Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Frankreich

Steckbrief

Frankreich - Fakten

Ländername Französische Republik, République Française
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Dezember
Fläche 643.801 km2
Hauptstadt Paris
Bevölkerung 67.118.648
Sprache Französisch zu fast 100 %, regionale Dialekte und Sprachen
Religion Römisch-Katholisch 83 % bis 88 %, Protestantisch 2 %, Jüdisch 1 %, Muslimisch 5 % bis 10 %,
Staats-/Regierungsform semipräsidiale Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Emmanuel Macron seit 14.05.2017 (La République En Marche)
Vertreter des Staatsoberhaupts Präsident des Senats Gérard Larcher seit 24.09.2017 (Les Républicains)
Regierungschef Premierminister Jean Castex seit 03.07.2020
Außenminister Jean-Yves Le Drian seit 17.05.2017
Währung Euro
Zeitzone ME(S)Z
Stromnetz 230 V / 50 Hz, Französischer Stecker (Norm E), kompatibel zu 2poligen Steckern ohne Schutzkontakt (Norm C) und Schuko-Steckern (Norm F; zusätzlich mit franz. Loch; Norm CEE_7/7)
Reiseadapter C, E
Kfz-Länderkennzeichen F
ISO-3166 FR, FRA
Internet-TLD .fr
Landesvorwahl +33
Website http://www.france.fr/
Reisepass & Visum Nicht notwendig
Geeignet für Kultur, Shopping, Outdoor, Meer, See, Wintersport, Feiern

Geographie

Das Landschaftsbild wird von drei topografischen Einheiten bestimmt: den großräumigen Beckenlandschaften, die teilweise von Hügelländern durchzogen werden und zum Meer hin in Küstenebenen übergehen (Pariser Becken, Aquitanisches Becken u. a.), den Mittelgebirgen (Zentralmassiv, Vogesen) und den Hochgebirgen (Westalpen, Pyrenäen). Die Beckenlandschaften besitzen gute bis sehr gute Böden und günstige klimatische Bedingungen. Die geologische Situation (große Senkungsgebiete zwischen alten Massiven und jungen Faltengebirgen) begünstigte die Entstehung von Steinkohle, Eisen-, Uran-, Bauxiterz, Erdöl und -gas, die wirtschaftlich bedeutsam sind. Die größten Flüsse (Rhône, Seine, Loire) verlaufen radial. Während der Westen und der Norden des Landes maritimes gemäßigtes Klima aufweisen, liegt der Osten bereits im Übergangsklima. Im Süden Frankreichs werden die Klimaverhältnisse vom Mittelmeer beeinflusst. Den trockenheißen Sommern angepasst, dominieren hier die Hartlaubvegetation und die Macchie, während die übrigen Landesteile im Bereich der sommergrünen Wälder liegen.

Politik und Bevölkerung

Laut Verfassung ist Frankreich eine parlamentarisch-demokratische Republik mit starker Stellung des Präsidenten. Der Präsident der Republik wird auf fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Das französische Parlament besteht aus zwei Kammern, dem Senat mit 321 Mitgliedern und der Nationalversammlung mit 577 Mitgliedern. Bei der Gesetzgebung haben beide Kammern den gleichen Anteil, bei Streitfällen entscheidet in letzter Instanz die Nationalversammlung. Frankreich ist administrativ in 22 Regionen gegliedert; die Insel Korsika besitzt einen Sonderstatus. Zu Frankreich gehören mehrere Überseegebiete wie beispielsweise Französisch-Guyana und die Insel Martinique. Frankreich ist Mitglied der EU und der NATO. Die Bevölkerung ist ungleichmäßig über das Land verteilt. Die größten Ballungsräume sind die industriellen Kernräume im Norden und Nordosten. Etwa jeder fünfte Franzose lebt in der Region Ile-de-France um die Hauptstadt Paris. Über 90 % der Einwohner sind Franzosen. Als Minderheiten zählen u. a. die 1,2 Mio. deutschsprachigen Elsässer und Lothringer. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 6,3 %, es handelt sich vor allem um Nordafrikaner. Drei Viertel der Bevölkerung sind Katholiken.

Geschichte und Kultur

Das Gebiet des heutigen Frankreich war bereits vor über 10 000 Jahren besiedelt. Die Errichtung des Frankenreiches (5.–9. Jh.) unter den Merowingern und Karolingern und die Entwicklung des französischen Königtums bis zum 16. Jh. beeinflussten die Geschichte Westeuropas entscheidend. Die ständigen Auseinandersetzungen mit dem Adel nach innen und mit den Briten nach außen (z. B. Hundertjähriger Krieg) festigten die Zentralgewalt und führten zur Herausbildung einer gesamtnationalen Monarchie, die im 17. und zu Beginn des 18. Jh. ihren Höhepunkt erreichte (Ludwig XIII. bis Ludwig XVI.). Der Sieg des Bürgertums in der Französischen Revolution von 1789 setzte Signale für die europäische Entwicklung im 19. Jh. Nach der Wiedererrichtung des Kaiserreichs führte Napoleon Bonaparte 1803–15 Kriege gegen die europäischen Mächte, die letztlich mit der französischen Niederlage endeten. Sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg gehörte Frankreich zu den Siegermächten. Frankreich gilt als Hochburg der Kunst- und Kulturszene in Europa. Die einzigartigen Kunst- und Kulturschätze reichen von den gotischen Kathedralen (Paris, Chartres, Reims), den prachtvollen Königsschlössern an der Loire und in Versailles über literarische Werke (Hugo, Balzac, Sartre) bis zu einem reichhaltigen Musikleben (Oper, Ballett, Chanson).

Frankreich - Geschichte

8000 v. Chr. Megalithkultur, Blu"te der Höhlenmalerei in Su"dwestfrankreich
58–52 v. Chr. Julius Cäsar erobert Gallien
1226–1270 König Ludwig IX. macht Frankreich zum größten Königreich Europas
1337–1453 Hundertjähriger Krieg
1789 Französische Revolution
 1804 Napoleon lässt sich zum Kaiser krönen
1914–1918 Erster Weltkrieg: Nordfrankreich wird verwu"stet
1940–44 Deutsche Besetzung Frankreichs, Vichy-Regierung
1944 Landung der Alliierten in der Normandie
2015 Islamistische Terroranschläge
 2016 Wirtschaftskrise. LKWTerroranschlag in Nizza
2017 Emmanuel Macron (LREM) wird Präsident
2024 Olympische Sommerspiele in Paris
Klimadaten
Paris
Marseille
Kommunikation & Adressen

Auskunft vor Ort

Atout France – Französische Zentrale für Tourismus

– Postfach 100 128 | 60001 Frankfurt | info.de@france.fr

– Wien | Tel. 01 5 03 28 92 | info.at@france.fr

– france.fr

Vor Ort informierst du dich in den Fremdenverkehrsbu"ros (office de tourisme, syndicat d’initiatives).

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

24, Rue Marbeau | 75116 Paris | Tel. 01 53 83 45 00 | allemagne.diplo.de

Österreichische Botschaft

6, Rue Fabert | 75007 Paris | Tel. 01 40 63 30 63 | bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft

142, Rue de Grenelle | 75007 Paris | Tel. 01 49 55 67 00 | eda.admin.ch

Notruf

Die EU-Notrufnummer 112 funktioniert vom Festnetz wie vom Handy aus, auch ohne Simkarte oder Vertrag. Hinzu kommen die landesweiten Notrufe fu"r Notarzt (15), Polizei (17), Feuerwehr (18) und Rettung aus Seenot (196).

Internetzugang & WLAN

Das Internet in Frankreich ist deutlich besser ausgebaut und schneller als in Deutschland. In Großstädten hat 5G Einzug gehalten. Kostenlos ins Netz kommt man mit freien WLAN-Netzen, in Frankreich „wifi!“ genannt – allein in Paris an mehr als 1000 Orten, von der Place des Vosges bis zum Parc de Belleville. Alle staatlichen und städtischen und fast alle privaten Museen, alle Bibliotheken, Autobahnraststätten, Bahnhöfe, Flughäfen, Fast-Food-Ketten und Einkaufszentren locken mit kostenlosem, unbegrenztem Zugang zum Internet. Und sogar auf der Skipiste, wo WLAN-Hotspots in die Pylone der Lifte integriert wurden!

Post

Briefe bis 20 g und Postkarten in Länder der Europäischen Union und in die Schweiz kosteten bei Redaktionsschluss 1,05 Euro Porto.

Telefon & Handy

Fu"r Auslandsgespräche aus Frankreich nach Deutschland wählst du die Länderkennzahl 0049, fu"r Österreich 0043 und fu"r die Schweiz 0041 vor und dann die Ortsvorwahl ohne die erste 0. Fu"r Gespräche nach Frankreich musst du erst die Länderkennzahl 0033, dann die Rufnummer ohne die einleitende 0 wählen, innerhalb von Frankreich die zehnstellige Nummer inklusive der 0.

Es gibt in Frankreich vier große Mobilfunkanbieter (Orange, SFR, Bouygues, Free). Das Netz ist gut, in Großstädten gibt es sogar schon 5G. Seit dem 15. Juni 2017 gehört teures Roaming der Vergangenheit an – fu"r Telefonate, SMS und Internet-Nutzung im EU-Ausland fallen keine zusätzlichen Gebu"hren mehr an.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Veranstaltungen

Januar

Festival International de la Bande Dessinée (Angoulême): Welttreffen der Comic-Kultur. bdangouleme.com

Februar

Carnival: Hochburgen des Karnevals sind Nizza, Limoges, das Elsass und Hauts-de-France.

Ostern

Feria (Arles): Auftakt der Stierkampfsaison. arenes-arles.com

April

Festival International du Film Policier (Beaune): Krimifestival.beaunefestivalpolicier.com

Mai

Lebendiges Mittelalter bei den Fêtes de Jeanne d’Arc (Orléans): Stadtfest zu Ehren der Nationalheiligen. orleansjeannedarc.fr

Internationale Filmfestspiele (Cannes): festival-cannes.com

Juni

Fête de la Musique: Am 21. Juni kostenlose Konzerte im ganzen Land

Juli

Festival d’Avignon: Wichtiges Theaterfestival des Landes (festival-avignon.com) mit OFF-Festival alternativer Ensembles (avignonleoff.com)

August

Paris Plages: Strandvergnu"gen an der Seine und am Bassin de la Villette. de.parisinfo.com

Jazz in Marciac: 20 Tage Jazz von Weltrang. jazzinmarciac.com

November

Le Beaujolais nouveau est arrivé! Fassanstich des jungen Rotweins (3. Do.).

Dezember

Fête des Lumières: Viertägiges Lichterfest von Lyon. fetedeslumieres.lyon.fr

Feiertage

1. Januar Neujahr
11. März Gedenktag für die Opfer von Terrorismus
März/April Ostermontag
8. Mai Kriegsende 1945
Mai/Juni Pfingstmontag
14. Juli Nationalfeiertag
15. August Mariä Himmelfahrt
1. November Allerheiligen
11. November Kriegsende 1918
25. Dezember Weihnachten
Mobilität vor Ort

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften beträgt 50 km/h, auf Landstraßen 80 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf Autobahnen 130 km/h (bei Regen 110 km/h). Bei Unfällen ist die Polizei zu informieren, via Autobahnrufsäulen oder mit der Rufnummer 17. Die Promillegrenze beträgt 0,5. Du musst fu"r jeden (!) Insassen eine Warnweste mitfu"hren. Essen, trinken und selbst Lippenstift nachziehen am Steuer sind untersagt.

ÖPNV

Das öffentliche Verkehrsnetz ist in Frankreich sehr gut ausgebaut. Das Schienennetz der High-Speed-TGVs, der Intercity-Zu"ge und der regionalen TERs ergänzt ein ebenfalls sehr gut ausgebautes regionales und lokales Busnetz.

In den Großstädten Paris, Toulouse, Marseille und Lyon bist du am schnellsten mit der Métro unterwegs. Immer mehr Städte verdrängen die Autos aus den Innenstädten und bauen ihr Straßenbahnnetz aus.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Die Unesco nahm die französische Ku"che daher 2010 ins Weltkulturerbe auf. Frankreich feiert sie seitdem mit einem kulinarischen Fest: Bei Goût de France begru"ßen Köche weltweit am 21. März jeden Jahres den Fru"hlingsanfang mit einem typisch französischen Menu".

Klassiker der Haute Cuisine, aber auch Hausmannskost und regionale Spezialitäten stehen auf der Karte. Entdecke diese cuisine du terroir beim Wein, Bier oder einem anderen Getränk: die Garantie fu"r einen glu"cklichen Gaumen.

Bar, Bistro oder Bouchon?

Bereits fru"hmorgens öffnen die Bar-Tabac und Cafés. Fu"rs petit déj(euner), das schnelle Fru"hstu"ck, stellt man sich an die Theke, trinkt einen petit noir (Espresso), einen cafè crème (Kaffee mit Milch) und futtert Croissants oder ein Pain au Chocolat. Mittags gibt es ein gu"nstiges Tagesgericht (plat du jour), den ganzen Tag hindurch kleine Gerichte zum ersten Glas Wein, Bier oder Pastis.

Von 12 bis 14.30 Uhr genießen die Franzosen in Bistro(t) und Brasserien ihr déjeuner mit gutbu"rgerlicher Hausmannskost. Viele beru"hmte Ku"chenchefs kochten erst einmal auf kleiner, regionaler Flamme. Auch Paul Bocuse probierte seine Ku"nste zunächst in einem Lyoner bouchon aus. Bis heute steht in diesen traditionellen Arbeiterlokalen Herzhaftes wie Innereien oder Eintopf auf der Karte. Diese kleinen Gaststätten entstanden Anfang des 20. Jhs., als die Bourgeoisie sich ihre Köchinnen nicht mehr leisten konnte. Bocuse war der wichtigste Botschafter der französischen Haute Cuisine und prägte viele der 600 französischen Sterneköche. Mit Sternen, Kochmu"tzen oder Bestecken ausgezeichnete Restaurants gibt es in Frankreich allerorten. Gönn dir einmal die Gourmetku"che von Stars wie Alain Ducasse, Pierre Gagnaire oder Anne-Sophie Pic! Mittags sind diese Nobelrestaurants durchaus bezahlbar.

Ausgebildet wird der Nachwuchs in Ku"che, Keller und Service an renommierten Hotelfachschulen wie dem Lycée Georges Freches (401, Rue Le Titien | Tel. 04 67 13 05 05 | lyceehoteliergeorgesfreche.fr) in Montpellier. In dessen Brasserie und Restaurant zeigt der Nachwuchs, was er drauf hat – und du zahlst nur ein winziges Entgelt.

Das Menü

Das abendliche dîner muss fu"r Franzosen ein mehrgängiges Menu" sein. Nur ein Gericht à la carte? Mon Dieu, da wäre er geschockt. Menu"s sind grundsätzlich erheblich billiger als ein Essen à la carte. Sie bestehen in der Regel aus Vorspeise (entrée), Hauptgericht (plat) und Käse (fromage) oder Nachtisch (dessert). Selbst im Resto U oder bei McDonald’s wird nicht auf eine Menu"folge verzichtet. Fu"r den kleineren Hunger bieten die Restaurants oft auch eine Menu"wahl zwischen Vorspeise mit Hauptgericht oder Hauptgericht mit Dessert an.

Wein oder Bier?

Bestell zum Menu" statt teurer Mineralwasserflaschen eine carafe d’eau, einen Krug Leitungswasser, der kostenlos immer wieder aufgefu"llt wird. Auch Brot wird gratis auf den Tisch gestellt. Beim Wein gibt es gu"nstige pichet, Kru"ge mit lokalem Wein, oder Flaschenweine mit IGP- oder AOC-Qualitätssiegel. Beim Bier dominieren Marken aus Belgien und dem Elsass neben Budweiser und Heinecken. Groß im Kommen sind örtliche Craft-Biere, die in Frankreich bière artisanale heißen.

Grosses Abendessen

Gegessen wird abends später als in Deutschland: auf dem Lande von 19/19.30 bis 21.30 Uhr, im Su"den und Paris von 20 bis 22 Uhr. In Paris und manchen Urlaubsorten gibt es abends einen Zweischichtbetrieb. Den fru"hen Gästen wird mit dem Kaffee als unmissverständliches Signal die Rechnung präsentiert, weil die nächsten Esser schon warten. Tipp: Reservier den letzten Service, wenn du nach dem dîner noch entspannt sitzen bleiben möchtest.

Regionale Hausmannskost

Mit dem Boom der Bistronomie ist es auf einmal wieder hip und schick, lokale Hausmannskost, die cuisine du terroir, zu futtern. Und die ist in Frankreich so vielfältig wie sonst kaum auf der Welt. Jeder Landstrich, jede Region hat eigene Spezialitäten und Speisen, die du nur dort findest – von den Salzlämmern der Normandie bis zu den pieds et paquet der Haute-Provence, Schafsfu"ßen und gefu"lltem Schafsmagen. In der Auvergne ruhen krosse Bratwu"rste auf dem aligot, einem äußerst käsehaltigen Kartoffelbrei, und ganz Savoyen schwört auf die tartiflette als Power-Imbiss auf der Skipiste.

Schätze des Meeres

Die Ku"sten von Ärmelkanal, Atlantik und Mittelmeer sind fu"r Seafood-Fans wahre Schatzkammern. Austern und Miesmuscheln, Crevetten und Krebse stapeln sich dort auf den plat de fruits de mer. Meist kannst du dir deine Meeresfru"chteplatte selbst zusammenstellen. Dann beweise Mut und koste auch einmal seltene Schätze aus dem Meer: Seeigel, Seegurken oder violet de mer, Seeveilchen. Bon appétit!

Trinkgeld

Trinkgeld zu geben, gehört zum guten Ton in Frankreich. Lass dir beim Bezahlen immer erst das Wechselgeld geben und dann das Trinkgeld beim Gehen auf dem Tisch liegen. Im Hotel erwartet das Zimmermädchen ein Trinkgeld, in teureren Häusern auch der Portier.

Einkaufen und Shoppen

Nussöl aus Grenoble, Lederhandschuhe aus Millau, Lavendelseife aus der Provence: In Frankreich entdeckst du immer etwas, das es bei uns zu Hause nicht gibt – besonders beim Bummel u"ber die Wochenmärkte. Gute Adressen fu"r Ausgefallenes oder Handgemachtes sind auch die Maisons de Produits de Pays, die zu Herstellerpreisen das Sortiment kleiner lokaler Betriebe und Bauernhöfe verkaufen.

Ess- und Tischkultur

In den Wäldern von Lothringen verstecken sich uralte Kristallfabriken. Die älteste ist Saint-Louis (saint-louis.com) in Saint-Louis-lès-Bitche, die bekannteste Baccarat (baccarat.fr) im gleichnamigen Ort. Beide locken mit Fabrikverkauf! Kult sind Besteck und Klappmesser von Laguiole (couteau-laguiole.com). Ein echtes Laguiole hat einen Griff aus Holz, Horn, Aluminium oder Elfenbein. Markenzeichen ist die Mu"cke/Biene am Klappriegel. Größter Konkurrent ist L’Opinel (opinel.com) aus Savoyen. Als Hauptstadt der Fayence gilt Moustiers-Sainte-Marie. Schöne Mitbringsel aus dem Su"den sind auch Schalen, Bretter und Bestecke aus Olivenholz, die du auf den Märkten findest.

Kulinarisches

In Frankreich ru"hmt sich fast jeder Ort seiner eigenen Spezialität. Eine kleine Auswahl aus der riesigen Fu"lle:

Die Wu"rste aus der Auvergne sind ein Gedicht, der Senf aus Dijon ist legendär. Die besten macarons, kunterbunte, crèmegefu"llte Biskuithälften, kommen aus Nancy. Gertwiller im Elsass gilt als „Hauptstadt des Lebkuchens“. Die Normandie ist fu"r Cidre und den Apfelschnaps Calvados bekannt. Die besten Stopflebern kommen aus dem Gers, die besten Tru"ffeln aus dem Périgord und dem Tricastin. Aus dem Baskenland kommt der scharfe Chili piment d’Espelette. Beru"hmte Naschereien sind die calissons aus Aix-en-Provence und der weiße Nougat von Montélimar. Beru"hmt fu"r ihr kulinarischen Köstlichkeiten sind die Märkte. Als typischster Wochenmarkt der Provence gilt der große Samstagsmarkt von Apt, der seit dem Mittelalter Plätze und Straßen in Beschlag nimmt – mit bis zu 350 Ständen im Sommer.

Mode & Textilien

Die Kreationen der großen Modehäuser aus Paris findest du in der Avenue Montaigne, die Rue du Faubourg- Saint-Honoré und an den Champs-Elysées. Espadrilles, bunte Jute- Baumwoll-Sommerschuhe, kommen aus den Pyrenäen – und nie aus der Mode. Zentren der Fabrikation sind Mauléon und Saint-Laurent-de-Cerdans (espadrille-catalane.com). Neben den Streifenstoffen der Katalanen (toiles-du-soleil.com) und der Provence, Mode von Souleiado (provence.souleiado.com), ist die Tischwäsche von Les Olivades (lesolivades.fr) aus Nîmes beru"hmt. Aus der Bretagne kommen die Streifenpullis von Armor Lux (armorlux.com) und Saint-James (saint-james.com). Seit 1853 schu"tzen dich die Wetter- Outfits von Aigle (aigle.com) und die Daunenjacken von Moncler (moncler.com).

Flohmärkte

Eine wahre Leidenschaft hegen die Franzosen fu"r Brocante. Zum Flohmarkt – meist sonntags – fahren sie in aller Herrgottsfru"he hin und hoffen auf ein Schnäppchen. Doch kein Flohmarkt ist so riesig wie die Braderie de Lille (braderie-de-lille.fr), die am ersten Wochenende im September die gesamt Innenstadt erobert – Europarekord!

Öffnungszeiten

Frankreich hat kein Ladenschlussgesetz. Die Öffnungszeiten variieren daher stark. Die Geschäfte haben meist 9–19 Uhr geöffnet. Noch sehr verbreitet ist die Mittagspause von 12 bis 14.30 Uhr, im Su"den mitunter bis 16 Uhr. Hypermarchés, Stadtrand-Supermärkte in XXL, sind oft 10–22 Uhr sowie Sonntagvormittag geöffnet. In Paris du"rfen Geschäfte, die in so genannten ZTIs (internationale touristische Zonen) und ZCs (kommerzielle Zonen) liegen, jeden Sonntag öffnen. Dazu gehören der Boulevard Haussmann, der Boulevard Saint-Germain, die Rue Saint-Honoré und das Gebiet Saint-Honoré-Vendôme, das Kaufhaus Beaugrenelle und umliegende Straßen, die Champs-Élysées, der Marais, Montmartre, das Forum des Halles sowie die Straße Rennes-Saint-Sulpice bei der Tour Montparnasse.

Strände

3400 km Ku"ste an Atlantik, Ärmelkanal und Mittelmeer: Was fu"r eine Vielfalt an Du"nen, Klippen, Felsbuchten und Sandbändern säumt die Ufer des Hexagons. 200 bekannte Badeorte locken mit Urlaub am Meer. An 300 Stränden weht die Blaue Flagge im Wind und garantiert allerbeste Badequalität. Und auch fu"r die wachsende Schar der „nudistes“ hat die Grande Nation ein Herz und textilfreie Strandabschnitte eingerichtet. Hochburgen der FKK-Kultur sind Korsika und Cap d’Agde.

Fotografieren

Im Urlaub Fotos im Museum schießen, Selfies vor beru"hmten Bauwerken machen und alles gleich in den sozialen Medien posten? Achtung, da kann es Ärger geben. Besonders in Frankreich, wo die Panoramafreiheit eingeschränkt ist. So auch beim Eiffelturm. Tagsu"ber darfst du die Dame aus Eisen fotografieren – und das Bild vom Turm auch posten. Nicht aber nachts. Da hat sich die Firma SETE Illuminations, die seit 1985 die Lichtershow von Pierre Bideau zeigt, sämtliche Rechte gesichert.

VorspeisenHauptgerichteDessertsGetränke

Escargots Weinbergschnecken
Foie Gras Stopfleber von Enten oder Gänsen
Coquilles Saint-Jacques à la provençale Jakobsmuscheln in Knoblauchbutter gedu"nstet
Boeuf Bourguignon Rindergulasch in Rotwein
Bouillabaisse Fischsuppe
Cassoulet Weißer-Bohnen-Eintopf mit Gans/Ente
Coq au vin Hähnchen in Rotwein
Moules marinières/à la crème Miesmuscheln in Weißwein-/Sahnesud 
Plateau de fruits de mer Meeresfru"chte-Platte mit huîtres (Austern), crevettes (Garnelen), tourteau (Taschenkrebs) oder homard (Hummer) 
Tripes à la mode de caen Kutteln mit Suppengemu"se
Île flottante Eischnee auf Vanillesauce
Tarte tatin karamellisierter Mu"rbteig-Apfelkuchen
Crème brûlée Sahne-Ei-Crème mit karamellisiertem Zucker
Profiteroles Mini-Windbeutel mit Vanilleeis und Schokosauce
Café noisette Espresso mit einem Schuss Milch
Infusion Kräutertee DEMI kleines Bier (0,25 l)
Panaché Bier mit Limo
Stichworte

AOP, AOC & IGP

„Le terroir!“ Das ist fu"r Franzosen beim Wein das Wichtigste. Nicht die Rebsorte (wie Riesling, Sauvignon, Cabernet), sondern das Anbaugebiet, sein Boden, sein Klima. Und die Menschen, die das Land bearbeiten. Sie alle beeinflussen „le terroir“, und damit den Geschmack und die Qualität des Weins. Groß im Kommen sind Bio-Weine. Und Tropfen, die auf Schwefel als Stabilisator verzichten. „Sans sulfites“ heißt auch: weniger Kater-Risiko!

Fu"r die sorgfältige, traditionsbewusste Herstellung im fest umgrenzten Anbaugebiet steht heute das EU-Label AOP (Appellation d’Origine Protégée), die die AOC ergänzt. Mehr als 350 Wein- und Cidresorten tragen das Siegel. Auch Champagner, Cognac und Calvados sind AOP-gepru"ft. Die einstigen „vin de pays“ (Landwein) erkennst du heute am Aufdruck IGP (Indication Géographique Protégée), die Tafelweine („vin de table“) heißen nun Vin de France. Das Qualitätssiegel gilt auch fu"r rund vier Dutzend Käsesorten und andere Lebensmittel wie das Huhn „Poulet de Bresse“.

Spektakuläre Bauten

Macht und Architektur gehen in Frankreich Hand in Hand. Wer herrscht, verewigt sich in Bauwerken. Angefangen hat damit bereits Kaiser Augustus (43 v. Chr.–14 n. Chr.). In Nîmes und an anderen Orten im Su"den Frankreichs ließ der Herrscher des Römischen Reichs Tempel, Thermen und Arenen errichten. Später machten es ihm die kirchlichen Fu"rsten nach. Ihnen verdankt das Land viele romanische Kirchen und Klöster, allen voran Cluny. Ab dem fru"hen 13. Jh. schufen sie lichtdurchflutete Kathedralen, die zum Himmel strebten: Saint-Denis, Reims, Chartres, Amiens – 141 Juwele der Hochgotik.

Die Spitzbögen der Gotik verdrängte im 16. Jh. der Bauboom der Renaissance abgelöst zu werden. Besonders an der Loire wetteiferten die Schlösser bei Pracht und Ausstattung. Den monumentalen Superbau schuf Sonnenkönig Ludwig XIV. im Klassizismus: Versailles stellt bis heute alle anderen Schlösser in den Schatten.

Den Sieg der Revolution spiegeln zahlreiche Stadtpaläste wider, in denen gut betuchte Bu"rger den adligen Lebensstil imitierten – mit klassizistischen Säulen, verschnörkeltem Empire oder u"berladenen Rokokostil.

Ab 1958 inszenierten die Staatspräsidenten den Staat in Stein. Georges Pompidou initiierte das nach ihm benannte Kunstzentrum, François Mitterrand ließ fu"r seine Grands Projets die besten Architekten der Welt nach Paris einfliegen: Der Chinese Ieoh Ming Pei errichtete die Pyramide im Louvre, der Uruguayer Carlos Ott die Bastille-Oper, der Däne Johann Otto von Spreckelsen die Grande Arche de la Défense. Jacques Chirac ließ Jean Nouvel das Musée du Quai Branly vollenden. Grand Paris war die Vision von Nicolas Sarkozy, die François Hollande und Emmanuel Macron fortfu"hren: Paris u"berwindet die Grenzen der Péripherique, wird zur gru"nen „smart city“ – und u"bertrumpft ab 2024 mit der 323 m hohen Hermitage Plaza Londons Shard als höchste Spitze Europas.

Ghetto auf Französisch

Obwohl der an sich neutrale Begriff „Banlieue“ auch die Wohnviertel wohlhabender Pariser im Westen bezeichnet, hat er sich als Synonym fu"r die Hochhaussiedlungen eingebu"rgert, in denen Menschen mit sozialen Problemen leben: Arbeitslose, Immigranten, Jugendliche ohne Jobs. Die Entstehung dieser zones urbaines sensibles (ZUS) setzte in den 1950er-Jahren ein, als Frankreich seine nordafrikanischen Kolonien verlor und die Algerienfranzosen zuru"ck ins Heimatland strömten. Zu ihnen gesellten sich in den 1970er-Jahren viele Immigranten. Frankreich hat Europas höchste Zahl an Einwanderern. 13,1 Mio. Menschen kamen seit 1948 ins Land, 5,9 Mio. haben seitdem die französische Staatsbu"rgerschaft erhalten. Untergebracht wurden sie in schnell hochgezogenen Plattenbausiedlungen. Immer wieder gibt es Unruhen in diesen Ghettos der Vorstädte. An der prekären Lage der Banlieuebewohner, die allein wegen ihrer „schlechten“ Adresse keine Arbeit bekommen, hat sich u"ber all die Jahre kaum etwas geändert.

Soli-Paket oder Ehe?

Frankreich hat seine Bevölkerung in zwei Jahrhunderten verdoppelt. 67 Mio. zählt die Nation (einschließlich seiner Überseeregionen). Nach Deutschland hat Frankreich damit die zweithöchste Einwohnerzahl in der EU. Im Land der Liberté entscheiden sich viele fu"r eine eingetragene Lebenspartnerschaft, das „zivile Solidaritätspakt“ PACS. Der dritte Weg zwischen Ehe und freier Liebe ist so beliebt geworden, dass mittlerweile auf drei Hochzeiten zwei frisch „gepacste“ Paare kommen. Eine Trennung geht rasch: Die gesetzliche Ku"ndigungsfrist von drei Monaten kommt der Auflösung eines Mietvertrags gleich.

Corse

Eine Sonderstellung nimmt die Insel Korsika (331 000 Ew.) ein. Die „Insel der Schönheit“ ist das viertgrößte Eiland im Mittelmeer. Rund 1000 km abwechslungsreiche Ku"ste, schneeweiße Strände, raues Gebirge, pittoreske Orte und der beru"hmten GR 20 machen es zu einer vielseitigen Urlaubsinsel. Die stolzen Korsen fu"hlen sich nicht als Franzosen und fordern die Autonomie. Mit Anschlägen und politisch motivierten Morden verleihen sie dieser Forderung Nachdruck.

Gilets Jaunes

„Grogner“, granteln, ist Volkssport. Offen wird Kritik geu"bt, demonstriert, wird demaskiert und offengelegt. Heiße Diskussionen sind in Frankreich selbstverständlicher als in Deutschland. Im Herbst 2018 jedoch blieb es nicht bei Worten oder telegenen Diskussionen: Das Volk zog sich gelbe Warnwesten an, ging auf die Straße und protestierte gegen die höhere Besteuerung fossiler Brennstoffe. Sehr schnell entwickelte sich die Gelbwestenbewegung zu einem landesweiten Sammelbecken fu"r Proteste gegen die Politik von Präsident Macron. Eingeschleuste „casseurs“ heizten die Stimmung weiter an. Geschäfte wurden geplu"ndert, Fahrzeuge und Mautstellen gingen in Flammen auf.

Macron reagierte mit Zugeständnissen – und lud zum Jahresbeginn 2019 zur Grand Débat National, der großen nationalen Debatte. Beim Ringen um die Rentenreform 2020 gab es wieder Streiks. Sie organisierten die Gewerkschaften, und allen voran SNCF, RATP und EDF. Die Gilets Jaunes waren 2020 kaum noch zu hören und nur noch hier und da sichtbar an Straßenkreiseln, wo sie in Palettenhu"tten hockten und ihre Fahne hochhielten.

Hausgemacht!

„Fait maison“ ist etwas, was die Franzosen unglaublich stolz macht. Die Grande Nation liebt und schätzt alles, was daheim gefertigt wird: Kosmetik und Konfitu"ren, Möbel und Modelle, Schmuck und Skurriles. „Fait maison“ erhält Lob, wird gekauft, geru"hmt, in der Zeitung gezeigt, auf Märkten gehandelt und gerne getauscht. In den Ostpyrenäen wurde das Craft Beer, das Nathalie Petit in einer winzigen Garage braut, zum Kultgetränk des Sommers, im Gers die Croustade aus der Bauernhofku"che von Isabelle Ducourneau so ein Hit, das beide das Geschäft ausbauen wollen.

Je suis Charlie

Bei den Mordanschlägen extremistischer Islamisten starben im Januar und November 2015 fast 200 Menschen. Eine halbe Stunde nach dem Anschlag auf die Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ verschickte der Journalist Joachim Roncin u"ber Twitter diesen Satz als weißen Text auf schwarzem Grund: „Je suis Charlie“. Der Slogan wurde nicht nur in Frankreich, sondern weltweit, zum Ausdruck der kollektiven Trauer und Solidarität.

Charlie Hebdo konnte der Anschlag nicht auslöschen. Auch im Bataclan wird wieder gefeiert. Das erste Konzert gab Sting. Er verzichtete auf seine Gage, spendete alle Einnahmen den Opfern der Anschläge und sagte: „Gedenken wir zunächst, die ihr Leben bei dem Anschlag verloren haben, und feiern wir dann das Leben und die Musik an diesem historischen Ort.“

Im Land der Haute Couture

Die Mode- und Textilindustrie hat in Frankreich immer eine große Rolle gespielt. Aubusson ist fu"r Teppiche, Alençon fu"r Nadelspitze, Lyon fu"r seine Seide bekannt. Zentrum der Mode ist Paris. Hier erfand der Engländer Charles Frederick Worth 1857 die Haute Couture, aus der in den 1960er-Jahren die Prêt-à-porter-Mode hervorging. Noch heute geben altehrwu"rdige Unternehmen wie Chanel, Dior, Yves Saint Laurent oder Givenchy den Ton an. Lanvin, Balenciaga oder Nina Ricci konnten dank junger Designer an alte Erfolge anknu"pfen. Und auch in Roubaix, dem Manchester Frankreichs, brummt die Textilwirtschaft wieder. Wer Karriere machen will in der Mode, studiert in Paris an der Elitehochschule Institut français de la mode – und wird schon während des Studiums von Hermès, Chanel & Co. gesponsert.

Regionen-Chaos

Vor der Französischen Revolution von 1789 war Frankreich in 30 Provinzen mit 101 Départements gegliedert, später in 22 Regionen. 2016 fasste die Gebietsreform sie in 13 Großregionen zusammen, die bis heute nicht von allen geliebt werden. So fordert das Elsass wieder Eigenständigkeit, fu"hlen sich die Pyrénées-Orientales als „Pays Catalan“ in Occitanie nicht wohl. Die Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur (PACA) hat ihren sperrigen Namen fu"r besseres Standortmarketing in Région Sud geändert.

Rentrée

Von Mitte Juli bis Ende August ist Frankreich in der Sommerpause. In den Bu"ros ruht die Arbeit, Geschäfte und Restaurants außerhalb der Urlaubsgebiete sind geschlossen. Das „normale“ Leben hält erst in der ersten Septemberwoche wieder Einzug mit „la rentrée“. Das Wort orientiert sich an der Ru"ckkehr der Schulklassen, meint jedoch mehr. Denn parallel zur rentrée erlebt das Land eine kulturelle Rundumerneuerung: neue Filme, neue Bu"cher, neue Modetrends! Frankreich nimmt wieder Fahrt auf, diskutiert und kommentiert.

Luxusgüter und Atommacht

Frankreich war fru"her eine gelenkte Volkswirtschaft – mit vielen Betrieben in staatlicher Hand. Doch auch dort wurde zunehmend privatisiert und dereguliert. Heute ist der größte Flächenstaat der EU die zweitgrößte Industrienation in Europa und die fu"nftgrößte Wirtschafts- und Atommacht der Welt. Wichtige Branchen sind Lebensmittel, Tourismus, Automobilund Flugzeugbau, Baugewerbe und Energie. Zahlenmäßig geringer, aber bedeutend im Außenhandel ist die Mode-, Parfu"m- und vor allem die Luxusartikelindustrie, bei der Frankreich als wichtigster Exporteur weltweit gilt.

Bio-Kosmetik

In Frankreich boomt die Naturkosmetik. Denn es war ein Franzose, der als weltweit erster 1958 aus Pflanzen Hautpflegeprodukte herstellte. Damit wurde Yves Rocher ein Weltkonzern. Die Bio-Chemikerin Jeannine Marissal entdeckte im Plankton der Thermalquellen von Molitg Heilkräfte der Natur: 35 Nährstoffe, Proteine, Vitamine, Aminosäuren, Lipide und Spurenelemente unterstu"tzen die Regeneration der Haut. Biotherm nannte sie ihre Marke. Auch sie stieg zum Global Player auf. Und verkauft allein von der Feuchtigkeitspflege Aquasource weltweit pro Minute drei Tiegel! Fu"r Naturkosmetik aus der Provence steht L’Occitane. Verkaufte Olivier Baussan 1976 seine ersten, auf Lavendelöl gefertigten Pflegeprodukte und Du"fte noch auf den Marktständen seiner Heimat, sind sie heute in mehr als 1000 Filialen weltweit erhältlich. Komponiert werden sie aus 200 Inhaltsstoffen pflanzlichen Ursprungs aus Bioanbau und kontrollierter Herkunft. Wie, verraten am Stammsitz ein Museum und einstu"ndige Betriebsfu"hrungen. Im Factory Outlet gibt’s Bestseller und Neuheiten deutlich gu"nstiger!

Bloss nicht!

Dieben eine Chance geben

In Großstädten sind Touristen eine leichte Beute von Dieben. Trag in der Metro den Rucksack vorn, halte die Handtasche gut fest und pack keine Wertsachen aus. Auch an touristischen Hotspots tummeln sich Taschendiebe gern!

Eine private Einladung ausdehnen

Wenn Franzosen zum Essen laden, gelten andere Höflichkeitsregeln. Verlässt einer der Gäste die Tafel, verabschieden sich auch alle anderen. Wein trinkt man nur zum Essen. Lass dich keinesfalls zum Abschiedstrunk auf dem Sofa nieder! Der Abend endet mit dem letzten Gang: café, digestif oder tisane, Kräutertee!

Leichtsinnig am Meer

Die Surfer freuen sich u"ber den starken Wellengang an Frankreichs Atlantikku"ste; Schwimmer sollten aufpassen: Starke Strömungen und auflaufendes Wasser sorgen immer wieder fu"r tödliche Unfälle.

Vor verschlossenen Türen stehen

Banken & Behörden machen um 9, Geschäfte oft erst um 10 Uhr auf. Die Mittagspause ist heilig. Außer in Paris schließen Läden und Fremdenverkehrsämter 12–14.30 Uhr.

Im Juli und August mit dem Auto gen Süden

Im Juli tourt die Tour de France durchs Land, beginnen die Sommerferien, schließen viele Betriebe, leeren sich die Großstädte. Die Folge: Staus – besonders am Samstag. Betroffen sind vor allem A 6–9, A 36, A 39 und der Lyoner Stadttunnel.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die deutsche Botschaft in Paris ist die zuständige konsularische Vertretung auch für die Überseedépartements Frankreichs. In Papeete (Tahiti, Französisch-Polynesien), Fort-de-France (Martinique), Nouméa (Neukaledonien) und Sainte-Clotilde (La Réunion) gibt es deutsche Honorarkonsuln, an die sich Reisende in Notfällen wenden können. Matoury (Französisch-Guayana) und Baie-Mahault (Guadeloupe) werden von Fort-de-France mit bedient.

Bis mindestens April 2021 finden Kontrollen an den Landesgrenzen Frankreichs zu Belgien, Luxemburg, Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien sowie an den Luft- und Seegrenzen statt. Es kann daher im Reiseverkehr zu Einschränkungen kommen. Insbesondere bei der Einreise aus Großbritannien muss mit längeren Wartzeiten gerechnet werden.

Die Weiterreise von den französischen Antillen auf andere Karibikinseln oder die Ausreise über den niederländischen Teil der Insel St. Martin (Sint Maarten, Flughafen Juliana) ist nur mit Reisepass möglich.

  • Führen Sie stets ein Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) mit sich.
  • Planen Sie Ihren Aufenthalt entsprechend.

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Neben einem Inlandsflugnetz gibt es ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz mit Hochgeschwindigkeitszügen und Busverbindungen sowie gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr in den Städten. Mit Behinderungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr (auf dem Luft- und Landweg) muss im Falle von Streiks gerechnet werden. Aktuelle Informationen auch zu Behinderungen bietet teilweise auch in deutscher Sprache RATP:

Fast alle Autobahnen in Frankreich sind mautpflichtig.

Ein rotes Lichtzeichen in Kreuzform auf der Rückseite der Ampel des Gegenverkehrs signalisiert, dass dieser Rot hat und bei eigener grüner Ampel ein zügiges Linksabbiegen möglich ist, sofern keine bevorrechtigte Fußgänger in der Kreuzung sind. Ein gelb blinkender Pfeil bei auf Rot geschalteten Ampeln signalisiert möglichen bevorrechtigten Querverkehr.
Wenn nichts anderes ausgeschildert ist, gilt im Kreisverkehr rechts vor links, dass der einfahrende Verkehr in der Regel Vorfahrt hat. Bei mehrspurigen Kreisverkehren ist dem auf der Außenspur fahrenden Fahrzeug Vorrang zu gewähren.
Durchgezogene gelbe Streifen am Fahrbahnrand bedeuten absolutes Halteverbot, unterbrochene Parkverbot.
Blaue Markierungen am Fahrbahnrand weisen auf ein begrenztes und. kostenpflichtiges Parken mit Parkscheiben ("Zones Bleues") hin.
Die Promillegrenze beträgt 0,5; für Fahranfänger in den ersten beiden Jahren 0,2.
Die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen wurde zum 1. Juli 2018 von 90 auf 80 km/h gesenkt.

In der vom Stadtautobahnring Boulevard Périphérique umschlossenen Innenstadt von Paris und zahlreichen anderen französischen Großstädten sind mittlerweile Umweltzonen eingeführt worden. Diese dürfen unabhängig von der Art des Antriebs nur mit Kraftfahrzeugen befahren werden, die mit einer je nach Schadstoffausstoß abgestuften französischen Umweltplakette "Certificat Qualité de l'Air" (auch "Crit'Air") gekennzeichnet sind. Vor dem 1. Januar 1997 erstmals zugelassenen Kraftfahrzeugen und vor dem 1. Juni 1999 erstmals zugelassenen Krafträdern wird keine Umweltplakette erteilt. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Innerhalb der Umweltzonen können Bereiche für Fahrzeuge bestimmter Schadstoffklassen gesperrt oder Parkverbote errichtet werden. Deutsche Umweltplaketten werden nicht anerkannt. Die französische Umweltplakette Certificat Qualité de l'Air kann auch für in Deutschland zugelassene Kraftfahrzeuge anhand von Angaben aus den gültigen deutschen Zulassungspapieren bestellt werden.

Im Vorgriff auf landesweite Regelungen hat die Stadt Paris für elektrisch betriebene Kleinstfahrzeuge (E-Roller) ein bußgeldbewehrtes Fahrverbot (135,- EUR) auf Gehwegen erlassen.

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Es gibt keine Hinweise auf besondere Schwierigkeiten, die Akzeptanz ist insbesondere in Großstädten gut ausgeprägt.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

An allen öffentlichen Orten gilt ein generelles Rauchverbot.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringen Mengen mit Haftstrafen geahndet, mindestens droht ein pauschales Bußgeld i.H.v. 200,- EUR.

Es ist in Frankreich nicht erlaubt, an öffentlichen Orten das Gesicht zu verhüllen. Vergehen können zu Strafen von bis zu 150,- Euro führen.

Zahlungsmittel ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die Einreise nach Frankreich sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden für die Mittelmeerküste und Korsika Impfungen gegen Hepatitis A, für die Rheinebene und das Elsass Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Im Süden des Landes im Département Var wurden Einzelfälle von lokal erworbenen Zika-Virus-Infektionen nachgewiesen. Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Viren werden vereinzelt in Südfrankreich durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Beim West-Nil-Fieber handelt es sich um eine durch Zugvögel verbreitete, von tagaktiven Mücken auf den Menschen übertragene Viruserkrankung. In den Sommermonaten kann es in Frankreich zu saisonalen Ausbrüchen kommen; aktuelle Fallzahlen bietet das ECDC. Die Infektion verläuft überwiegend klinisch unauffällig, in seltenen Fällen können jedoch schwere neurologische Symptome auftreten. Eine Schutzimpfung oder spezifische Behandlung existiert nicht, siehe Merkblatt West-Nil-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von West-Nil-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Seit 2015 wurden auf Korsika einzelne Fälle von Bilharziose durch Schistosomiasis haematobium berichtet. Sämtliche Infektionen stehen im Zusammenhang mit Aufenthalten und Süßwasserkontakten am Unterlauf des Flusses Cavu/Cavo nahe der Stadt Porto Vecchio im Süden der Insel. Eine grundsätzliche Gefährdung kann dort nicht ausgeschlossen werden, siehe Merkblatt Bilharziose.

  • Sehen Sie vom Baden im Fluss Cavu/Cavo ab.

In Frankreich besteht für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf dringend erforderliche Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung vorzulegen. Beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen. Bis auf La Reúnion und Mayotte sind alle französischen Überseedépartements Übertragungsgebiete für Zika-Viren.

  • Beachten Sie für Ihre Reise die Empfehlungen im Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

Dengue-Viren werden in allen französischen Überseedépartements durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Viren werden in allen französischen Überseedépartements von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht in allen französischen Überseedépartments ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Die medizinische Versorgung in den französischen Überseedépartements ist nicht mit dem europäischen Standard vergleichbar, im regionalen Vergleich jedoch gut. Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen sollten sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise in die französischen Überseedépartments bewusst sein.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Für Französisch-Guayana ist eine Gelbfieberimpfung für alle Personen, die älter als ein Jahr sind, zur Einreise vorgeschrieben, siehe. Es muss landesweit mit einer Übertragung von Gelbfieber gerechnet werden.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfung werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

In Französisch-Guayana liegt ganzjährig ein hohes Risiko in den Regionen des Grenzflusses Oiapoque im Osten des Landes, des Flusses Approuague und des Petit-Saut-Staudammes sowie in der zentralen und südlichen Landeshälfte, inklusive der Regionen um Saint Élie und Saül, vor. Ein geringes Risiko besteht im Rest des Landes mit Ausnahme der Küstenregion im Westen von Kourou, Cayenne und Île du Diable, in denen ein minimales Risiko besteht, siehe Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

In Französisch-Guayana kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. Einen Schutz gegen Bisse können korrekt angebrachte Bettnetze bieten. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können z.T. gravierende Organveränderungen an Herz und Verdauungstrakt auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende jedoch sehr gering.

  • Nutzen Sie zum Schutz gegen Bisse korrekt angebrachte Bettnetze.

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Martinique gilt als malariafrei.

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Guadeloupe gilt als malariafrei.

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

St. Barthélemy gilt als malariafrei.

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

St. Martin gilt als malariafrei.

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe . Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Französisch-Polynesien und Neukaledonien gelten als malariafrei.

Für die Einreise nach La Reúnion sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

La Réunion gilt als malariafrei.

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

In Überseedépartement Mayotte besteht ganzjährig ein minimales Risiko im ganzen Land inklusive der Städte, siehe Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Thu, 03 Dec 2020 10:00:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Thu, 03 Dec 2020 10:21:43 +0100)

Letzte Änderungen: Aktuelles (Epidemiologische Lage, Reiseverbindungen, Beschränkungen im Land, Hygieneregeln, Besonderheiten in den Regionen/Überseegebieten)

Einschließlich Französische Überseedépartements

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Letzte Änderungen:
Aktuelles (Epidemiologische Lage, Reiseverbindungen, Beschränkungen im Land, Hygieneregeln, Besonderheiten in den Regionen/Überseegebieten)

Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 führt auch in Frankreich weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens. 

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Frankreich wird aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Auch vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Französisch-Guayana, St. Martin, Guadeloupe, La Réunion, Martinique sowie das Überseegebiet Französisch-Polynesien wird aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Von Reisen in die übrigen französischen Überseegebiete, für die Einreisebeschränkungen bestehen, wird dringend abgeraten.

Epidemiologische Lage

Frankreich verzeichnet zwar sinkende COVID-19 Infektionszahlen,  überschreitet jedoch die Zahl der Neuinfektionen von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb ganz Frankreich als Risikogebiet eingestuft ist. Zu den Überseegebieten siehe Besonderheiten in den Regionen/Überseegebieten.

Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und Santé Publique France.

Einreise

Die Einreise aus Deutschland sowie aus allen EU-Staaten, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz, Vatikanstaat und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland ist möglich, wenngleich Frankreich – aus nicht pandemiebedingten Gründen – seine EU-Binnengrenzen bis Ende April 2021 weiter kontrolliert. Auch bei Einreise aus Australien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Südkorea und Thailand sind keine besonderen pandemiebedingten Einreisebeschränkungen zu beachten.

Für die Einreise aus allen weiteren Staaten sind besondere Vorschriften zu beachten, die das französische Außenministerium laufend aktualisiert. Reisende müssen länderabhängig ggf. ein negatives COVID-19-Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 72 Stunden sein darf, oder selbst Erklärungen zu Einreisegrund und COVID-19-Symptomfreiheit ausfüllen sowie sich ggf. in häusliche Isolierung (Quarantäne) begeben.

Für Reisen in die französischen Überseegebiete siehe Besonderheiten in den Regionen/Überseegebieten.

Durch- und Weiterreise

Die Durchreise aus EU- und Schengen-Staaten sowie dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland ist möglich. Es ist bei jedem Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung eine (in den meisten Fällen selbst auszufüllende) Ausgangsbescheinigung mitzuführen. Einzelheiten siehe Beschränkungen im Land. Transitreisende im Flugverkehr sollten ihre Anschlussreisemöglichkeit nachweisen können. EU-Bürger dürfen zur Durchreise an ihren Wohnsitz im Transit auch aus Drittstaaten durch Frankreich reisen. Es gelten jedoch die im Abschnitt Einreise genannten länderabhängigen Zusatzerfordernisse (ggf. negativer COVID-19-Test, Erklärungen zu Einreisegrund, COVID-19-Symptomfreiheit, Mitführen einer Ausgangsbescheinigung). Näheres veröffentlicht das französische Außenministerium.

Reiseverbindungen

Reisemöglichkeiten mit Zügen oder Flugzeugen von und nach Deutschland bestehen und können über Reisebüros oder im Internet recherchiert und gebucht werden, werden wegen der innerfranzösischen Ausgangsbeschränkungen allerdings nur noch stark eingeschränkt angeboten.

Beschränkungen im Land

Mit Wirkung vom 30. Oktober 2020 bis mindestens 15. Dezember 2020 gelten landesweit sehr weitreichende bußgeldbewehrte Ausgangsbeschränkungen: Jedes Verlassen der eigenen Wohnung ist nur zu bestimmten Zwecken (z.B. Behördengänge, Schulbesuch, Einkäufe des täglichen Bedarfs, unabweisbare familiäre Gründe, nicht teleheimarbeitsfähige Arbeitstätigkeit gemäß gesonderter Bescheinigung des Arbeitgebers) und unter Mitführung einer Ausgangsbescheinigung möglich. Die Bescheinigungen können als Leerformular zum Ausdruck, online oder in der französischen Corona-App "Tous Anti Covid" ausgefüllt werden. Da die französische und die deutsche Corona-App derzeit nicht miteinander kompatibel sind, sollten regelmäßige Pendler oder Grenzgänger bis auf Weiteres beide Apps gleichzeitig installieren und nutzen.

Gastronomiebetriebe, Museen, Konzertsäle, Sporthallen, Vergnügungsparks, Diskotheken und ähnliche Veranstaltungsorte sind derzeit geschlossen.

Hygieneregeln

Landesweit besteht für alle Personen ab 11 Jahre eine strafbewehrte Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in allen öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen (z.B. Flughäfen, Bahnhöfe,  Banken, Geschäfte). Die Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske gilt auch in allen öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. Flugzeug, Zug, Metro, Bus, Taxis und Sammeltaxis). Verkehrsunternehmen müssen - im Rahmen des Möglichen, z.B. über entsprechende Sitzplatzreservierung - Abstandswahrung in den Transportmitteln, Flughäfen, Bahnhöfen etc. ermöglichen und Desinfektionsmittel bereitstellen.

In den meisten französischen Städten gehen die örtlichen Behörden dazu über, die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske in der Öffentlichkeit auch auf sonstige öffentliche Plätze, Straßen oder Anlagen mit dichtem Publikumsverkehr zu erweitern. Unter anderem in Paris und den umliegenden Départements Seine-Saint-Denis, Hauts-de-Seine und Val-de-Marne sowie in Marseille, Toulouse und Straßburg gilt Maskenpflicht im gesamten Stadtgebiet.

Besonderheiten in den Regionen/Überseegebieten

Auch Reisen in die französischen Überseegebiete sind nur unter den engen Ausnahmebestimmungen zur allgemeinen Ausgangsbeschränkung (s. oben) zulässig.

Reisende nach Guadeloupe, Martinique, St. Martin, St. Barthélemy und La Réunion müssen außerdem bei Abflug ein negatives PCR-Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist, vorlegen sowie eine Selbsterklärung zur Symptomfreiheit. Anderenfalls kann die Reise nicht angetreten werden. Eine Verpflichtung zur Einhaltung einer Quarantäne nach Einreise besteht aktuell nicht, teilweise empfehlen die französischen Behörden die Durchführung eines zweiten Tests sieben Tage nach Einreise sowie besondere Sorgfalt bei der Einhaltung von Abstandsregeln in der ersten Aufenthaltswoche.

Reisende nach Französisch-Polynesien benötigen ebenfalls vor Abflug ein höchstens 72 Stunden altes negatives PCR-Testergebnis, und die Selbsterklärung zu Symptomfreiheit. Darüber hinaus ist eine u.a. COVID-19 abdeckende Krankenversicherung oder eine Kostenübernahmezusage erforderlich, sowie eine Online-Registrierung mit den eigenen Reise- und Aufenthaltsdaten (ETIS – Electronic Travel Information System). Bei Einreise erhalten Reisende einen Testkit für einen COVID-19-Selbsttest, der vier Tage nach Einreise vorzunehmen ist. Nähere Informationen finden sich beim Hochkommissariat (Präfektur) von Französisch-Polynesien.
Über Bedingungen, zu denen die grundsätzlich nicht gestattete Einreise nach Neu-Kaledonien ausnahmsweise möglich ist, informiert die Regierung von Neu-Kaledonien.

  • Informieren Sie sich regelmäßig über detaillierte Maßnahmen bei der französischen Regierung und ggf. auf der Webseite des Überseegebiets, das Sie besuchen möchten, sowie in deutscher Sprache auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich oder des französischen Außenministeriums.
  • Nutzen Sie bei einem Aufenthalt in Frankreich die französischen Corona-App "Tous Anti Covid".
  • Wenn Sie sich touristisch in Frankreich aufhalten und eine vorzeitige Rückreise antreten möchten, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Reiseveranstalter bzw. Ihrer Fluggesellschaft in Verbindung.
  • Beachten Sie die örtlichen Hinweise (Aushänge o.ä.) zur Maskenpflicht.

  • Beachten Sie die Quarantäne- bzw. Testpflicht bei Einreise aus Risikogebieten (nicht Transit) nach Deutschland und kontaktieren Sie das Gesundheitsamt Ihres Aufenthaltsortes. Weitere Informationen zur Testpflicht bietet das Bundesministerium für Gesundheit.
  • Bei COVID-19-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten bleiben Sie in Ihrer Unterkunft. Bei ernsten Beschwerden (Fieber, Atemnot) rufen Sie die Notrufnummer 15 des Rettungsdienstes (SAMU). Gehen Sie nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung zu einem Arzt.
  • Befolgen Sie stets die Hinweise lokaler Behörden.
  • Beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19/Coronavirus.

Sicherheit

Terrorismus

Frankreich ist seit Anfang 2015 Ziel mehrerer schwerer Terroranschläge gewesen, u.a. in Paris, Nizza, Straßburg und Lyon. Im Oktober 2020 erfolgten verschiedene z.T. tödliche islamistische Anschläge auf einzelne Personen, u.a. im Großraum Paris und in Südfrankreich. Frankreich hat in Folge die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen.

Die Sicherheitslage in Frankreich, insbesondere in Paris und anderen Großstädten, bleibt angespannt. Zur Begegnung von terroristischen Bedrohungen gilt in Frankreich der Plan "Vigipirate", der je nach Bedrohungslage verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorsieht.

Auf Bahnhöfen, Flughäfen, in Zügen und U-Bahnen gibt es auch sonst verstärkte Gepäck- und Personenkontrollen. Auch an Eingängen (zu Museen oder Einkaufszentren) kann es zu Handtaschenkontrollen kommen. In vielen Bahnhöfen gibt es keine Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung mehr.

  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Informieren Sie sich über Medienangebote, insbesondere Social-Media-Accounts (Facebook & Twitter) der französischen Regierungs- und Sicherheitsstellen.
  • Kennzeichnen Sie Ihr Reisegepäck auch bei Bahnreisen mit Namen und Anschrift.
  • Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.

Korsika

In der Vergangenheit kam es zu Sprengstoffanschlägen auf öffentliche Einrichtungen, die sich gegen Symbole der Staatsgewalt (Gendarmerie- und Polizeistationen, Gebäude der Finanzverwaltung) richteten. Vor diesem Hintergrund kann weiterhin eine Gefährdung auch von ausländischen Reisenden, die sich in der Nähe solcher Gebäude aufhalten, nicht ausgeschlossen werden.

Innenpolitische Lage

Insbesondere auf Mayotte und La Réunion sowie in Französisch-Guayana kommt es gelegentlich zu Demonstrationen und Streiks, die auch zu Straßenblockaden und bei längerer Dauer zu Versorgungsengpässen führen können.

  • Verhalten Sie sich umsichtig und meiden Sie Demonstrationen.
  • Planen Sie Ihren Aufenthalt entsprechend.
  • Informieren Sie sich frühzeitig über Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr z.B. bei den Pariser Verkehrsbetrieben (RATP) und vergewissern Sie sich der Öffnungszeiten von Museen und anderer Sehenswürdigkeiten.

Kriminalität

Paris und die großen Städte, dort insbesondere touristisch hoch frequentierte Ziele und touristischen Attraktionen, sind von Kleinkriminalität wie Taschendiebstählen, aber auch von Übergriffen auf ausländische Besucher betroffen, wie insbesondere im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Auch in Nachtzügen mit Schlaf- und Liegewagen in Südfrankreich besteht eine erhöhte Gefahr.
Überfälle auf Fahrzeuge im Straßenverkehr z.B. von Mopeds aus werden insbesondere aus den Regionen Auvergne-Rhône-Alpes, Provence-Alpes-Côte d'Azur und dem östlichen Teil der Region  Occitanie, gemeldet. Auch auf Rastplätzen werden Aktivitäten organisierter Banden verzeichnet.
Daneben kann es auf der Strecke zum Fähranleger von Calais zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen durch Personen kommen, die illegal ins Vereinigte Königreich zu gelangen versuchen.

Von einigen französischen Überseedépartements wie insbesondere Mayotte wird von steigender Armutskriminalität berichtet. Auch der Besitz und Einsatz von Waffen ist in den Überseedépartements teilweise verbreitet.

  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, in öffentlichen Nah- und Fernverkehr und insbesondere in Nachtzügen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Führen Sie nicht unnötig Wertgegenstände mit und fertigen Sie für Notfälle Kopien von Ausweispapieren und führen Sie Listen wichtiger Telefonnummern, jederzeit zugänglich und gesichert im Internet.
  • Lassen Sie Wertsachen während der Fahrt möglichst nicht sichtbar im Fahrzeug liegen, lassen Sie Fahrzeuge verriegelt und stellen sie nicht unbewacht ab.
  • Übernachten Sie mit Wohnmobilen und Campingwagen nur auf bewachten Campingplätzen.
  • Übernachten Sie nicht auf Rastplätzen, insbesondere nicht entlang der Autobahnen in der Nord-Süd-Richtung nach Südfrankreich oder nach Spanien und im gesamten Süden Frankreichs.
  • Seien Sie bei Reisen in den Überseedépartements speziell in ärmeren Gegenden besonders vorsichtig und leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand.

Natur und Klima

Klima, Überschwemmungen, Herbststürme, Lawinengefahr

Das Klima reicht von atlantischem Meeresklima über kontinental im Zentrum und Osten und mediterran an der Mittelmeerküste bis zu alpin in der Bergen.
in den Überseegebieten herrscht tropisches bzw. subtropisches Klima.

Vermehrt kommt es insbesondere im Sommer und Frühherbst zu Sturzfluten, die in der Vergangenheit Todesopfer forderten.
Im Mittelmeer kann es insbesondere von August bis November zu vereinzelten schweren Herbststürmen kommen.

In den Wintermonaten kann in den französischen Alpen Lawinengefahr bestehen.

Busch- und Waldbrände

Insbesondere in Südfrankreich und auf Korsika kommt es vor allem in den Sommermonaten aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen mit Dürreperioden regelmäßig zu Busch- und Waldbränden. In von Waldbränden betroffenen Gebieten sind Verkehrswege häufig gesperrt, es kann zu Ausfällen der Energieversorgung und der Kommunikationsinfrastruktur kommen.

Tropenstürme in den Überseedépartements

In der Karibik ist von Juni bis Ende November Wirbelsturmsaison (Martinique, Guadeloupe, Saint-Martin und Saint-Barthélemy), im Indischen Ozean von Januar bis April (La Réunion und Mayotte), im Südpazifik von November bis April (Französisch Polynesien und Neu-Kaledonien). In dieser Zeit muss mit Tropenstürmen gerechnet werden muss.

Erdbeben und Vulkane

Neu-Kaledonien, Wallis-et-Futuna, La Réunion und Mayotte sowie die karibischen Überseegebiete liegen in zum Teil seismisch sehr aktiven Zonen, weshalb es zu auch schwereren Erdbeben und erheblicher vulkanischer Aktivität kommen kann.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Informieren Sie sich fortlaufend über die Witterungslage. Aktuelle Hinweise erhalten Sie über die Medien, z. B. auf Météo France, und über Verlautbarungen der Präfekturen und Gemeinden, in denen Sie sich aufhalten.
  • Beachten Sie Anzeigen auf den Autobahnen, Absperrungen und Warnhinweise. Informationen zum Verkehr finden Sie auch auf der Website Bison Futé.
  • Im Fall einer Sturmwarnung beachten Sie insbesondere die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland bzw. die Hinweise des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
  • Machen Sie sich bei Reisen in die Überseedépartements mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Reiseinfos

Zuständige Auslandsvertretung für die Überseedépartements

Die deutsche Botschaft in Paris ist die zuständige konsularische Vertretung auch für die Überseedépartements Frankreichs. In Papeete (Tahiti, Französisch-Polynesien), Fort-de-France (Martinique), Nouméa (Neukaledonien) und Sainte-Clotilde (La Réunion) gibt es deutsche Honorarkonsuln, an die sich Reisende in Notfällen wenden können. Matoury (Französisch-Guayana) und Baie-Mahault (Guadeloupe) werden ggf. von Fort-de-France mit bedient.

Grenzkontrollen

Bis mindestens April 2021 finden Kontrollen an den Landesgrenzen Frankreichs zu Belgien, Luxemburg, Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien sowie an den Luft- und Seegrenzen statt. Es kann daher im Reiseverkehr zu Einschränkungen kommen. Insbesondere bei der Einreise aus Großbritannien muss mit längeren Wartzeiten gerechnet werden.

Die Weiterreise von den französischen Antillen auf andere Karibikinseln oder z.B. die Ausreise über den niederländischen Teil der Insel St. Martin (Sint Maarten, Flughafen Juliana) ist nur mit Reisepass möglich.

  • Führen Sie stets ein Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) mit sich.
  • Planen Sie Ihren Aufenthalt entsprechend.

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Neben einem Inlandsflugnetz gibt es ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz mit Hochgeschwindigkeitszügen und Busverbindungen sowie gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr in den Städten. Mit Behinderungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr (auf dem Luft- und Landweg) muss im Falle von Streiks gerechnet werden. Aktuelle Informationen auch zu Behinderungen bietet teilweise auch in deutscher Sprache z.B. RATP:

Fast alle Autobahnen in Frankreich sind mautpflichtig.

Ein rotes Lichtzeichen in Kreuzform auf der Rückseite der Ampel des Gegenverkehrs signalisiert, dass dieser Rot hat und bei eigener grüner Ampel ein zügiges Linksabbiegen möglich ist, sofern keine bevorrechtigte Fußgänger in der Kreuzung sind. Ein gelb blinkender Pfeil bei auf Rot geschalteten Ampeln signalisiert möglichen bevorrechtigten Querverkehr.
Wenn nichts anderes ausgeschildert ist, gilt im Kreisverkehr rechts vor links, d.h. dass der einfahrende Verkehr in der Regel Vorfahrt hat. Bei mehrspurigen Kreisverkehren ist dem auf der Außenspur fahrenden Fahrzeug Vorrang zu gewähren.
Durchgezogene gelbe Streifen am Fahrbahnrand bedeuten absolutes Halteverbot, unterbrochene Parkverbot.
Blaue Markierungen am Fahrbahnrand weisen auf ein begrenztes und ggfs. kostenpflichtiges Parken mit Parkscheiben („Zones Bleues") hin.
Die Promillegrenze beträgt 0,5; für Fahranfänger in den ersten beiden Jahren 0,2.
Die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen wurde zum 1. Juli 2018 von 90 auf 80 km/h gesenkt.

In der vom Stadtautobahnring Boulevard Périphérique umschlossenen Innenstadt von Paris und zahlreichen anderen französischen Großstädten sind mittlerweile Umweltzonen eingeführt worden. Diese dürfen unabhängig von der Art des Antriebs nur mit Kraftfahrzeugen befahren werden, die mit einer je nach Schadstoffausstoß abgestuften französischen Umweltplakette „Certificat Qualité de l'Air" (auch „Crit'Air") gekennzeichnet sind. Vor dem 1. Januar 1997 erstmals zugelassenen Kraftfahrzeugen und vor dem 1. Juni 1999 erstmals zugelassenen Krafträdern wird keine Umweltplakette erteilt. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Innerhalb der Umweltzonen können Bereiche für Fahrzeuge bestimmter Schadstoffklassen gesperrt oder Parkverbote errichtet werden. Deutsche Umweltplaketten werden nicht anerkannt. Die französische Umweltplakette Certificat Qualité de l'Air kann auch für in Deutschland zugelassene Kraftfahrzeuge anhand von Angaben aus den gültigen deutschen Zulassungspapieren bestellt werden.

Im Vorgriff auf landesweite Regelungen hat die Stadt Paris für elektrisch betriebene Kleinstfahrzeuge (E-Roller) ein bußgeldbewehrtes Fahrverbot (135,- EUR) auf Gehwegen erlassen.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

LGBTIQ

Es gibt keine Hinweise auf besondere Schwierigkeiten, die Akzeptanz ist insbesondere in Großstädten gut ausgeprägt.

Rechtliche Besonderheiten

An allen öffentlichen Orten gilt ein generelles Rauchverbot.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringen Mengen mit Haftstrafen geahndet, mindestens droht ein pauschales Bußgeld i.H.v. 200,- EUR.

Es ist in Frankreich nicht erlaubt, an öffentlichen Orten das Gesicht zu verhüllen. Vergehen können zu Strafen von bis zu 150,- Euro führen.

Geld/Kreditkarten

Zahlungsmittel ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja
  • Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Frankreich ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Reisen in die französischen Überseedépartements

Die Einreise in die Überseedépartements Martinique, Guadeloupe, Französisch-Guayana, Mayotte und La Réunion sowie die Überseeterritorien Französisch-Polynesien, Saint-Pierre-et-Miquelon, Wallis und Futuna, Saint-Martin, Saint-Barthélemy und Neukaledonien ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja, siehe aber Anmerkungen
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:

Reisedokumente müssen gültig sein.
Sollte die Flugroute eine Zwischenlandung auf nicht zu den französischen Überseeterritorien gehörenden Inseln vorsehen wie derzeit z.B. via Mauritius nach La Réunion oder via Tobago nach Martinique, kann es zu Ausweiskontrollen kommen. In diesem Fall ist für die Einreise ein mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass erforderlich, der Personalausweis ist nicht ausreichend. Das gilt auch für Rückflüge von St. Martin vom niederländischen Teil der Insel, Sint Maarten, Flughafen Juliana.

  • Bitte erkundigen Sie sich ggf. vor Reiseantritt bei Ihrer Fluggesellschaft.
  • Nehmen Sie sicherheitshalber einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass mit.

Minderjährige

Alleinreisende Personen unter 15 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten mitführen.

Einfuhrbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz keiner Warenkontrollen schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus.
Reisende müssen mitgeführte Barmittel (Bargeld, Zahlungsanweisungen, Solawechsel, Aktien, Schuldverschreibungen und fällige Zinsscheine/Kupons) ab 10.000,- € (bei anderen Währungen die entsprechenden Gegenwerte) bei der Einreise in die EU oder der Ausreise aus der EU bei der zuständigen nationalen Behörde, in der Regel bei den Zollbehörden, schriftlich von sich aus anmelden.
Nähere Informationen erteilen die französischen Zollbehörden Douane.

Heimtiere

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der Europäischen Union mit Ausnahme von Irland, Großbritannien, Malta und Finnland, wo abweichende Bestimmungen gelten, ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Er dient u. a. als Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist.
Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die Einreise nach Frankreich sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden für die Mittelmeerküste und Korsika Impfungen gegen Hepatitis A, für die Rheinebene und das Elsass Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Zika-Virus-Infektion

Im Süden des Landes im Département Var wurden Einzelfälle von lokal erworbenen Zika-Virus-Infektionen nachgewiesen. Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden vereinzelt in Südfrankreich durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

West-Nil-Fieber

Beim West-Nil-Fieber handelt es sich um eine durch Zugvögel verbreitete, von tagaktiven Mücken auf den Menschen übertragene Viruserkrankung. In den Sommermonaten kann es in Frankreich zu saisonalen Ausbrüchen kommen; aktuelle Fallzahlen bietet das ECDC. Die Infektion verläuft überwiegend klinisch unauffällig, in seltenen Fällen können jedoch schwere neurologische Symptome auftreten. Eine Schutzimpfung oder spezifische Behandlung existiert nicht, siehe Merkblatt West-Nil-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von West-Nil-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Seit 2015 wurden auf Korsika einzelne Fälle von Bilharziose durch Schistosomiasis haematobium berichtet. Sämtliche Infektionen stehen im Zusammenhang mit Aufenthalten und Süßwasserkontakten am Unterlauf des Flusses Cavu/Cavo nahe der Stadt Porto Vecchio im Süden der Insel. Eine grundsätzliche Gefährdung kann dort nicht ausgeschlossen werden, siehe Merkblatt Bilharziose.

  • Sehen Sie vom Baden im Fluss Cavu/Cavo ab.

Medizinische Versorgung

In Frankreich besteht für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf dringend erforderliche Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung vorzulegen. Beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.

Französische Überseegebiete

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen. Bis auf La Reúnion und Mayotte sind alle französischen Überseedépartements Übertragungsgebiete für Zika-Viren.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden in allen französischen Überseedépartements durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden in allen französischen Überseedépartements von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht in allen französischen Überseedépartments ein grundsätzliches  HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in den französischen Überseedépartements ist nicht mit dem europäischen Standard vergleichbar, im regionalen Vergleich jedoch gut. Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen sollten sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise in die französischen Überseedépartments bewusst sein.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Französisch-Guayana

Impfschutz

Für Französisch-Guayana ist eine Gelbfieberimpfung für alle Personen, die älter als ein Jahr sind, zur Einreise vorgeschrieben, siehe WHO. Es muss landesweit mit einer Übertragung von Gelbfieber gerechnet werden.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfung werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

In Französisch-Guayana liegt ganzjährig ein hohes Risiko in den Regionen des Grenzflusses Oiapoque im Osten des Landes, des Flusses Approuague und des Petit-Saut-Staudammes sowie in der zentralen und südlichen Landeshälfte, inklusive der Regionen um Saint Élie und Saül, vor. Ein geringes Risiko besteht im Rest des Landes mit Ausnahme der Küstenregion im Westen von Kourou, Cayenne und Île du Diable, in denen ein minimales Risiko besteht, siehe Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

Trypanosomiasis („Mal de Chagas")

In Französisch-Guayana kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. Einen Schutz gegen Bisse können korrekt angebrachte Bettnetze bieten. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und u.U. eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können z.T. gravierende Organveränderungen an Herz und Verdauungstrakt auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende jedoch sehr gering.

  • Nutzen Sie zum Schutz gegen Bisse korrekt angebrachte Bettnetze.

Martinique

Impfschutz

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe WHO. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

Martinique gilt als malariafrei.

Guadeloupe

Impfschutz

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe WHO. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

Guadeloupe gilt als malariafrei.

St. Barthélemy

Impfschutz

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe WHO. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

St. Barthélemy gilt als malariafrei.

St. Martin

Impfschutz

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe WHO. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

St. Martin gilt als malariafrei.

Französisch-Polynesien und Neukaledonien

Impfschutz

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe WHO. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

Französisch-Polynesien und Neukaledonien gelten als malariafrei.

La Réunion

Impfschutz

Für die Einreise nach La Reúnion sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

La Réunion gilt als malariafrei.

Mayotte

Impfschutz

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten haben, gefordert, siehe WHO. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

In Überseedépartement Mayotte besteht ganzjährig ein minimales Risiko im ganzen Land inklusive der Städte, siehe Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet, die Kosten sind dementsprechend hoch und müssen zunächst selbst bezahlt werden. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger.
Aushelfender Träger ist die Ortskasse für Krankenversicherung (Caisse Primaire d'Assurance Maladie).
Für eine ärztliche oder zahnärztliche Behandlung müssen zunächst die Kosten selbst getragen werden. Der Arzt händigt dem Versicherten darauf hin den Behandlungsvordruck "Feuille de soins (assurance maladie)" aus, mit dem man gegen Vorlage der EHIC bei der Caisse Primaire d'Assurance Maladie die Kosten erstattet bekommt (Prozentsatz variiert).

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Essen und Trinken

In den französischen Überseegebieten besteht eine Infektionsgefahr bei Durchfallerkrankungen, die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden können. Daher sollten stets sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Wasser sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.  

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber Nein -
Cholera Nein -
Typhus Nein -
Malaria Nein -
Essen & Trinken Nein -

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen am Unterlauf des Flusses Cavu/Cavo nahe der Stadt Porto Vecchio im Süden von Korsika vor, in dieser Region sollte daher das Schwimmen und Waten in Binnengewässern vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Besonders die ländlichen Gebiete im Elsass und die Rheinebene sind betroffen. Gegen diese Krankheit ist eine Impfung möglich. 

In Südfrankreich können vereinzelt Chikungunya-Erkrankungen auftreten. Das Chikungunya-Virus wird von Mücken übertragen. Reisenden wird empfohlen, sich gegen Mücken zu schützen.

Das Dengue-Fieber tritt im Spätsommer in Südfrankreich (Region Nizza) gelegentlich auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird für Reisen an die Mittelmeerküste und nach Korsika empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. 

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vor allem zwischen Juni und September an der Mittelmeerküste und auf Korsika vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Die Viruserkrankung West-Nil-Fieber wird durch infizierte Mücken in Frankreich besonders in den Sommermonaten übertragen. Eine Schutzimpfung besteht nicht. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Frankreich ist offiziell frei von terrestrischer Tollwut.

Die Gefahr der Zika-Virus-Infektionen besteht in Südfeankreich im Département Var sowie in den französischen Überseegebieten. Schwangeren wird daher geraten, Ausbruchsgebiete nicht zu bereisen, da eine Infektion bei Ungeborenen Fehlbildungen verursachen kann.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich Personalausweis/Identitätskarte
Schweiz Ja/1 Nein Nein Ja
Andere EU-Länder Ja/1 Nein Nein Ja
Türkei Ja 2 Nein Nein
Deutschland Ja/1 Nein Nein Ja
Österreich Ja/1 Nein Nein Ja

Personalausweise/Identitätskarten

[1] U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe von EU- und EFTA-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Achtung: Die Anforderungen von Flug- und Schiffsgesellschaften können hiervon abweichen!

Anmerkung zum Reisepass

Frankreich ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Visainformationen

Achtung: Reiserückkehrer, die aus Frankreich nach Deutschland zurückkehren, unterliegen einer Quarantänepflicht.

Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen zeitlich unbegrenzten Aufenthalt sofern nicht anders angegeben:

(a) EU-Länder und Schweiz (Voraussetzungen für den zeitlich unbegrenzten Aufenthalt: Gültiges Ausweisdokument, ausreichende finanzielle Mittel bei Erwerbslosigkeit und gültige Krankenversicherung).
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung oder ein gültiges Langzeit-Visum (D) für ein Schengen-Land besitzen und über einen Reisepass verfügen, der vor weniger als 10 Jahren ausgestellt wurde, für einen Aufenthalt bis zum Ablauf der Gültigkeit des Visums/ der Aufenthaltsgenehmigung.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild, Personalausweis oder eigener Reisepass.

Österreicher: Personalausweis oder Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder Reisepass.

Türken: Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Alleinreisenden Minderjährigen wird empfohlen, eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten / Eltern mit sich führen. Alleinreisende Minderjährige mit Wohnsitz in Frankreich müssen eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten / Eltern mit sich führen, wenn sie nicht mindestens von einem Elternteil begleitet werden. Bei Einreise in einen Nicht-EU/Schengen-Staat, müssen die Bestimmungen des jeweiligen Staates beachtet werden.

Einreise mit Haustieren

Für Vögel aus allen Ländern wird pro Tier ein Gesundheitszeugnis benötigt, das bei der Einreise nicht älter als 5 Tage ist und aus dem hervorgeht, dass das Tier keine Krankheiten hat. Es dürfen bis zu 2 Papageien oder Wellensittiche mitgenommen werden. Der Reisende muss schriftlich bescheinigen, dass er der Besitzer der Vögel ist und diese in Frankreich nicht verkaufen wird.

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass), der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Anmerkung: Staffordshire Terrier bzw. American Staffordshire Terrier (beide als "Pitbull" bekannt), Mastiff- und Tosahunde sowie Rassen, die in keinem vom Internationalen Hundeverband zugelassenen Stammbuch eingetragen sind, dürfen generell nicht nach Frankreich eingeführt werden. Nur, wenn sie in einem solchen Stammbuch eingetragen sind, dürfen sie einreisen. Sie unterliegen dann jedoch auf öffentlichen Straßen und Plätzen der Leinen- und Maulkorbpflicht und dürfen nicht in öffentliche Einrichtungen und Verkehrsmittel mitgenommen werden.

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Für die Staatsangehörigen der meisten Länder 1 Werktag.
Längerfristiger Aufenthalt: Variiert je nach Besuchszweck zwischen 2 bis 5 Tagen und 2 Monaten.

Gültigkeit

Transitvisum: 5 Tage (der Einreisetag zählt mit). Kurzzeitvisum: bis zu 90 Tagen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengenland mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengenland weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreisevisa: Kurzzeitvisa (Transitvisa sowie Touristenvisa für einmalige oder mehrmalige Einreise) und Langzeitvisa (Studien- und Arbeitsaufenthalte).

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft.

Schengen-Visum: 60 €.

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. Der Reisepass muss innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt worden sein.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr in bar.

(f) 2 biometrische Passfotos.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular (downloadbar auf den Websiten der zuständigen diplomatischen Vertretungen).

Geld

Geldwechsel

Einige Hotels sind berechtigt, Geld zu wechseln. Die Credit Mutuel und Credit Agricole (vergleichbar mit den deutschen Sparkassen) haben relativ lange Öffnungszeiten. Laut Gesetz dürfen Hotels und Geschäfte in der Regel keine ausländischen Währungen annehmen. Allerdings findet man Wechselstuben z. T. in Warenhäusern, auf Bahnhöfen, Flughäfen und in der Nähe von Sehenswürdigkeiten.

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks). Die Deklaration muß mindestens fünf Tage vor der Reise beim französischen Zoll angemeldet werden, bei Verstößen drohen sehr hohe Geldbußen.

Kreditkarten

Mastercard und Visa werden angenommen und sind weit verbreitet. American-Express und Diners Club werden weniger häufig akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Kreditkarten werden in zahlreichen Geschäften, Hotels, Supermärkten und Restaurants akzeptiert. Händler weisen im Aushang oft einen Mindestbetrag für Kreditkarteneinkäufe aus.

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks können in Frankreich nur noch in den Großstädten in wenigen Wechselstuben eingelöst werden.

Öffnungszeiten der Bank

Nicht einheitlich: 08.30-16.00 Uhr, auch 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr. Manche Banken sind montags geschlossen und/oder samstags bis 12.00 Uhr geöffnet. Am Vortag eines Feiertages schließen die Banken um 12.00 Uhr, in seltenen Fällen bleiben sie zeitweise oder auch den ganzen darauffolgenden Tag über geschlossen.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Frankreich eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 Zigarillos oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen (Alkoholgehalt über 22%) oder 2 l alkoholische Getränke und Spirituosen (Alkoholgehalt bis zu 22%);
4 l Wein;
16 l Bier;
250 g Kaviar;
2 kg Fisch;
1 kg tierische Produkte;
Arzneimittel für den persönlichen Bedarf des Reisenden;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.
Tabakwaren und Spirituosen dürfen nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden.

Verbotene Importe

Eine Goldmenge über 500 g muss deklariert werden.

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Frankreich, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2017-14, 2020-15, 2012-12
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Frankreich - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 04.12.2020 (Unverändert gültig seit: 03.12.2020)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 04.12.2020 (Unverändert gültig seit: 03.12.2020)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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