefon & Handy

Wer im Urlaub telefoniert und dabei sein Handy von zu Hause nutzt, sollte sich eine SIM-Karte der jordanischen Firma Zain für Touristen kaufen ("Zain Visitors"). Sie kostet 6 JD, ist drei Monate gültig, aufladbar, aber nicht verlängerbar. Wichtig: Ihr Mobiltelefon darf nicht kodiert sein. Zain bietet auch prepaid-Pakete für das iphone 4 sowie für mobiles Internet (www.jo.zain.com/english).

Ländervorwahl Jordanien: 00962. Bei einem Anruf aus dem Ausland bzw. mit einem ausländischen Handy lässt man die Null vor der Ortsvorwahl bzw. vor der Nummer des Mobilfunknetzes weg (z. B. 0-79).

Bei einem Anruf aus dem jordanischen Festnetz ins jordanische Mobilfunknetz wählen Sie die jeweilige Netzvorwahl mit der Null (z. B. 079 oder 077). Bei Anrufen von Jordanien ins Ausland wählen Sie 0049 (Deutschland), 0043 (Österreich) und 0041 (Schweiz). Nationale Auskunft von Jordan Telecom (Orange) Tel. 121, (englisch/arabisch) Die Nummer der Auskunft kann sich jederzeit ändern. Bitte schauen Sie bei Bedarf in der "Jordan Times" unter "Directory Assistance/Enquiries".

Medien

In den meisten Hotels kann man Satellitenprogramme empfangen. Der zweite jordanische Fernsehsender sendet auf Englische und Französisch. Auch Radio Jordan sendet auf FM 96,3 MHz in englischer Sprache, BBC World auf MW 103,1 MHz. Die englischsprachige Tageszeitung "Jordan Times" erscheint Sonntag bis Freitag. Das englischsprachige Lifestyle-Magazin "JO!" erscheint monatlich. Die jordanische Nachrichtenagentur "Petra" können Sie als RSS feed auf Englisch abonnieren.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Arbeitnehmer in Jordanien haben kaum geregelte Urlaubszeiten - und so sichern die zahlreichen Feiertage ihnen Erholung. Insbesondere am Eid al-Fitr zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan und zum mehrtägigen Opferfest Eid al-Adha fahren die Menschen an das Rote Meer oder an das Tote Meer. Da Hotels und Restaurants dann überfüllt sind, sollten Touristen ihren Besuch an diesen Orten außerhalb dieser Zeiten planen.Auch der Ramadan ist für Reisende nicht unbedingt zu empfehlen. Viele Restaurants sind gleich den ganzen Monat geschlossen. Auch die Öffnungszeiten sind reduziert. In großen Hotels und Tourismuseinrichtungen läuft der Betrieb normal. Von September bis Mai gibt es in Amman zahlreiche Kulturwochen und Festivals. Höhepunkt ist das Jordan Festival mit hochkarätig besetzten Konzerten und Kunstausstellungen in Amman, Jerash und Petra sowie am Toten Meer.

Religiöse Festtage

Die religiösen Feiertage verschieben sich gegenüber der globalen (westlichen) Zeitrechnung jährlich um ca. zehn bis elf Tage nach hinten, da sie nach dem Mondkalender berechnet sind. Auch können die Termine von den hier angegebenen Daten um ein bis zwei Tage abweichen, da ihr Beginn bei Neumond mit bloßem Auge bestimmt wird.

Ramadan: Islamischer Fastenmonat, in dem von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht gegessen und getrunken werden soll. Beginn: 26. Mai 2017, 16. Mai 2018, 6. Mai 2019

Eid al-Fitr: Drei- bis viertägiges Fest am Ende des Ramadan. Beginn: 26. Juni 2017, 15. Juni 2018, 5. Juni 2019

Eid al-Adha: Viertägiges Opferfest, das an die Opferbereitschaft Abrahams erinnert. Jeder Muslim, der es sich leisten kann, soll ein Schaf schlachten und es mit Bedürftigen teilen. Beginn: 1. Sept. 2017, 22. Aug. 2018, 12. Aug. 2019

Moulid al-Nabi (Prophetengeburtstag): 1. Dez. 2017, 20. Nov. 2018, 10. Nov. 2019

1. Muharram (Islamisches Neujahr): 21. Sept. 2017, 11. Sept. 2018, 31. Aug. 2019

Feste und Veranstaltungen

März/April

Internationales Theaterfestival Amman. aitf@nol.com.jo

April

Dead Sea Marathon: Ob Ultra-, Normal- oder Halbmarathon: Dieser Lauf ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Seit 1993 organisieren die Amman Road Runners dieses Mega-Sportevent. Im Dezember gibt es noch einen weiteren Marathonlauf in Aqaba. www.deadseamarathon.com

Mai

Internationales Tanzfestival: An verschiedenen Orten Jordaniens. zakharefinmotion.blogspot.com

The Jewel that is Jordan: Alle zwei bis drei Jahre Rallye mit spektakulären Oldtimern. Wechselnde Routen. www.thejewelevents.com

Juli

Fuheis-Festival: Sympathisches Kulturfest des Dorfes Fuheis (eine halbe Stunde von Amman). Anfang Juli ist der christliche Ort bis tief in die Nacht belebt: Freilichtbühnen mit Theater und Musik, zahlreiche Kunstgalerien haben bis spätabends geöffnet. Tel. 077 7424676 | www.fuheis.net

Juli/August

Jerash Festival: Über Jahrzehnte das wichtigste Kulturevent Jordaniens, nach einer mehrjährigen Zwangspause wiederbelebt. Neben arabischen auch internationale Künstler. Ein Höhepunkt: der Auftritt der Königlich Jordanischen Marschkapelle. www.calendar.jo

Jordan Festival: Konzerte mit internationalen und arabischen Künstlern, Tanz, Lesungen, Performances einen Monat in diversen Städten und Regionen. Friends Of Jordan Festivals | Tel. 06 4613300 | www.visitjordan.com/jordanfestival

Feiertage

1. Jan. Neujahr
30. Jan. Geburtstag König Abdallahs II.
1. Mai Tag der Arbeit
25. Mai Tag der Unabhängigkeit
14. Nov. Geburtstag König Husseins
25. Dez. Weihnachten
Mobilität vor Ort

Auto

Mit dem eigenen Wagen benötigt man einen internationalen Führerschein und ein Carnet de Passage. An der Grenze muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Gurtpflicht, Handybenutzung ist während der Fahrt verboten. Bleifreies Benzin ist nicht an allen Tankstellen erhältlich. An Autobahnen gibt es zahlreiche Radarkontrollen (Höchstgeschwindigkeit 110 km/h). Die Bußgelder sind happig und werden sofort kassiert!

Das Straßennetz ist gut ausgebaut, und Fahren mit Mietautos ist grundsätzlich kein Problem. Gelegentlich hapert es mit der Beschilderung. Umleitungen infolge Baustellen sind oft unzureichend markiert. Die einheimischen Fahrzeuge werden oft nur mangelhaft überwacht. Im Dunkeln kann es passieren, dass plötzlich ein unbeleuchteter Lastwagen auftaucht oder dass ein Gefährt ungesichert an der Straße steht. Bei Nachtfahrten ist deshalb besondere Vorsicht angebracht - versuchen Sie, möglichst vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen. Bei kurzen Aufenthalten kann es von Vorteil sein, ein Auto mit Fahrer zu mieten. Die Kosten betragen je nach Entfernung 50 bis 100 Euro pro Tag, Übernachtungen extra. Autos mit Fahrer finden Sie u. a. bei den Autovermietungen. Sie können aber auch an der Rezeption Ihres Hotels fragen oder direkt an einem Taxistand.

Öffentliche Verkehrsmittel

Wer von Amman aus per Minibus in andere Städte fahren will, muss zur zentralen Busstation Tabarbur fahren (Taxi ab Stadtmitte ca. 2,50 JD | Minibusse 1-5 JD je nach Entfernung). Die Busgesellschaften JETT (www.jett.com.jo) und Trust bieten täglich mehrere Verbindungen in alle großen Städte des Landes an, teilweise in mehreren Kategorien (z. B. JETT Amman-Aqaba: 8 JD (normal), 17 JD (Luxus). Zwischen Petra und Aqaba verkehren nur Taxis. Achtung: Freitags und samstags fahren auf vielen Strecken weniger Busse. Rechtzeitig reservieren bzw. Abfahrtszeiten erfragen!

Die einzige Inlandsflugstrecke ist Amman-Aqaba. Täglich zwei Flüge vom Flughafen Marka im Osten der Stadt (einfache Strecke 50 Min., 50 JD).

Die einzige Bahnstrecke des Landes ist die Hedjazbahn (Auskunft Tel. 06 4895413), die von den Osmanen zu Beginn des 20. Jhs. gebaut wurde. Zweimal wöchentlich verkehrt ein Zug zwischen Amman und Damaskus (ca. 200 km, rund 8 Std.).

Taxi

Taxis sind in Jordaniens großen Städten das meistgenutzte Verkehrsmittel. Weiße Sammeltaxis ("serviis") fahren auf festgelegten Routen (von 7-19 Uhr). Gelbe Taxis haben keine festen Standorte, man winkt sie einfach an der Straße heran. Bestehen Sie darauf, dass der Fahrer den Taxameter anschaltet. In Amman gibt es seit Kurzem auch Funktaxis, die man telefonisch zu einer bestimmten Adresse bestellen kann, z. B. Al Moumayyaz, Tel. 06 5799999, www.taxi-jo.com

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

So finden Sie in Jordanien die klassische levantinische Küche, die sich in Libanon und Syrien herausgebildet hat. Sie besteht zuallererst aus den berühmten kalten und warmen Vorspeisen, den mezze. Diese Auswahl von Salaten, Gemüsedips, Käse und Fleischstücken wird in der Mitte des Tisches in kleinen Schälchen serviert, aus denen sich jeder bedient. Das unterstreicht den sozialen Charakter des Essens, zu dem in Jordanien oft die gesamte Großfamilie zusammenkommt. Fladenbrot ist fester Bestandteil jeder Mahlzeit und wird wie ein Löffel benutzt: Nehmen Sie mit einem Stück Brot etwas Speise auf, und führen Sie sie zum Mund. Oder Sie benutzen die langen, festen Salatblätter, khass genannt, zum Dippen. Zu Hause isst man oft gemeinsam aus Schüsseln. Doch ob bei einer privaten Einladung oder im Restaurant: Sie können selbstverständlich auch eine Portion auf Ihrem Teller platzieren. Besucher sind oft überrascht, wenn sie sehen, wie sich der Tisch unter den verschiedenen Vorspeisen biegt. Da die mezze nicht nur köstlich, sondern auch sättigend sind, können Sie sich zunächst nur Vorspeisen bestellen und erst dann entscheiden, ob Sie anschließend noch ein Hauptgericht ordern wollen. Diese Variante ist insbesondere für Vegetarier sinnvoll, denn das Hauptgericht besteht in Jordanien meist aus gegrilltem Fleisch mit Beilagen. Frischen Fisch gibt es hauptsächlich in Aqaba; sonst wird er meist tiefgefroren aus Jemen oder Saudi-Arabien importiert.

In der arabischen Welt isst man gern und viel Fleisch, wenn man es sich finanziell leisten kann. Auch die Jordanier bilden hier keine Ausnahme. Brosted, ein knuspriges Brathähnchen, oder Dalu, ein Stück geschmortes Hammelfleisch, sind für die meisten der Inbegriff eines guten Essens. Doch die vielfältige levantinische Küche bietet auch eine große Auswahl an leckeren fleischlosen Gerichten: Hummus, frittierte Falafelbällchen, kleine Teigtaschen mit Spinat, Käse oder Zaatar, gefüllte Weinblätter, Petersilien-Bulghur-Salat, knusprig gebratener Halloumi-Käse und gegrillte Gemüse - all diese Gaumenkitzler sind in durchschnittlichen jordanischen Restaurants ebenso Standard wie Tahina - eine würzige Sauce aus Sesambrei, Wasser und Zitrone - oder Schanklisch - ein Frischkäse aus getrocknetem Joghurt, der mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen gemischt wird.

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, sollten Sie auf jeden Fall das jordanische Nationalgericht mansaf probieren. Dieses Beduinengericht finden Sie sonst in keinem anderen arabischen Land. Es ist wirklich unverwechselbar: ein Berg Reis, auf dem verteilt die verschiedenen Teile eines Hammels liegen. Getränkt ist der Reis mit einer Sauce aus Kameljoghurt. Dieser wird zunächst getrocknet und im Laden in Kugeln in der Größe eines Tennisballs verkauft. Er wird dann unter Zugabe von Wasser wieder flüssig gemacht und gibt dem Reis seinen besonderen, oft recht strengen Geschmack.

Als Getränke sind frische Säfte (Orange, Limone) und Mineralwasser zu empfehlen. Oder Sie greifen zu einem milden Trinkjoghurt, laban. In vielen Restaurants werden Sie allerdings nur eine Auswahl von Softdrinks wie Miranda, Fanta oder Cola finden. Nach dem Essen trinkt man Tee mit frischer Minze oder Kaffee. Alkohol ist in den meisten Hotels und europäischen Restaurants erhältlich. Aber es gibt auch westliche Restaurants, die keinen Alkohol ausschenken. Wenn Sie Wert auf ein Glas Wein zum Essen legen, sollten Sie immer gleich danach fragen, ob Alkohol ausgeschenkt wird. Während des Fastenmonats Ramadan ist dies nur in den großen Hotels der Fall. Das Bier Amstel wird in Lizenz in Jordanien hergestellt, es ist leicht und gut trinkbar. Daneben gibt es importiertes Dosenbier.

Lokale Weine kommen aus dem Gebiet um die christlich geprägte Stadt Madaba, wo der rote Saint George zu empfehlen ist. Die Qualität der anderen Weine, einschließlich der aus Israel und Palästina eingeführten, ist mäßig. Wenn Sie einen libanesischen Wein aus den Weingütern Kefraya oder Ksara auf der Karte sehen, sollten Sie diesen wählen. Diese Weine sind hervorragend, aber - wie alle Importgüter in Jordanien - auch entsprechend teuer.

Dafür gibt es allerlei leckere Süßspeisen in Jordanien: Honigsüß und kalorienreich kommen sie daher, die knafe, eine flache, heiße Mozzarella mit gerösteten Fadennudeln und Sirup, oder busa arabiya, köstliches Mastix-Vanilleeis im Pistazienmantel. Mastix ist das aromatische Harz des Pistazienbaums. Attaif sind kleine, mit Nüssen oder einer Art Ricotta gefüllte Crêpes. Sie sind eine Spezialität des Fastenmonats Ramadan, aber in der Altstadt Ammans gibt es den Bäcker Abu Ali, der sie das ganze Jahr über herstellt.

Trinkgeld

Restaurants schlagen 10 Prozent auf die Rechnung auf, dennoch ist ein kleines Trinkgeld für Kellner oder Zimmermädchen angemessen. Für Gepäckträger ist ein halber Dinar üblich. Bei Taxifahrten wird um etwa 300 Fils aufgerundet.

Einkaufen und Shoppen

Auf dem Hinflug nach Jordanien sollten Sie im Koffer etwas Platz lassen. Kleidung, Schuhe, Heimtextilien und Souvenirs können Sie gut und günstig kaufen. Badesalz, Masken und Cremes mit Wirkstoffen aus dem Toten Meer sind sehr beliebte Mitbringsel. Amman und die Freihandelszone Aqaba sind Shoppingparadiese. Meiden Sie aber in Aqaba die Einkaufszentren, dort gibt es fast nur chinesische Massenware. In Amman finden Sie preisgünstige Alternativen zu den teuren Malls auf dem Jabal Hussein (Duwar Firas). Falls Sie in der Stimmung sind, zu handeln: Fangen Sie bei etwa einem Drittel des verlangten Preises an. In einigen Geschäften können Sie Ihren Einkauf auf einem Tax-free-Formular quittieren lassen. Ab einer Mindeststeuersumme von ca. 60 JD erhalten Sie dann bei der Ausreise am Flughafen die Mehrwertsteuer zurück.

Gewürze & Kräuter

Köstliche Souvenirs zum Verspeisen, die es so nur in Jordanien gibt, sind z. B. frische Gewürze vom Markt, Dattelkekse (mamul bi-tamr) oder frisch geröstete, individuell zusammengestellte und reisefertig verpackte Nuss-Kern-Mischungen (in Amman u. a. im Safeways bzw. etwas teurer am Flughafen). Typisch jordanisch-palästinensisch ist auch die Thymian-Sesam-Sumak-Kräutermischung zaatar. Mit gutem Olivenöl verrührt schmeckt sie herrlich zu Salaten, auf Pizza oder zu Schafskäse.

Kunsthandwerk der Nachbarländer

Viele Souvenirs in Jordanien kommen aus den Nachbarländern. Aus Syrien stammen die Holzkistchen mit Intarsien (ab 5 JD) und die handgravierten runden Messingtabletts (tabaq), meist mit arabischen Schriftzügen oder Tier- und Blumenmotiven: Die kleinen eignen sich zum Servieren, die großen als Beistelltisch (in Amman-Weibdeh, am Paris-Platz und bei Al-Afghani). Ebenfalls aus Syrien kommen reich bestickte Tischdecken aus Baumwolle in vielen Farben und Größen. Aus Palästina (Hebron und Jerusalem) stammt der Großteil der in Jordanien angebotenen Schmuck-Gebrauchskeramik (ca. 4 JD für ein Snackschälchen, ca. 18 JD für eine Salatschüssel). Die hübschen Becher, Wandteller und Kuchenplatten in kräftigem Blau, Weiß, Rot, Rosa, Braun und Grün erinnern mit ihren Blumen- und Tiermotiven nicht zufällig an Produkte aus Kytachia in der Türkei. Von dort brachten Einwanderer Ende des 19. Jhs. das Handwerk und die Designs nach Palästina.

Musik, Literatur, Kunst

Die größte Auswahl an arabischen CDs sowie Büchern gibt es in Amman in der City Mall und - etwas bescheidener - in der Mekka Mall. Auch das Books@Café ist recht gut sortiert. CDs und DVDs in der Innenstadt sind wesentlich billiger, aber fast durchweg Raubkopien. Falls Sie moderne arabische Kunst kaufen möchten, sind die Orfali Gallery in Umm Utheina und die Galerie Dar Al Anda (Nähe Darat Al-Funun, Jabal Weibdeh) gute Adressen.

Sandflaschen & Mosaikkunst

Mangels einer mittelalterlichen Stadtkultur mit der entsprechenden Handwerkstradition gibt es nur wenig authentisches Kunsthandwerk. Originell sind die farbig gefüllten Sandflaschen, meist mit Kamel- oder Oasenmotiven, auf Wunsch auch abstrakt gemustert. Ein Highlight ist Mosaikkunst aus Madaba. Nach antiken Tier- und Pflanzenmotiven werden von den Absolventen und Absolventinnen der Restauratorenschule z. B. Wandteller und Spiegelrahmen gearbeitet.

Teppiche

In dem Dorf Mukawir, ca. eine halbe Stunde von Madaba entfernt, werden die einzigen echt jordanischen Teppiche gefertigt. Die Frauen vom Stamm der Bani Hamida weben an traditionellen Webstühlen Teppiche aus Schafwolle in kräftigem Rot, Türkis und Grün. Das Design der bis zu zwei mal drei Meter großen Objekte ist allerdings sehr klobig und weit entfernt von der schlichten Eleganz traditioneller Beduinentextilien.

Öffnungszeiten

Ämter und Banken in Jordanien sind Freitag und Samstag geschlossen, viele Privatunternehmen nur Freitrag, einige christliche Geschäfte auch Sonntag. Manche Geschäfte haben freitagnachmittags geöffnet, Supermärkte (Safeway, Cosmo)rund um die Uhr.

Baden & Strände

Sonne satt, glasklares Wasser und traumhafte Korallenriffe - Jordanien ist wie geschaffen für einen Bade- und Tauchurlaub. Mangels langer Küsten und aufgrund der konservativen Mentalität der Bevölkerung sind ungestörte öffentliche Plätze zum Schwimmen und Sonnenbaden aber rar. Für ein paar Dinar extra findet man leicht Alternativen. Am Toten Meer kosten Privatstrände mit Pool, Dusche und Umkleide 10-15 JD/Tag. Hotelstrände sind wesentlich teurer, doch der Eintritt enthält meist einen Essens- oder Getränkevoucher. In Aqaba bieten Tauchclubs und kleinere Hotels schon ab 8 JD/Tag Zugang zu Pools/Privatstränden, teils inkl. Liege, Sonnenschirm und Handtuch. In großen Hotelanlagen im Zentrum und in Tala Bay kosten Pool- und Strandnutzung ab 30 JD/Tag inkl. Lunch/Getränk.

Fotografieren

Außer militärischen Anlagen und Palästen der Königsfamilie darf alles fotografiert werden. Menschen müssen Sie vorher um Erlaubnis fragen.

SpeisenGetränke

aurak einab Weinblätter, gefüllt mit Reis und/oder Hackfleisch und Gewürzen
baba ghanush Püree aus gegrillten Auberginen
baklawa mehrere Lagen Teigs, mit gehackten Nüssen und Honigsirup
falafel frittierte Gemüsebällchen in Fladenbrot mit Salat
ferach meschwi gegrilltes halbes Huhn
ful große braune Bohnen mit Knoblauch, Öl und Zitronensaft
hummus Kichererbsenbrei mit Sesamöl und Zitronensaft
kibda kleine Stücke gegrillter Hühnerleber
knafeh Lieblingsnachtisch! Mozzarellaähnlicher, feiner Weißkäse mit sehr dünnen Fadennudeln überbacken und mit Zuckerwasser gesüsst. Bitten Sie um eine Portion ohne Zuckerwasser
kofta Hackfleischbällchen
kubba (kibbe) Frikadellen aus Burgul (gekochter, getrockneter Weizen) mit Pinienkernfüllung
kusa mahshi mit Reis gefüllte Zucchini
ma'amul trockenes Gebäck mit Nüssen oder Datteln
mohallabiya Milchpudding mit Rosen- oder Orangenblütenwasser
mutabbal Auberginenpüree mit Sesamöl und Joghurtcreme
sambusak kleine Blätterteigpasteten, mit Hackfleisch, Käse oder Spinat gefüllt
shawarma Hammelfleischgyros, der arabische Döner
shish kebab Hackfleischspieße vom Grill
shish taouk gegrillte Hähnchenstücke auf einem Spieß
shorbat 'adas Pürierte gelbe Linsensuppe mit Kreuzkümmelaroma, serviert mit Croûtons und Zitrone
tabuleh Weizenschrotsalat mit Zwiebeln, Tomaten und viel Petersilie
assir burtuqal frisch gepresster Orangensaft
assir lamun frischer Limonensaft
qahwa masbut türkischer Kaffee
shay Tee mit viel Zucker und auf Wunsch mit frischer Minze (shay bil na'ana'a)
Stichworte

Beduinen

Stolze Menschen, die die Freiheit lieben und mit ihren Kamelen die Sandmeere der Wüste durchqueren: Die Kultur der Beduinen (eigentlich Bedu) ist in Jordanien omnipräsent. Dabei waren die Vorfahren von König Abdallah II. gar keine Bedu, sondern sesshafte Kaufleute in Mekka. Die hohe Wertschätzung der beduinischen Lebensweise in Jordanien beruht darauf, dass die Bedu treu zur Herrscherdynastie der Haschemiten stehen. Fast alle Bedu in Jordanien sind heute sesshaft, viele arbeiten im Tourismus. Wer aus erster Hand erfahren möchte, wie die Bedu den Spagat zwischen Tradition und Moderne erleben, kann das anrührende Buch "Im Herzen Beduinin" von Marguerite van Geldermalsen lesen. Die Neuseeländerin heiratete 1978 einen Beduinen aus Petra und lebte die ersten zehn Jahre mit ihm in einer Höhlenwohnung in der Felsenstadt.

Gender

Auch wenn die meisten Frauen ein Kopftuch tragen: In Jordanien gibt es keine offizielle Geschlechtertrennung und keinen Schleierzwang. Und beim Thema Bildung sind die Jordanierinnen in der arabischen Welt Spitze. Der Alltag von Frauen und Mädchen ist allerdings durch patriarchale Gesetze und Denkweisen geprägt. Die meisten jordanischen Eltern wünschen sich immer noch lieber Söhne als Töchter, damit der Familienname bestehen bleibt. Die Familienplanung gilt deshalb in den meisten Fällen erst dann als abgeschlossen, wenn die Frau mindestens zwei Söhne geboren hat. Das Personenstandsrecht ist in Jordanien von der Religion abhängig. Das islamische Recht (Scharia) kann zwar auch fortschrittlich ausgelegt werden, doch die in Jordanien übliche konservative Interpretation benachteiligt Frauen. Jordanierinnen stehen beim Erbrecht und beim Sorgerecht für die Kinder schlechter da, sie können sich nur unter erschwerten Bedingungen scheiden lassen, und sie müssen bis zu drei Nebenfrauen akzeptieren. In der Politik spielen Frauen eine geringe Rolle. Seit 2003 stehen ihnen dank einer Quote insgesamt 5 Prozent der Sitze im nationalen Parlament zu. Bei Kommunalwahlen beträgt die Frauenquote 20 Prozent.

Kaffee

Kaffee, auf arabisch "qahwa", ist in Jordanien nicht nur bloßes Getränk, sondern eine Lebenseinstellung. Die Beduinen zelebrieren das Rösten und Kochen des grünen Kaffees als feierliches Ritual, mit dem man die Wertschätzung des Gastes ausdrückt. Das bittere, aromatische heiße Getränk wird in winzigen Schlucken genippt - höchstens dreimal hintereinander. Das vierte Schälchen sollten Sie ablehnen! Die meisten Jordanier denken beim Kaffee jedoch gar nicht an beduinische Zeremonien, sondern an einen schwarzen Mokka. Ob nach dem Aufwachen, zur Begrüßung oder nach einem guten Essen - immer wird ein Tässchen serviert, je nach Geschmack sada (ohne Zucker), chafiif (mit wenig Zucker) oder masbuut (mittelsüß). Der Mokka schmeckt in Jordanien anders, weil das Kaffeepulver (Bunn) im Stieltopf (Ibrik) bis zu sieben Mal aufgekocht wird und weil der Kaffee einige Minuten ruht, ehe man ihn trinkt. So landet der Kaffeesatz nicht auf der Zunge. Oft wird der Mokka mit Kardamom (Heel) oder Zimt ('Irfe) aromatisiert.

Königsfamilie

Die jordanische Königsfamilie (www.kingAbdallah.jo) führt ihre Abstammung auf den Propheten Mohammed zurück und verwaltete über Jahrhunderte die heiligen Stätten in Mekka und Medina. Daher zählt sie zu den edelsten in der arabisch-islamischen Welt. Im Westen ist die eingeheiratete Königin Rania (www.queenrania.jo) fast bekannter als ihr Ehemann Abdallah II. Fotos der eleganten Frau, die sich mit Vorliebe von italienischen Designern einkleiden lässt, füllen so manche Seite der Gesellschaftsmagazine. Die Computerspezialistin, die in Kuwait geboren wurde, heiratete Abdallah II. im Jahr 1993. Sie fördert nicht nur soziale Projekte und Frauenrechte in Jordanien, sondern sitzt auch im Vorstand des Weltwirtschaftsforums von Davos. Das Paar hat vier Kinder.

Während das Königspaar im Westen beliebt ist, weil es so modern wirkt, hat es im eigenen Land noch nicht die Popularität erreichen können, die König Hussein und Königin Noor, die letzte und beliebte Frau König Husseins, besaßen. Zwar hat sich Abdallah II. zu Beginn seiner Regentschaft inkognito unter das Volk gemischt, um die Arbeit von Behörden oder Krankenhäusern zu erleben. Dennoch vermissen viele Jordanier bei ihm die Bodenhaftung, die seinen Vater auszeichnete.

Motorrad

Viele Jahre hatten ausländische Motorradfahrer die zahlreichen schönen Panoramastraßen des Landes fast für sich allein: Nur Touristen, die Polizei und seine Majestät König Abdallah II. höchstpersönlich durften in Jordanien Motorrad fahren. In Zukunft sollen auch die jordanischen Normalbürger im eigenen Land auf die Tube drücken dürfen. In Naur, auf halber Strecke zwischen Amman und dem Toten Meer, hat der 2008 gegründete königliche Motorradclub ein modernes Trainingszentrum für angehende Biker eröffnet. Der Club bietet Ausbildungskurse an und soll zumindest vorerst auch die Erteilung der Führerscheine regeln. Außerdem versteht sich der Club als Ansprechpartner und Infobörse für Touristen, die mit dem eigenen Motorbike nach Jordanien reisen wollen. Auf der Webseite findet man zudem Hinweise auf aktuelle Motorrad-Events im Land. Royal Motorcycle Club | www.rmcj.jo

Nabatäer

Die Nabatäer waren ein geheimnisvoller Beduinenstamm, dessen Herrschaftsgebiet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht von Damaskus bis zum Sinai erstreckte. Sie ließen sich im 6. Jh. v. Chr. im Königreich Edom, dem heutigen Südjordanien, nieder und beherrschten über Jahrhunderte die Handelsrouten der alten arabischen Welt. Während der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus sollen die Nabatäer in einem Jahr 10000 Kamelladungen (oder 1,5 t) Weihrauch nach Rom transportiert haben. Die friedfertige, egalitäre Gesellschaft behauptete jahrhundertelang ihre Stellung zwischen den Großmächten der Region. Die Stadt Petra war einer der besonders kosmopolitischen Orte der damaligen Welt, hier mischten sich griechische, ägyptische und semitische Kunsteinflüsse. Petra genoss großes Ansehen wegen ihrer Architektur und des raffinierten Kanalsystems zur Wasserversorgung. 106 n. Chr. wurde das Territorium der Nabatäer dem römischen Reich einverleibt, Petra wurde zur Hauptstadt der römischen Provinz Arabica. Die Karawanenrouten verlagerten sich nach Palmyra (im heutigen Syrien), und der Niedergang der Nabatäer begann. Mehrere Erdbeben (365 und 746 n. Chr.) ließen die Menschen aus Petra fliehen. In Vergessenheit geraten, wurde die Felsenstadt erst 1812 vom Schweizer Jean Louis Burckhardt wiederentdeckt.

Politik

Der westliche Stil und die Reformversprechen König Abdallahs II. lassen leicht den Eindruck entstehen, Jordanien sei auf dem Weg der politischen Demokratisierung. Doch der König hat eine einzigartige Machtfülle - er ist de facto der Herr von Exekutive und Legislative. Ungerechte Wahlkreiszuschnitte sorgen dafür, dass loyale Stammesvertreter das Parlament beherrschen. Die Mitglieder der zweiten Kammer, des Senats, wählt der König selbst aus. Er ist Oberbefehlshaber der Armee und ernennt die Richter. Die Medien sind größtenteils in staatlicher Hand. Pressefreiheit gibt es nicht. Parteien sind zwar seit 1992 zugelassen, werden aber streng vom Staat kontrolliert. Frauen spielen in der Politik kaum eine Rolle. Allerdings gibt es gesetzlich fixierte Frauenquoten im Parlament (5 Prozent) und in den Gemeinderäten (20 Prozent). 2007 wurde erstmals eine Frau ohne Quote zur Bürgermeisterin gewählt.

Religion

97 Prozent der jordanischen Bevölkerung sind sunnitische Muslime. Schiiten finden sich nur unter den Irakern, die jedoch keine jordanische Staatsbürgerschaft haben. Etwa 2 Prozent der Bevölkerung sind Christen. Dank ihrer Loyalität gegenüber der Monarchie und der religiösen Toleranz des Königshauses erfreuen sie sich einer herausgehobenen Stellung in Wirtschaft und Politik.

Anders als in anderen Ländern der Region hat es in Jordanien niemals jüdische Gemeinden gegeben. Die haschemitische Königsfamilie führt ihren Stammbaum auf den Propheten Mohammed zurück, dem die heilige Schrift, der Koran, offenbart wurde. In den jordanischen Gesetzen spielt der Islam aber so gut wie keine Rolle. Eine Ausnahme bildet das Personen- und Familienstandsgesetz, das in Jordanien wie in allen arabischen Ländern religiös geprägt ist.

Shisha und Cool Jazz

Wenn Omar Abdallat treuherzig "Hashemi, Hashemi" trällert, wundert sich in Jordanien niemand - Loblieder auf den König und das Militär werden von einheimischen Künstlern erwartet. Wer Romantik möchte, gibt deshalb Schlagerstars aus arabischen Nachbarländern den Vorzug: Ilham Al-Madfai und Kazim As-Saher aus dem Irak, Abdallah Ruweished aus Kuwait, Amr Diab aus Ägypten oder Asala aus Syrien sind Favoriten. Ansonsten gibt es in Jordanien auch eine kleine "alternative" Musikszene, deren Vertreter sich an globalen Trends orientieren. In den angesagten Clubs von Amman raucht man Shisha und hört Cool Jazz: Der Fusiongitarrist Kamal Musallam, der mittlerweile in Dubai lebt, hat ein halbes Dutzend CDs veröffentlicht und arbeitet unter anderem mit Billy Cobham zusammen. Die Jazz-Coverband "Sign of Thyme" und die Rockgruppe "Jadal" treten regelmäßig in Clubs und bei Festivals auf. Die Sängerinnen Macadi Nahas und Shireen Abu Khader (Dozan-Ensemble) präsentieren traditionelle arabische Folkore in anspruchsvoller Form. Der Rockmusiker Yazan Rousan setzt mit seinen lakonisch vorgetragenen Balladen ganz eigene Akzente. Wenn Sie Musik mit nach Hause nehmen möchten: Arabische Original-CDs in guter Qualität finden Sie in Amman im Virgin Store (City Mall) oder im Books@Café, natürlich auch im Internet (Labels "OrangeRed" und "Inkognito").

Wasser

Jordanien gehört zu den zehn wasserärmsten Ländern der Welt. 90 Prozent des Landes sind Wüste. Zwar ist der tägliche Wasserverbrauch mit durchschnittlich 83 l pro Kopf einer der niedrigsten der Region - in Israel beispielsweise liegt er bei 275 l pro Kopf -, doch wegen des raschen Bevölkerungswachstums wird Jordanien im Jahr 2020 ein gigantisches Wasserdefizit haben. Schon heute werden die Wassertanks auf den Häusern nur einmal wöchentlich gefüllt. Im Sommer herrscht regelmäßig Wassermangel. Die Regierung investiert zwar seit Jahren in den Wassersektor: Staudämme werden gebaut, die Regenwasser auffangen, und das Wasser- und Abwassermanagement wird verbessert. Doch noch immer begünstigt die Preispolitik die Landwirtschaft, die einen Löwenanteil des Wassers verbraucht, aber nur 3,5 Prozent zum Bruttosozialprodukt beiträgt. Das Abpumpen nicht erneuerbarer Wasserreservoire führt zu Versalzung und anderen Umweltschäden.

Wasta

Wasta ist die nahöstliche Variante des "Vitamin B". Dabei werden meist Beziehungen zu Verwandten oder Bekannten genutzt, um eine Stellung im öffentlichen Dienst oder einen Studienplatz zu bekommen, ein Problem mit den Behörden zu regeln oder einen Geschäftsauftrag zu erhalten. Diese Praxis ist aus dem traditionell geprägten Wertesystem hervorgegangen: Die Loyalität gegenüber dem Stamm oder der Großfamilie ist größer als die gegenüber Staat und Nation. Dieses System verhindert jedoch sozialen Aufstieg: Oft entscheidet nicht die Leistung, sondern der Einfluss der Familie darüber, wer einen Arbeitsplatz bekommt. Das frustriert viele gut qualifizierte junge Leute, die so an den Golf oder in den Westen auswandern. Auch der Zugang zu wichtigen politischen Ämtern ist auf eine begrenzte Zahl von Familien beschränkt. Abdallah II. hat dieses Muster teilweise aufgebrochen und im Wirtschafts- und IT-Bereich junge Fachleute aufgrund ihrer Leistung an seine Seite geholt. Dennoch bildet wasta weiterhin ein Fundament der jordanischen Gesellschaft.

Bloss nicht!

Minirock oder Shorts tragen

Jordanier sind sehr höflich und werden Sie nicht anpöbeln, weil Sie aufreizende Kleidung tragen. Wenn Sie aber weniger als Exot auffallen und mit der Bevölkerung in Kontakt kommen wollen, empfiehlt sich dezente Kleidung: lange Hosen für Männer und Röcke oder Hosen, die das Knie bedecken, für Frauen. Sie werden auch bei größter Hitze keinen Jordanier sehen, der Shorts trägt. Ausnahmen finden sich bei der Jugend der Upperclass in Amman. Anders ist es an Touristenorten wie den Stränden von Aqaba, dem Wadi Rum oder bei Wandertouren: Hier können Sie kurze Hosen tragen. Für den Besuch einer Moschee sollten Frauen immer ein Kopftuch einpacken.

Korallen und Fische anfassen

Nicht nur wegen des Artenschutzes sollten Sie beim Tauchen und Schnorcheln nichts anfassen. Es gibt in der Unterwasserwelt des Roten Meers Fische und Korallen, die höchst giftig sind. Auch die Stacheln der Seeigel brechen leicht ab und bleiben unter der Haut sitzen. Das Abbrechen von Korallen ist strafbar. Hände weg, nur anschauen!

Zum Atheismus bekennen

Nutzen Sie die Gelegenheit für interessante Diskussionen über Religion und Islam. Vermeiden Sie es jedoch, sich als Atheist zu präsentieren. Sie werden nur verständnisloses Staunen hervorrufen, und ein Gespräch wird möglicherweise beendet werden. Denn in der arabischen Welt gibt es - wenn überhaupt - nur einzelne Intellektuelle, die sich zur Gottlosigkeit bekennen. Atheismus ist verpönt und gesellschaftlich nicht akzeptabel. Juden und Christen werden dagegegen als "Leute des Buches" (Thora, Bibel) anerkannt und respektiert.

Hitze und Kälte unterschätzen

Die Temperaturunterschiede in Jordanien sind extrem. Wenn Sie im Sommer im Wadi Rum oder in Aqaba unterwegs sind, müssen Sie immer Wasserflaschen und einen Hut dabeihaben. Die Temperaturen steigen hier auf über 40 Grad. In Amman, das fast 1000 m hoch liegt, brauchen Sie dagegen auch in Sommernächten oft einen leichten Pullover. Kommen Sie im Winter nach Jordanien, ziehen Sie sich warm an. Nicht nur in Amman und im Norden des Landes liegt regelmäßig Schnee - wenn auch nur für kurze Zeit. Eine Nacht in der Wüste kann schon Ende Oktober eiskalt sein. Packen Sie unbedingt eine Daunenjacke und warme Unterwäsche ein.

Die Ausweispapiere vergessen

Tragen Sie immer Ihre Ausweispapiere mit sich, das gilt vor allem für Ausflüge an das Tote Meer, ins Jordantal, nach Aqaba usw. Ohne Papiere wird man an den zahllosen Checkpoints abgewiesen und zurückgeschickt.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Es gibt ein Inlandsflugnetz, Überlandbusse, Taxis und Mietwagen. Das Straßennetz ist gut ausgebaut. Die Zahl von Verkehrsunfällen und Verkehrstoten in Jordanien nimmt zu - auch Ausländer sind davon mehr und mehr betroffen. Straßen außerhalb der großen Städte sind teilweise schlecht oder gar nicht beleuchtet. Schwer erkennbare Hindernisse wie Tiere auf der Fahrbahn, Schlaglöcher, abgestellte Fahrzeuge und plötzliche Wendemanöver von unbeleuchteten LKW bergen Gefahren.
Alkohol am Steuer ist strikt verboten, es gilt die Null-Promille-Grenze. Auch bei unverschuldeten Verkehrsunfällen mit Personenschaden kann es zur Festnahme der Unfallbeteiligten durch die Polizei kommen.

Im Jordantal, den Gouvernements Blaqa und Irbid, sowie im syrischen Grenzgebiet, Gouvernements Irbid und Mafraq, gibt es vereinzelt noch Landminen von vergangenen kriegerischen Auseinandersetzungen, die normalerweise abgesperrt und gekennzeichnet sind.

  • Lassen Sie auf Reisen mit Ihrem eigenen Fahrzeug oder einem Mietwagen besondere Vorsicht walten.
  • Unternehmen Sie Fahrten in die Wüste nur in Gruppen von mehreren Geländefahrzeugen und achten Sie dabei auf einen ausreichenden Vorrat an Wasser, Nahrungsmitteln, Treibstoff und Ersatzteilen.
  • Von Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten.
  • Verlassen Sie Hauptstraßen im Jordantal im Zweifel nicht bzw. beachten Sie Warnschilder für Landminen.

In vielen Fällen wird der deutsche Führerschein (im -Format) als ausreichend anerkannt. Es ist jedoch empfehlenswert, einen internationalen Führerschein mitzuführen, der nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig ist.

Obwohl die jordanischen Gesetze sexuelle Handlungen zwischen Personen gleichen Geschlechts nicht verbieten, wird Homosexualität sozial nicht toleriert. Jordanien erkennt keine gleichgeschlechtlichen Ehen an.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen (bis lebenslänglich) geahndet. Die Haftbedingungen sind härter als in Deutschland. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe, die auch weiterhin vollstreckt wird.

Es besteht strenges Fotografierverbot von militärischen Anlagen und Einrichtungen. Ebenfalls ist Majestätsbeleidigung unter Strafe gestellt.

Bei der Verwicklung in Gerichtsverfahren in Jordanien muss damit gerechnet werden, dass die jordanischen Behörden die Reisedokumente bis zum Abschluss des Verfahrens einbehalten oder dass eine Ausreisesperre für die Dauer des Verfahrens verhängt wird.

Landeswährung ist der Jordanische Dinar (JOD). Bargeldabhebung an gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- und Bankkarten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind in den von Touristen besuchten Orten in der Regel möglich. Der Umtausch von Bargeld in Euro oder US-Dollar ist bei vielen Wechselstuben und Banken möglich.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Atemwegserkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebietes müssen alle Personen ab einem Alter von 1 Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Bei Einreise aus einem Poliogebiet müssen alle Reisenden den Nachweis einer Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) innnerhalb der letzten 12 Monate bis 4 Wochen vor Abreise aus dem Poliogebiet erbringen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Die Inzidenz von HIV-Infektionen in Jordanien ist sehr gering. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht jedoch ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Diese Infektionskrankheit löst seit 2012 vorrangig in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen aus. Ursache ist ein Coronavirus (MERS-CoV), dessen Biologie nicht abschließend geklärt ist. Kamele scheinen an der Übertragung auf den Menschen beteiligt zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken, siehe Merkblatt MERS-Coronavirus.

  • Vermeiden Sie zur Krankheitsprävention unnötigen Kontakt mit Kamelen.

Insbesondere einige durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (Leishmaniose, Phlebotomus Fieber). Beachten Sie einen adäquaten Insektenschutz (Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung). Durch nicht pasteurisierte Milchprodukte kann Brucellose übertragen werden.

Das Versorgungsniveau ist in Amman sehr gut. Hier sind besonders die beiden großen Privatkrankenhäuser der Maximalversorgung, das Al-Khalidi Medical Center und das Arab Medical Center, zu nennen. Außerhalb der Hauptstadt ist mit starken Einschränkungen zu rechnen, v.a. auch hinsichtlich des Rettungsdienstes bei Unfällen.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Tue, 02 Jun 2020 08:30:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Tue, 02 Jun 2020 08:39:24 +0100)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
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Letzte Änderungen:
Aktuelles

Aktuelles

Die Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 führt auch in Jordanien zu verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen und Einreisesperren.

Die jordanische Regierung hat eine Einreisesperre für Reisende u.a. aus Deutschland mit Wirkung seit 16. März 2020 beschlossen.

Seit 17. März 2020 ist der Flugverkehr aus und nach Jordanien bis auf weiteres eingestellt. Die jordanische Regierung hat zudem umfassende Maßnahmen verkündet, um eine rasche Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Seit dem 21. März 2020 gilt eine Ausgangssperre, von 8 Uhr bis 19 Uhr können Besorgungen getätigt werden können. Es gelten dabei strikte Auflagen: Pflicht zum Tragen von Mundschutz und Handschuhen beim Betreten von Geschäften, Firmen, Ministerien, Institutionen sowie öffentlichen Gebäuden, nur Personen im Alter zwischen 16 und 60 Jahren ist der Einkauf in Geschäften erlaubt.

Zur Beschränkung der privaten PKW-Nutzung dürfen im täglichen Wechsel nur PKWs mit ungerader bzw. gerader Endziffer des Autokennzeichens fahren. Die Anzahl der Personen pro Fahrzeug ist auf maximal zwei beschränkt. Fahrten sind nur innerhalb des jeweiligen Gouvernorats erlaubt. Für Inhaber von Genehmigungen gelten abweichende Sonderregelungen.

  • Halten Sie sich an die Bestimmungen. Zuwiderhandlungen werden u.a. mit Bußgeldern oder auch Haftstrafen belegt.
  • Halten Sie sich, aufgrund der dynamischen Entwicklung zu tagesaktuellen Informationen und Beschlüssen der jordanischen Regierung, unbedingt über die Sozialen Medien auf dem Laufenden.
  • Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 /Coronavirus, insbesondere die derzeit geltende Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen.

Sicherheit

Von Reisen in das syrisch-jordanische Grenzgebiet und in den Nordosten des Landes in der Grenzregion zum Irak wird dringend abgeraten.

Terrorismus

In Jordanien besteht insbesondere aufgrund der Lage in Syrien und im Irak landesweit die Gefahr von Terroranschlägen, auch an Orten, die von Ausländern besucht werden. Die jordanischen Behörden haben daher ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

Innenpolitische Lage

Von Reisen in das syrisch-jordanische Grenzgebiet sowie in den Nordosten des Landes in der Grenzregion zum Irak wird aufgrund wiederholter Zwischenfälle an den Grenzen zu Syrien und Irak dringend abgeraten. Sowohl das syrisch-jordanische als auch das irakisch-jordanische Grenzgebiet sind militärisches Sperrgebiet, in dem besondere Bestimmungen gelten.
Auch aufgrund der geographischen Nähe zu den Nachbarstaaten Syrien und Irak und dem hohen Aufkommen an Flüchtlingen in der Region mit vereinzelten Auseinandersetzungen sollte die weitere Entwicklung vor Ort stets aufmerksam verfolgt werden.

In Jordanien kommt es sowohl in Amman als auch in anderen Städten und Ortschaften des Landes vor allem an den Wochenenden nach dem Freitagsgebet des Öfteren zu Demonstrationen und Protestaktionen, in denen verschiedene Bevölkerungsgruppen ihre wirtschaftlichen, sozialen und politischen Forderungen artikulieren. In der Folge kann es zu Verkehrsbeeinträchtigungen und auch vereinzelten gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate in Jordanien ist niedrig. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle, aber auch Fahrzeugraub in Amman, Einbrüche in Fahrzeuge insbesondere im Bereich Totes Meer/Wadi Mujib und vereinzelte Sexualdelikte kommen insbesondere an von Touristen stark frequentieren Orten vor.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf
  • Lassen Sie keine Wertsachen oder Dokumente in unbeaufsichtigt abgestellten Fahrzeugen zurück. Weichen Sie dort bestenfalls auf beaufsichtigte Parkplätze aus.
  • Seien Sie als allein reisende Frau besonders vorsichtig und lassen Sie sich nach Möglichkeit durch vertrauenswürdige Personen begleiten.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

In den östlichen und südlichen Landesteilen herrscht Wüstenklima, im Bergland am Rand des Jordangrabens ist es mediterran, an der Rotmeerküste subtropisch.

In den Herbst- und Wintermonaten kann es insbesondere nach Dürreperioden nach Niederschlägen zu plötzlich auftretenden Überschwemmungen und Sturzfluten kommen.

Der gesamte Westen Jordaniens liegt in einer seismisch aktiven Zone, so dass es zu Erdbeben kommen kann.

  • Verfolgen Sie regelmäßig Wetterberichte.
  • Informieren Sie sich vor Wanderungen in Bergen/Flusstälern (Wadi) bei Tourenführern, Reiseveranstaltern oder lokalen Behörden über die Gefahrensituation.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Es gibt ein Inlandsflugnetz, Überlandbusse, Taxis und Mietwagen. Das Straßennetz ist gut ausgebaut. Die Zahl von Verkehrsunfällen und Verkehrstoten in Jordanien nimmt zu – auch Ausländer sind davon mehr und mehr betroffen. Straßen außerhalb der großen Städte sind teilweise schlecht oder gar nicht beleuchtet. Schwer erkennbare Hindernisse wie Tiere auf der Fahrbahn, Schlaglöcher, abgestellte Fahrzeuge und plötzliche Wendemanöver von unbeleuchteten LKW bergen Gefahren.
Alkohol am Steuer ist strikt verboten, es gilt die Null-Promille-Grenze. Auch bei unverschuldeten Verkehrsunfällen mit Personenschaden kann es zur Festnahme der Unfallbeteiligten durch die Polizei kommen.

Im Jordantal, den Gouvernements Blaqa und Irbid, sowie im syrischen Grenzgebiet, Gouvernements Irbid und Mafraq, gibt es vereinzelt noch Landminen von vergangenen kriegerischen Auseinandersetzungen, die normalerweise abgesperrt und gekennzeichnet sind.

  • Lassen Sie auf Reisen mit Ihrem eigenen Fahrzeug oder einem Mietwagen besondere Vorsicht walten.
  • Unternehmen Sie Fahrten in die Wüste nur in Gruppen von mehreren Geländefahrzeugen und achten Sie dabei auf einen ausreichenden Vorrat an Wasser, Nahrungsmitteln, Treibstoff und Ersatzteilen.
  • Von Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten.
  • Verlassen Sie Hauptstraßen im Jordantal im Zweifel nicht bzw. beachten Sie Warnschilder für Landminen.

Führerschein

In vielen Fällen wird der deutsche Führerschein (im EU-Format) als ausreichend anerkannt. Es ist jedoch empfehlenswert, einen internationalen Führerschein mitzuführen, der nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig ist.

LGBTIQ

Obwohl die jordanischen Gesetze sexuelle Handlungen zwischen Personen gleichen Geschlechts nicht verbieten, wird Homosexualität sozial nicht toleriert. Jordanien erkennt keine gleichgeschlechtlichen Ehen an.

Rechtliche Besonderheiten

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen (bis lebenslänglich) geahndet. Die Haftbedingungen sind härter als in Deutschland. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe, die auch weiterhin vollstreckt wird.

Es besteht strenges Fotografierverbot von militärischen Anlagen und Einrichtungen. Ebenfalls ist Majestätsbeleidigung unter Strafe gestellt.

Bei der Verwicklung in Gerichtsverfahren in Jordanien muss damit gerechnet werden, dass die jordanischen Behörden die Reisedokumente bis zum Abschluss des Verfahrens einbehalten oder dass eine Ausreisesperre für die Dauer des Verfahrens verhängt wird.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Jordanische Dinar (JOD). Bargeldabhebung an gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- und Bankkarten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind in den von Touristen besuchten Orten in der Regel möglich. Der Umtausch von Bargeld in Euro oder US-Dollar ist bei vielen Wechselstuben und Banken möglich.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:

 Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum.

Visum vor der Einreise

Ein Visum kann vor der Einreise bei den zuständigen Auslandsvertretungen beantragt werden. Visa für eine mehrfache Einreise nach Jordanien stellen ausschließlich die jordanischen Auslandsvertretungen wie die Botschaft des Königreichs Jordanien in Berlin aus.

Visum bei Einreise („on arrival")

Das Visum kann bei Einreise an den Flughäfen Queen Alia International und Aqaba auch „on arrival" beantragt werden. Die Visumgebühr in Höhe von derzeit 40 JOD muss an den Flughäfen sofort in jordanischen Dinar bezahlt werden (Wechselstuben/Geldautomat vorhanden).

Einreise von Israel

Das Visum kann bei Einreise über die Grenzübergänge Aqaba/Yitzhak Rabin (Nähe Eilat) und Sheikh-Hussein-Brücke (nördliche Grenze) beantragt werden. Reiseveranstalter bieten Ausflüge unter Vermittlung der Grenzabfertigung (gegen Gebühren) an, so dass keine vorherige Visumerteilung, aber die vorherige Übermittlung von Passkopien erforderlich ist.

Beachten Sie, dass bei Einreise über die King-Hussein-Brücke aus der Westbank (Palästinensische Gebiete) kommend keine Visa ausgestellt werden. Bei einer erstmaligen Einreise nach Jordanien über die King-Hussein-Brücke muss daher in jedem Fall vorher ein Visum bei der jordanischen Auslandsvertretung beantragt werden.

Wenn Sie eine Reise von Israel nach Jordanien auf dem Landweg planen, wird im Zweifelsfall empfohlen, vor Reiseantritt Kontakt mit der jordanischen Botschaft in Berlin oder in Tel Aviv aufzunehmen.

Längerfristiger Aufenthalt

Wenn Sie beabsichtigen, länger als vier Wochen in Jordanien zu bleiben, müssen Sie bei der Polizeistation, die für Ihren Aufenthaltsort zuständig ist, noch vor Ablauf der ersten vier Wochen Ihres Aufenthalts vorsprechen, um eine Verlängerung zu beantragen. Hierfür müssen Sie anhand des Einreisestempels in Ihrem Pass den Grenzübertritt bzw. die Einreise nachweisen. Bei Einreise über die King-Hussein-Brücke ist darauf zu achten, dass dieser Stempel in den Pass und nicht auf einen separaten Einlegezettel gestempelt wird. Ggf. kann dies beim zuständigen Residence Department in Amman, allerdings sehr zeitaufwändig, nachgeholt werden. Eine Verlängerung durch die Polizeistation bis zu sechs Monaten ab Einreisedatum ist möglich. In diesem Fall wird eine ärztliche Untersuchung verlangt.

Einreisekontrolle

Deutsche, die in der Region geboren wurden (aber nicht in Jordanien), insbesondere bei irakischer, syrischer oder palästinensischer Abstammung, müssen damit rechnen, bei der Einreise zurückgewiesen oder durch die jordanischen Sicherheitsbehörden befragt zu werden. In Einzelfällen können Reisende auch zu einem Gespräch am folgenden Tag geladen werden. Leisten Sie dieser Aufforderung unbedingt Folge, da ansonsten eine Ausreise verweigert wird. Betroffenen wird daher geraten, Visa nicht erst am Flughafen, sondern schon in Deutschland zu beschaffen.

Israelische Stempel oder Stempel der jordanischen Grenzübergangsstellen zu Israel im Pass können zur Zurückweisung bei der Weiterreise in arabische Nachbarstaaten (außer Ägypten) führen.

Minderjährige

Minderjährige (sowohl nach jordanischem als auch nach deutschem Recht bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres), die nicht in Begleitung eines Sorgeberechtigten reisen, müssen eine durch den/die Sorgeberechtigten unterschriebene schriftliche Bestätigung in englischer und deutscher Sprache mit sich führen, aus der die Erlaubnis des/der Sorgeberechtigten zur Durchführung dieser Reise hervorgeht. Diese Bestätigung muss die vollständigen Ein- und Ausreisedaten, Name/-n der Sorgeberechtigten, Namen des Kindes und der Begleitpersonen beinhalten. Ferner muss der Bestätigung eine Kopie des Reisepasses der sorgeberechtigten Person/-en beiliegen.

Für Minderjährige, die mit dem jordanischen Vater in Jordanien eingereist sind oder deren jordanischer Vater sich in Jordanien aufhält, gilt: Falls sie bei der Ausreise nicht vom Vater begleitet werden, muss dieser schriftlich zustimmen, dass die Minderjährigen Jordanien verlassen dürfen. Die Erklärung muss von den örtlich zuständigen Behörden beglaubigt werden. Der Botschaft sind Fälle bekannt, in denen sich der jordanische Vater anlässlich eines gemeinsamen Urlaubsaufenthalts der Familie in Jordanien unerwartet dazu entschied, auf Dauer in Jordanien zu bleiben. In diesem Fall ist eine Rückreise des Kindes ohne Einverständnis des Vaters nicht mehr möglich. Wenn das Kind einen jordanischen Familiennamen in einem deutschen Ausweisdokument führt, vermuten die jordanischen Behörden, dass das Kind auch die jordanische Staatsangehörigkeit besitzt. Bereits aus diesem Grund kann die Ausreise von dem schriftlichen Einverständnis des Vaters abhängig gemacht werden.

Einfuhrbestimmungen

Sie dürfen Bargeld bis zu einem Gegenwert von 15.000 JOD ins Land bringen. Darüber hinausgehende Beträge müssen Sie dem jordanischen Zoll anzeigen. Reisebedarf inklusive Laptop und Kamera dürfen Sie zollfrei ein-, müssen ihn aber wieder ausführen. Sie dürfen bis zu einem Liter Alkohol mit sich führen, zollfrei sind außerdem 200 Zigaretten und 200g Tabak. Die Einfuhr von Waffen, Funkgeräten, Rauschgift und pornografischen Schriften ist verboten. Ebenfalls verboten ist die Ausfuhr von Antiquitäten und Korallen.

Einreise mit einem Fahrzeug

Wenn Sie einen Pkw einführen, müssen Sie an der Grenze einen internationalen Führerschein, eine internationale Zulassung und ein Triptyk oder Carnet de Passages (Grenzübertrittsschein) vorlegen. Diese Dokumente sind gegen Gebühr bei den deutschen Automobilclubs erhältlich. Die europäische Haftpflichtversicherung gilt in Jordanien nicht. An der Grenze ist daher eine temporäre Haftpflichtversicherung abzuschließen, die etwa 22 JOD oder mehr kostet. Nach drei Monaten ist ein eingeführtes Fahrzeug zu verzollen, wobei der Zoll über 100 % des von der Behörde geschätzten Wertes beträgt. Das Alter des Fahrzeugs unterliegt keinen Beschränkrungen und ist für den Zolltarif ohne Belang. Die dauerhafte Einfuhr von Diesel-Pkw ist für Privatpersonen ausgeschlossen. Die vorübergehende Einfuhr (bis zu drei Monate) von Dieselfahrzeugen ist schwierig und nur mit Genehmigung möglich. Diese wird gebührenpflichtig direkt an der Grenze ausgestellt.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Atemwegserkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebietes müssen alle Personen ab einem Alter von 1 Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Bei Einreise aus einem Poliogebiet müssen alle Reisenden den Nachweis einer Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) innnerhalb der letzten 12 Monate bis 4 Wochen vor Abreise aus dem Poliogebiet erbringen. 

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

HIV/AIDS

Die Inzidenz von HIV-Infektionen in Jordanien ist sehr gering. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht jedoch ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

MERS (Middle East Respiratory Syndrome)

Diese Infektionskrankheit löst seit 2012 vorrangig in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen aus. Ursache ist ein Coronavirus (MERS-CoV), dessen Biologie nicht abschließend geklärt ist. Kamele scheinen an der Übertragung auf den Menschen beteiligt zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken, siehe Merkblatt MERS-Coronavirus.

  • Vermeiden Sie zur Krankheitsprävention unnötigen Kontakt mit Kamelen.

Weitere Infektionskrankheiten

Insbesondere einige durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniose, Phlebotomus Fieber). Beachten Sie einen adäquaten Insektenschutz (z.B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung). Durch nicht pasteurisierte Milchprodukte kann Brucellose übertragen werden.

Luftverschmutzung

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau ist in Amman sehr gut. Hier sind besonders die beiden großen Privatkrankenhäuser der Maximalversorgung, das Al-Khalidi Medical Center und das Arab Medical Center, zu nennen. Außerhalb der Hauptstadt ist mit starken Einschränkungen zu rechnen, v.a. auch hinsichtlich des Rettungsdienstes bei Unfällen.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung in Amman ist gut, außerhalb Ammans entspricht sie je nach Gebiet nicht bzw. nur mit Einschränkungen westeuropäischem Standard.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Essen und Trinken

Das Leitungswasser ist stark gechlort. Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Cholera Nein -
Typhus & Polio Ja/2 -
Malaria Nein -
Essen & Trinken - -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und aus einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere in Jordanien.

[2] Die nachgewiesenen Poliofälle in Syrien spielen bei den zunehmenden Flüchtlingsströmen nach Jordanien eine wichtige Rolle. Reisende sollten daher unbedingt ihren Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) überprüfen.

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt. Touristen sind davon normalerweise nicht betroffen. Reisende, die im Besitz von Medikamenten gegen HIV sind, werden als HIV-Infizierte angesehen werden und müssen infolgedessen mit ihrer Ausweisung aus Jordanien rechnen. 

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 
 
Es kommt vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch das Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist  unklar. Enger Kontakt zu Kamelen und zu Fledermäusen sollte vermieden werden, da sie als Krankheitsüberträger vermutet werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. 

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Auch in Jordanien besteht die Gefahr einer HIV-Infektion. Die bekannten Risiken sollten vermieden werden.

Durch Sandmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Nein Ja
Deutschland Ja Ja/1 Ja
Österreich Ja Ja/1 Ja
Schweiz Ja Ja/1 Ja
Andere EU-Länder Ja Ja/1 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Achtung: Es besteht eine Einreisesperre für Reisende aus besonders betroffenen Ländern (u.a. Deutschland und die Schweiz).

Erforderlich u. a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder außer für Staatsangehörige der Türkei, die sich für touristische und geschäftliche Zwecke bis zu 3 Monate innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten in Jordanien visumfrei aufhalten dürfen.

Visum bei der Einreise
[1]
Für Staatsbürger u.a. der EU- und EFTA-Länder werden Visa auch bei der Einreise an den Flughäfen Queen Alia International und Aqaba ausgestellt (40 JD in bar für eine einmalige Einreise und mit einer Gültigkeit von 4 Wochen. Visa, die zur mehrmaligen Einreise berechtigen, werden am Flughafen nicht ausgestellt). Reisende, die über den Landweg einreisen, müssen vorab ein Visum beantragen. 
Nähere Auskünfte über die notwendigen Dokumente für ein Visum bei der Einreise erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Hinweis: Die jordanischen Botschaften empfehlen, ein Visum vor Antritt der Reise zu beantragen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Minderjährige dürfen nur in Begleitung von sorgeberechtigten Erwachsenen reisen. Minderjährige, die alleine reisen, benötigen eine durch den/die Sorgeberechtigten unterschriebene schriftliche Reiseerlaubnis in englischer und deutscher Sprache. Der Reiseerlaubnis muss die Kopie des Reisepasses der sorgeberechtigten Person/-en beiliegen.

 

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen werden ein Gesundheitszeugnis und ein Tollwutimpfzertifikat benötigt.
Vögel brauchen auch für den Transit ein Gesundheitszeugnis. Für die Einfuhr von Vögeln ist außerdem eine Genehmigung des jordanischen Landwirtschaftsministeriums nötig.

Bearbeitungsdauer

7-14 Tage. Express- oder Samedaybearbeitung nicht immer möglich.

Gültigkeit

1 Monat, Verlängerung vor Ort möglich.
Visum bei der Einreise: 4 Wochen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 6 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise mit Sitzplatzreservierung verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Für visumfreie Transitaufenthalte zwischen 6 und 24 Stunden muss der Flughafen verlassen werden. Der Reisepass wird einbehalten.

Visaarten und Kosten

Transit-, Touristen-, Mehrfach- und Geschäftsvisum.

Kosten

Deutschland
Visum: 76,77 € (einmalige Einreise, 2 Monate gültig); 97,50 € (zweimalige Einreise, 3 Monate gültig); 106,77 € (max. 30 Tage Aufenthalt, mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig, nur für Geschäftsreisen). 

Achtung: Das Touristenvisum ist seit September 2015 kostenlos, wenn die Touristen ihre Reise bei einem jordanischen Veranstalter buchen und mindestens zwei aufeinanderfolgende Nächte in Jordanien bleiben.

 

Visum bei der Einreise

Touristenvisum: 40 JD in bar (ca. 51 €) (einmalige Einreise, 4 Wochen gültig). 

Achtung: Touristen, die über den Landweg einreisen und mindestens drei aufeinanderfolgende Nächte in Jordanien verbringen, bezahlen seit September 2015 nur umgerechnet 13 € für das Touristenvisum. 

Antrag erforderlich

(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto in Farbe.
(c) Reisepass, der bei Antragstellung noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(e) Gebühr (per Überweisung mit Beleg).
(f) bei Geschäftsreisen zusätzlich Entsendungsschreiben der Firma mit Reiseanlass und -dauer, Bestätigung der Kostenübernahme sowie erwünschter Gültigkeitszeitraum (bis zu 6 Monaten) und Anzahl der Einreisen.

Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und ein Zahlungsnachweis beigelegt werden.

Unterlagen für ein Visum bei der Einreise
(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) Rück- oder Weiterreisetickets.
(c) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.
(d) Gebühr.

Geld

Geldwechsel

Geld kann in Banken und in Wechselstuben umgetauscht werden. Ausländische Währungen sollten wegen der ungünstigen Wechselkurse in Jordanien schon vor der Reise nach Jordanien in die jordanische Landeswährung gewechselt werden, zur Mitnahme eignen sich vor allem US-Dollar. Auch gehobene Hotels tauschen Geld um, allerdings ist dort der Umtausch am teuersten.

Währung

1 Jordanischer Dinar = 100 Piaster = 1000 Fils. Währungskürzel: JD, JOD (ISO-Code). 

Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5 und 1 JD. 

Münzen sind im Wert von ½ Dinar und ¼ Dinar, sowie 10 Piaster, 5, 2 1/2  und 1 Piaster im Umlauf. Der JD ist an den US-Dollar gekoppelt.

Wegen des hohen Wertverlustes des Rial sind statt Banknoten, die sogenannten Iran-Cheques, im Umlauf und werden als gängiges Zahlungsmittel verwendet. Sie werden ausschließlich von der Iranischen Zentralbank ausgegeben.

Devisenbestimmungen

Einfuhr der Landeswährung und von Devisen in bar bis zum Gegenwert von 15.000 JD gestattet, darüber hinaus besteht Deklarationspflicht.

Ausfuhr von Fremdwährungen nur bis in Höhe der deklarierten Beträge.

Ausfuhr der Landeswährung nur bis 300 JD gestattet.

Israelische Währung darf nicht nach Jordanien eingeführt werden, kann aber an der Grenze umgetauscht werden.

Kreditkarten

Geläufige Kreditkarten wie American Express, Visa, Mastercard und Diners Club werden in touristischen Orten in Hotels, Restaurants und in größeren Geschäften akzeptiert. Auf den Souks und in kleineren Geschäften wird in der Regel Bargeld verlangt. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Jordanien nicht mehr akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Sa-Do 08.30-15.00 Uhr. Ramadan: 08.30-10.00 Uhr, teilweise auch nachmittags geöffnet.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Jordanien eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten und 200 g Tabak;
1 l Wein oder Spirituosen;
Persönliche Gebrauchsgegenstände einschließlich ein Laptop und eine Kamera.
Geschenke bis zu einem Wert von 200 JD.

Verbotene Importe

Waffen und Munition (s. auch Einfuhrbeschränkungen), Funkgeräte, Betäubungsmittel, pornografisches Material.

Verbotene Exporte

Antiquitäten und Korallen.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Jordanien, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2019-09, 2013-07, 2009-06
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Jordanien - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 05.06.2020 (Unverändert gültig seit: 04.06.2020)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 05.06.2020 (Unverändert gültig seit: 04.06.2020)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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