| Ländername | Republik Costa Rica, República de Costa Rica |
| Beste Reisezeit | Januar, Februar, März, Dezember |
| Fläche | 51.179 km2 |
| Hauptstadt | San José |
| Bevölkerung | 5.044.197 |
| Sprache | Spanisch |
| Staats-/Regierungsform | demokratische Präsidialrepublik |
| Staatsoberhaupt | Rodrigo Chaves Robles, Presidente de la República, Partido Progreso Social Democrático (PPSD), seit 08.05.2022 |
| Vertreter des Staatsoberhaupts | Stephan Brunner Neibig, Erster Vizepräsident, PPSD, seit 08.05.2022 |
| Regierungschef | Rodrigo Chaves Robles, Presidente de la República, Partido Progreso Social Democrático (PPSD), seit 08.05.2022 |
| Außenminister | Arnoldo André Tinoco, Ministro de Relaciones Exteriores y Culto, seit 08.05.2022 |
| Währung | Costa-Rica-Colón |
| Zeitzone | UTC-6 |
| Reiseadapter | A, B |
| Kfz-Länderkennzeichen | CR |
| ISO-3166 | CR, CRI |
| Internet-TLD | .cr |
| Landesvorwahl | +506 |
| Website | https://www.presidencia.go.cr/ |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| Geeignet für | Outdoor, Meer |
| Ab 500 v. Chr. | Drei indigene Völker prägen das Land: Huetares, Chorotega und Brunca |
| 800–1400 n. Chr. | Blütezeit von Guayabo, einer Huetares-Siedlung nahe dem heutigen Cartago |
| 1502 | Christoph Kolumbus landet auf der Insel Uvita vor Puerto Limón und nennt das Land Costa Rica („Reiche Küste“) |
| 1563 | Die Spanier gründen Cartago und machen es zur Hauptstadt |
| 1821 | Unabhängigkeit von Spanien, Costa Rica wird Teil des mexikanischen Kaiserreichs |
| 1848 | Ausrufung der Republik |
| 1948 | José María Figueres Ferrer wird Präsident und schafft ein Jahr später die Armee ab |
| 1987 | Präsident Óscar Arias Sánchez erhält den Friedensnobelpreis für seinen Einsatz im Nicaragua-Konflikt |
| 2024 | Einführung des Verursacherprinzips gegen Abholzung. In der Folge ist die Waldfläche auf 59 % angestiegen und der Ökotourismus boomt |
| 2025 | Das Land ist in Lateinamerika Spitzenreiter in Sachen Gleichstellung von Frauen und Männern, belegt weltweit Platz 16 |
Torre La Sabana (Av. de las Américas/C/ 60) | Tel. 22 90 90 91 | san-jose.diplo.de
Edificio Colón (Paseo Colón neben Banco de Costa Rica) | Tel. 22 21 43 06 | bmeia.gv.at
Edificio Centro Colón (Paseo Colón/C/ 36– 38) | Tel. 22 21 48 29 | eda.admin.ch
Allgemeiner Notruf: Tel. 9 11 (auch auf Englisch); Rotes Kreuz: Tel. 1 28
WLAN (wifi) haben fast alle Hotels und Gästehäuser. Auch in den meisten Cafés und Restaurants kannst du dich mit Passwort kostenfrei einloggen. In abgelegenen Regionen und während der Regenzeit ist der Zugang zeitweise gestört.
Die Vorwahl nach Costa Rica ist 00506, nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Prepaid-SIM-Karten von Kölbi (kolbi.cr) für Touristen sind ab 3000 Colones in ICE-Geschäftsstellen erhältlich (ict.go.cr). Auch bei den costa-ricanischen Netzanbietern Claro CR (claro.cr) und Liberty (libertycr.com) gibt es SIM-Karten (chip) für Touristen mit recht günstigen Tarifen. Die beste Abdeckung bietet Kölbi.
| 1. Januar | Año Nuevo (Neujahr) |
| 19. März | Día de San José (Josefstag) |
| März/April | Jueves y Viernes Santo (Gründonnerstag und Karfreitag) |
| 11. April | Juan-Santamaría-Tag (Gedenktag an den Nationalhelden) |
| 1. Mai | Día del Trabajo (Tag der Arbeit) |
| 29. Juni | San Pedro y Pablo (St. Peter und Paul) |
| 25. Juli | Anexión de Guanacaste (Gedenktag an den Anschluss der Provinz Guanacaste) |
| 2. August | Virgen de los Ángeles (Jungfrau der Engel) |
| 15. August | Día de la Madre (Mariä Himmelfahrt und Muttertag) |
| 15. September | Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag) |
| 12. Oktober | Día de la Raza (Kolumbustag) |
| 2. November | Día de los Muertos (Allerseelen) |
| 8. Dezember | Concepción Inmaculada (Mariä Empfängnis) |
| 25. Dezember | Navidad (Weihnachten) |
Busse fahren von San José in alle Orte und Landesteile. Sie sind äußerst preiswert, am Wochenende aber oft überfüllt. Die privaten Gesellschaften unterhalten eigene Bahnhöfe (in San José mehr als zehn), über deren Lage und Ziele ein Busplan (siehe visitcostarica.com/es/costa-rica/bus-itinerary) Auskunft gibt. Für Fernverbindungen und Reisen am Wochenende kaufst du Tickets besser im Voraus. Das private Unternehmen Interbus (interbusonline.com) verkehrt mit zwölfsitzigen Kleinbussen täglich in alle Touristenorte.
Viele Fähren verkehren im Golf von Nicoya und über die Mündung des Río Tempisque. Zur Península de Osa gibt es eine Fährverbindung von Golfito nach Puerto Jiménez sowie ein Fährboot nach Rincón.
Taxifahrten können zum Ärgernis werden, besonders in San José. Ist das Taxameter (maría) eingeschaltet – wie vorgeschrieben –, dann ist die Fahrt recht billig. Doch mitunter schaltet der Fahrer gar nicht oder nicht neu ein, sodass ein vorheriger Betrag mitberechnet wird. Andere Varianten: Die maría ist manipuliert (am schnellen Ticken zu erkennen) oder es heißt, sie sei kaputt. Unkomplizierter ist es, Uber (uber.com) zu nutzen. Du musst die App allerdings schon zu Hause installieren, von unterwegs funktioniert dies meist nicht mehr. Bei Uber siehst du vorab bei der Bestellung, was dich die Fahrt kosten wird.
Nicht immer gibt es Straßennamen, dann heißt es z. B. „100 m südl. des xy-Parks“. Hausnummern sind fast unbekannt, man gibt die Ecke an: Av. 4/ C/ 5, d. h. Avenida 4, Ecke Calle 5, oder schreibt z. B. C/ 2/ Av. 2–4 (noch kürzer: c2, a2/ 4): „Calle 2 zw. den Avenidas 2 und 4“.
Die costa-ricanische Küche ist nicht besonders reich an Variationen und Raffinesse, eher einfach-rustikal und dabei doch gut. Seit Jahrhunderten spielen Bohnen – eine Top-Eiweißquelle, die es bereits zum Frühstück gibt – und Maisgerichte die Hauptrolle.
Ein weiteres Grundnahrungsmittel ist Reis, für den man unzählige Zubereitungsarten kennt. Reis und schwarze Bohnen sind auch die Basiszutaten für das costa-ricanische Nationalgericht casado. Das bedeutet eigentlich „verheiratet“ – und warum heißt nun dieses populäre Tagesmenü ausgerechnet casado? Es ist das, was den tico angeblich täglich – und für den Rest seines Lebens – erwartet, wenn er eine tica heiratet: Reis und gebratene schwarze Bohnen, Zwiebeln, oft mit Rührei oder auch Sauerrahm. Dazu gibt es gebratene Kochbananen, gebratenes oder gekochtes Fleisch und Salat.
Traditionell wird bereits am Morgen gallo pinto serviert, das zweite Nationalgericht, wiederum eine Mischung aus Reis und schwarzen (oder roten), in der Pfanne gebratenen Bohnen, dazu wahlweise Zwiebeln, Sauerrahm, dünne Maismehlfladen (tortillas), Käse oder Rührei. Auch kann das Gericht durch Schinken, Huhn oder Speck ergänzt werden.
Mittags und abends schätzen die Costa Ricaner – neben Reis und Bohnen – Hühner- oder Rindfleisch; Eier und Fisch ergänzen den Speiseplan. Köstlich sind die diversen Gemüsegerichte und -beilagen. Neben Karotten, Paprika, Kartoffeln, Kürbis und Zwiebeln werden häufig auch Gemüsesorten wie Yucca und Maniokwurzeln serviert. Vorsicht ist angezeigt bei den so harmlos aussehenden picadillos, in Chilischoten und Essigwasser eingelegten Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Paprika von mitunter enormer Schärfe.
Das Meer bildet einen der größten Reichtümer des Landes und liefert Fisch und Meeresfrüchte. Auf Meeresfrüchte spezialisierte Restaurants nennen sich marisquería. In vielen Küstenrestaurants bekommst du auch ceviche: in Limettensaft marinierten rohen Fisch, gewürzt mit Koriander und Zwiebeln. Das aus Peru stammende, aber in ganz Lateinamerika beliebte Gericht hat sich auch in Costa Rica etabliert.
Für Europäer fremdartig ist vor allem die kreolische Küche, in der Kokosnuss und Gewürze die Hauptrolle spielen. Einer der beliebtesten Eintöpfe heißt rundown (auch rondon): in Kokosmilch gekochtes Fleisch und Gemüse. Als Nachtisch gibt es Käse aus Monteverde (z. B. Monte Rico) oder eine der vielen Süßigkeiten wie granizado con fruta, Eiscreme und Früchte auf zerstoßenem Eis.
Äußerst beliebt sind Fruchtmixgetränke, etwa pürierte Mangos oder Bananen, die mit Milch oder Wasser aufgefüllt sind (batidos con leche/agua); viele Restaurants servieren auch reine Fruchtsäfte (frescos). Am Straßenrand verkauft werden grüne Kokosnüsse (pipas), mit einer Machete geöffnet und mit dem Strohhalm ausgeschlürft – ein idealer Durstlöscher voller Vitamine. Costa-ricanischer Kaffee wird in alle Welt exportiert und von den Einheimischen den ganzen Tag über gern getrunken.
Geschätzt wird ein gutes Bier, und die im Land gebrauten Sorten Bavaria, Pilsen und Imperial brauchen den Vergleich mit europäischem Bier nicht zu scheuen. Weine sind meist importiert, die costa-ricanischen sind zwar nicht schlecht, aber so rar, dass man sie schwer findet. Beliebt als Sundowner sind köstliche Mixgetränke, z. B. piña colada (Ananassaft, Kokosmilch, Rum), daiquirí (Zitronensaft, Rum, zerstoßenes Eis), margarita (Zitronensaft, Orangenlikör, Tequila), Cuba libre (Rum, Zitronensaft, Cola).
In San José und im Zentraltal findet man Restaurants jeder Couleur. Im mittleren Preisbereich dominieren dem US-Geschmack angepasste Häuser, die bessere einheimische Gesellschaft bevorzugt europäische Restaurants. Auf dem Land überwiegen einfachere Lokale (sodas) mit einheimischer Küche. Beliebt sind auch solche, die neben italienischer Pizza eine Vielfalt an Pasta und Salaten anbieten. In den von Touristen besuchten Orten sind zahlreiche vegetarische Restaurants entstanden sowie von Ausländern betriebene italienische, französische und asiatische Restaurants. Deren Kochtraditionen nehmen nun ihrerseits Einfluss auf die Landesküche, ebenso wie die aus den USA herüberschwappende Welle des Fusion Food, bei dem aus allen Küchen der Welt geschöpft wird.
Im angegebenen Preis inklusive sind obligatorisch 13 Prozent Mehrwertsteuer. Hinzu kommen meist zehn Prozent Service Charge, diese ist nicht mit dem Trinkgeld zu verwechseln. Ein Trinkgeld von maximal zehn Prozent wird gern gesehen, aber du solltest es nur geben, wenn alles perfekt lief.
Jeder größere Ort hat seinen Zentralmarkt mit zahlreichen Essständen. Man sitzt auf Holzhockern vor dem Tresen und bekommt vom Frühstück bis zum Abendessen alles serviert. Dazu gibt es Kaffee sowie Obst- und Gemüsesäfte. Und auf den Straßen findet man an vielen Ecken einen Imbissstand, dessen Angebot jedoch oft nichts für den empfindlichen Magen ist. Mit bar schließlich kann fast alles gemeint sein: Kneipe, Esslokal, Café, Gemischtwarenladen oder all das zusammen.
Star der costa-ricanischen Kochszene ist Flora Sobrado de Echandi, im Land berühmt unter dem Namen Tía Florita. Als Verfasserin diverser Kochbücher und Star ungezählter Kochshows (tiaflorita.tv) führt sie vor, wie die traditionelle Landesküche variiert werden kann. Ihre Rezepte schöpfen aus Altbewährtem und werden durch Verwendung von Gewürzen und neuen Zutaten moderner.
Im Restaurant ist meist eine Servicegebühr in der Rechnung enthalten, nicht zu verwechseln mit dem Trinkgeld: Als solches kannst du für guten Service bis zu zehn Prozent geben. Im Hotel bekommen Reinigungspersonal und Gepäckträger ca. 1000 Colón pro Tag bzw. Koffer.
Liebhaber finden farbenfroh bestickte und mitunter handgewebte Kleider, Jacken, Blusen und Hosen, die auf Märkten angeboten werden. Einige der Artikel stammen aus Guatemala und Mexiko oder sind in ihrer Gestaltung inspiriert von der in Panama verbreiteten Molas-Stickerei.
In Sarchí und Umgebung sind besonders viele Kunsthandwerker ansässig. Hier blüht das Geschäft mit den bunten carretas, den traditionellen Ochsenkarren, einem farbenfrohen Symbol für Costa Rica. Die Wagen werden in allen Größen hergestellt und dienen als Dekoobjekt in Haus und Garten wie auch als Minibar. Weniger auffällig sind die vielen Schaukelstühle aus Leder und Holz, zusammenklappbar und deshalb auch leicht zu transportieren.
Eine wahre Fundgrube für schöne und praktische Reisemitbringsel sind die Shops in den Nationalparks bzw. in deren Umgebung. Hier kaufst du etwa von Hand hergestellte Seifen aus Limettenöl oder mit Mangoduft, exotische Wellnessöle, Briefpapier aus Bananenblättern, mit Schildkrötenmotiven bedruckte T-Shirts für Kinder und vieles mehr.
Im Urwald gedeihen Pflanzen, die superwirksam und toll für die Herstellung von tropischer Naturkosmetik sind. Bestseller der Produkte von Raw Botanicals (rawbotanicals.com), einem Ökolabel aus Costa Rica, ist Ylang Ylang Miracle: ein Serum, das die Haut strafft und dabei reine Natur ist.
Auf kleinen Kaffeefincas findest du meist beste Qualität. Am besten, du probierst und kaufst direkt bei einem Besuch auf der Plantage. Neben bekannten Adressen entdeckst du unterwegs tolle Unternehmen wie z. B. Caribeans Coffee and Chocolate (caribeanschocolate.com) aus Puerto Viejo de Talamanca, die nicht nur Kaffee, sondern auch köstliche Schokolade produzieren.
Fundgrube für alles von Heilkräutern und Tinkturen über Schuhe bis zu Teppichen und handgeschnitzten Kämmen. Kommunikationszentren in ländlichen Gebieten sind die ungezählten pulperías, Krämerläden, die Gewürze und Zigaretten, Haarshampoo und Trockenmilch verkaufen. Leider werden diese auch pulpe oder minisúper genannten Kleinläden zunehmend von großen Supermärkten bedroht.
Ein grauer Markt existiert für Schildpatt und daraus hergestellte Produkte sowie für die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützten Seeschnecken und Muscheln. Wie beim Kauf von Schildpattkämmen setzt auch durch den Erwerb von Riesenmuscheln eine folgenschwere Entwicklung ein: Statt Strandgut zu sammeln, werden bei starker Nachfrage die Tiere eigens für Touristen gefangen und getötet. Solche „Souvenirs“ solltest du ebenso wenig kaufen wie alles, was aus Schildpatt oder der Haut von Leguanen hergestellt wurde. Und beim Kauf von Waren aus Edelholz solltest du sicherstellen, dass es sich um Plantagenholz handelt, um dem Raubbau am tropischen Regenwald nicht Vorschub zu leisten.
In den meisten Nationalparks und Schutzgebieten herrschen hohe Luftfeuchtigkeit und große Hitze. Funktionskleidung und gut eingelaufene Trekkingschuhe sind nötig. Da es höchstens am Eingang etwas zu kaufen gibt, gehören ins Gepäck ein Snack und Wasser (wobei Plastikflaschen in den Parks nicht gern gesehen oder gar verboten sind). Mit Regen muss immer gerechnet werden, eine leichte, wasserdichte Jacke ist also sinnvoll. Im Corcovado- und Tortuguero-Park sind guides obligatorisch, ansonsten entscheidest du selbst, ob du allein mit Plan durch die Wildnis streifen oder auf versteckte Tiere und besondere Pflanzen aufmerksam gemacht werden willst. Jeder Nationalpark hat eigene Öffnungszeiten, manche sind an einem Tag in der Woche geschlossen.
| Chicharrones | Knusprig ausgebackene Stücke von der Schweineschwarte |
| Enchilada | Teigtasche mit Käse, Kartoffeln, Fleisch |
| Frijoles molidos | Bohnenpüree mit Zwiebeln und Paprika |
| Guacamole | Pürierte Avocados mit Zitronensaft und Tomaten |
| Patacones | Dünne, frittierte Kochbananenscheiben |
| Empanada | Gerollter Maispfannkuchen mit Bohnen, Käse, Fleisch, Kartoffeln |
| Quesadilla | Weizenmehltortilla mit Käse |
| Sopa negra | Schwarze-Bohnen-Suppe mit Gemüse und Ei |
| Arroz con carne | Reis mit Fleisch |
| Arroz con pescado | Reis mit Fisch |
| Carne asada | Dünne, gebratene Rindfleischscheiben |
| Gallo | Tortilla mit Bohnen, Käse, Fleisch, Tomaten, Bratkartoffeln |
| Olla de carne | Eintopf mit Fleisch, Huhn, Kartoffeln, Gemüse, Mais, Yucca, Kochbanane |
| Pollo asado | Scharf gewürztes Brathähnchen |
| Tamal | In Bananenblättern gedämpfter Maisfladen, gefüllt mit Fleisch und Paprika |
| Cajeta | Dessert aus Kokos, Vanille und Milch |
| Chorreado | Maispfannkuchen mit Sauerrahm |
| Pan bon | Dunkles Früchtegewürzbrot |
Die spanische Verkleinerungsform, das „ito“ oder „ita“, ist ein Zeichen von Freundlichkeit. Aus momento wird so momentito, „Momentchen“. Die Costa Ricaner verwenden als Diminutiv „ico“, sagen also momentico, und besonders gern verdoppeln sie die Verkleinerungsform, machen aus hermano (Bruder) hermanitico (kleines Brüderchen). Wegen dieser Angewohnheit nennen die übrigen Lateinamerikaner sie ticos, und das haben sie gern angenommen.
Grün und Blau prägen das Bild der Plantagen: das Grün der Bananenstauden, das Blau der über die reifenden Früchte gehängten und mit Insektiziden getränkten Plastiktüten. Bananen sind heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, Costa Rica gilt als der weltweit zweitgrößte Bananenexporteur. Anbau und Vermarktung begannen Ende des 19. Jhs. Neben Kaffee avancierten Bananen zum bedeutendsten Exportgut. Interessant: Die Banane ist eine Frucht, die man ganzjährig ernten kann – eine absolute Ausnahme bei tropischen Früchten.
80 Prozent der gut 5 Mio. ticos sind weiß – als Nachfahren der Spanier nehmen sie damit eine Sonderstellung unter den Bewohnern Lateinamerikas ein. Nur 15 Prozent der Bevölkerung sind Mestizen (zum Vergleich: in Mexiko 80 Prozent), also Nachkommen von Weißen und Indigenen. Ein Prozent der Bevölkerung sind Schwarze, ein Prozent Chinesen und nur anderthalb Prozent indígenas. Diese Nachfahren der indigenen Ureinwohner – rund 55 000 von ihnen leben in 35 kleinen Reservaten – gehören zur ärmsten Bevölkerungsgruppe. Da in Costa Ricas Verfassung das Recht auf politisches Asyl verankert ist, wurde das kleine Land zur Zuflucht vieler Tausend aus El Salvador und Nicaragua geflohener Menschen. Das Bevölkerungswachstum ist hoch, die Kinderzahl pro Familie liegt bei durchschnittlich fünf. Knapp 90 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch.
Die einen schätzen sie als Häppchen oder Suppe, die anderen als Schmuck: Trotz zahlreicher Artenschutzabkommen und gesetzlicher Bestimmungen werden Eier, Fleisch und Panzer der Schildkröten hier immer noch illegal ausgegraben. Einige Arten der Tiere, seit rund 100 Mio. Jahren auf der Welt, sind heute vom Aussterben bedroht. In Costa Rica hat man sich ihrer angenommen, mehrere Forschungsstationen untersuchen, kennzeichnen, schützen sie und ziehen sie auch auf. An beiden Meeren des Landes schwimmen die Schildkröten zu Tausenden an den Strand, bei Hochwasser und Mondlicht, kriechen mühsam hinauf und graben tiefe Löcher für ihre Eier. Einige Tiere sind mehrere Hundert Kilo schwer. Entsprechend langsam gestaltet sich die nächtliche Prozedur, bei der man – mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen, also ohne Licht und Geräusche – auch zuschauen darf. Die Eier werden in sechs bis acht Wochen vom warmen Sand ausgebrütet – falls sie niemand vorher ausgräbt. Dann wühlen sich bis zu 100 kleine Schildkröten durch die Sandschicht nach oben und streben sofort dem Wasser zu. Viele erreichen ihr Ziel nicht und werden vorher zur Beute von Menschen, Vögeln und Fischen.
Höhen von 40 m und mehr sind keine Seltenheit unter den Tausenden von Baumarten im costa-ricanischen Regenwald. Tatsächlich beherbergt dieser Wald – der nur noch weniger als zehn Prozent der Erdoberfläche bedeckt – mehr als die Hälfte aller Tierund Pflanzenarten weltweit. Das Leben im Dschungel spielt sich in stockwerkartigen Etagen ab: dunkel, heiß und extrem feucht am Boden; weitgehend unerforscht ist das Leben in den Baumkronen. Das stabilste, aber auch sensibelste Ökosystem der Erde, Millionen von Jahren alt, überstand Klimaschwankungen bis hin zur Eiszeit, ist heute jedoch durch den Menschen und die von ihm verursachten Umwelteinflüsse bedroht. Noch vor 50 Jahren bedeckten in Costa Rica der Regenwald (in den tropischen Tieflandregionen) und der Nebelwald (in Höhen ab 1000 m) über 70 Prozent des Landes.
Costa Rica ist das drittkleinste Land auf dem amerikanischen Festland. Seine Topografie wird zu einem beträchtlichen Teil von Bergland bestimmt, das 70 erloschene und aktive Vulkane überragen. Diese Kordillerenkette verläuft von Nordwesten nach Südosten quer durch das Land und wirkt als Wetterscheide. Der höchste Berg, der Chirripó, misst 3819 m. Ein großer Tieflandbereich zieht sich an der Atlantikküste entlang: ein tropisches, immerfeuchtes Gebiet von Sümpfen, Lagunen und Flüssen. Die Hauptstadt San José und ihre dicht besiedelte Umgebung liegen in der zentralen Hochebene am Fuß der Cordillera Central. Die Grenzen des Landes zwischen Pazifik- (1200 km) und Atlantikküste (200 km, Karibisches Meer) bilden Nicaragua im Norden und Panama im Süden.
Kein anderes Land bietet so viel Gelegenheit für Freiwilligenarbeit und zieht so viele volunteers an wie Costa Rica, in erster Linie in den Bereichen Tierschutz und Naturschutz. Das reicht von der Bewachung von Schildkröteneiern an den Pazifik- und Karibikstränden über Hilfsarbeiten in den Naturschutzgebieten bis zur Betreuung verletzter Wildtiere und Englischunterricht für Schulkinder. In der Finca La Flor arbeiten volunteers in der Biolandwirtschaft, im botanischen Garten, im Wald oder Stall und nehmen teil an der Umwelterziehung (fincalaflor.org/english-1/volunteering). Bei der Organisation Wayers (wayers.com) kann eine Vielzahl von Praktika gebucht werden, auch mit Spanischunterricht und Unterkunft in Hostels bzw. bei Gastfamilien. Oder man fragt direkt bei den Nationalparks an; auch dort gibt es häufig interessante Stellen.
Zu Costa Ricas 30 Nationalparks kommen noch Wild- und Naturschutzgebiete sowie in Privatbesitz befindliche Wälder und Reservate hinzu: solche, die von Hotels und Gästehäusern, von Haciendas, Fincas und Lodges sowie Tier- und Naturschutzorganisationen unterhalten werden. Eintrittsgelder, Spenden und touristische Attraktionen wie Ziplines oder die aerial tramways genannten Baumkronen-Seilbahnen dienen zum Teil deren Unterhalt. Die Zugänglichkeit der Reservate erlauben angelegte Pfade (senderos), die man individuell oder mit Führer begehen kann. In der Regel solltest du in Costa Rica nicht an den nature guides sparen, da du ohne diese viel weniger sehen und verstehen wirst. Zudem sind sie oft sehr gut ausgebildet und kompetente Gesprächspartner. Infos unter ict.go.cr/en/documents/guias.html.
Viele Costa Ricaner halten angesichts von etwas über 5 Mio. Einwohnern die Zahl der Migranten aus Nicaragua – sie wird auf 500 000 bis 1 Mio. geschätzt – für zu hoch. Viele sind illegal ins Land gekommen, arbeiten bei der Bananen- und Kaffeeernte oder als Hausmädchen und kommen so auf 250–300 US-$ im Monat. Ihre Lebensbedingungen sind prekär und sie haben keinen Zugang zur staatlichen Gesundheitsvorsorge, die für ticos obligatorisch ist. In Costa Rica begegnet man den Migranten aus Mittelamerika zudem mit Misstrauen, aber ohne diese würde das Land nicht funktionieren. Zu viele der schlechter bezahlten Jobs werden von ihnen geleistet. Ihre in Costa Rica geborenen Kinder erhalten automatisch die costa-ricanische Staatsbürgerschaft und damit Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
1948, in politisch unruhigen Zeiten, übernahm der Sozialdemokrat José Figueres Ferrer für 18 Monate die Regierungsgeschäfte, begann mit wirksamen sozialen Reformen und legte ein Jahr später eine Verfassung vor, die die Abschaffung des Militärs enthielt. Eine Maßnahme, die sich für Costa Rica in vielfacher Weise bezahlt machte: Das gesparte Geld wurde für soziale Wohlfahrt und das Gesundheitswesen, für die Alphabetisierung der Bevölkerung und eine umfassende Reform des Bildungswesens eingesetzt. Heute steht Costa Rica mit diesen Errungenschaften in Lateinamerika einzigartig da, ohne dass es durch das Fehlen einer Armee je einen Nachteil hatte.
Costa Rica ist das weltweit bedeutendste Ziel für Ökotourismus, es gibt kaum einen Anbieter, der für sein Geschäft nicht die Bezeichnung „ecological“ im Beinamen verwendet. Doch mit der wachsenden Beliebtheit des kleinen Landes leiden immer häufiger die empfindlichen Ökosysteme. Beispiel Manuel Antonio, das heute mit mehreren Flügen täglich von San José angesteuert wird: Die senderos in dem nur 7 km2 großen Nationalpark werden jährlich von Hunderttausenden Besuchern abgelaufen, sodass die Affen mittlerweile um Bananen betteln und dienstags der Park zum Müllbeseitigen geschlossen wird. In Tortuguero werden Touristen mit dem Motorboot über die Kanäle zu den Lodges und den Krokodilen gebracht – eine langsamere Fortbewegung würde weniger Schaden anrichten. Auch die Kriterien für die vielen Qualitätssiegel, mit denen sich Hotels und Lodges schmücken, sind nicht immer durchsichtig. Andererseits erzielen einige, zum Teil kleine Ökolodges erstaunliche Erfolge bei der Wiederaufforstung und machen Hoffnung, dass die Welt doch noch zu retten ist.
Hunderte hat man bisher entdeckt und viele werden vermutlich noch gefunden werden: künstliche Steinkugeln aus Granit und Lava, zwischen 10 cm und 2 m groß, perfekt gerundet und bis zu kolossalen 16 t schwer. Die Rundung war nicht so schwer: Vermutlich wurde mit einer Schnur und einem spitzen Stein ein Halbkreis auf stabiles Holz geritzt und der Halbkreis ausgeschnitten. Damit entstand eine Schablone und die Feinbearbeitung des Steins erfolgte durch Rotieren des Steins in der Schablone. Die Kugeln liegen in Costa Ricas Süden im Dschungel und in Flussmündungen, in Tälern und auf Bergen. Sie wurden vermutlich von den Brunca, einem präkolumbischen Volk, hergestellt und symbolisierten möglicherweise die Gestirne, deren Anordnung man mit ihnen nachstellen konnte. Viele wurden von den Spaniern zerstört, weil sie in deren Mitte Gold vermuteten. Die auch Indian stone balls oder spheres genannten Kugeln zieren heute Museen, Parks und öffentliche Gebäude, zwei sieht man im Vorgarten des Paseo Colón 2044 in San José. short.travel/cri5
Sie begegnen dir auf der Straße, in Parks und auf Plätzen: Straßenverkäufer, die Sonnenbrillen, Uhren und Wasser, Kaugummis und Kleidungsstücke, Souvenirs und Parfum verkaufen. Auf der Plaza de la Cultura von San José bieten sie Taubenfutter an, obwohl die Tauben dort längst zur Plage geworden sind. Entsteht irgendwo ein Stau, werden dort in kürzester Zeit Waren durch die Autofenster angeboten und gehandelt. Ticos und Geflüchtete aus Zentral- und Südamerika, auch Kinder und Jugendliche, versuchen so zu überleben. Die Polizei konfisziert die Waren und transportiert sie mit Kleinlastern gleich ab.
Keine Angst, Vulkanausbrüche sind in Costa Rica selten und meist vorhersehbar. Auch in anderer Hinsicht entsprechen die Vulkane des Landes nicht immer dem verbreiteten Image. So zeigen durchaus nicht alle die klassische Zuckerhutform, viele tarnen sich als gewöhnliche Berge. Und Vulkanasche bescherte dem Land seine fruchtbaren Böden. Der Vulkan Arenal (1633 m) 100 km nördlich von San José ist der aktivste; 1968 erfolgte ein großer Ausbruch mit mehr als 80 Toten. Seine nächtlichen Eruptionen sind seit einigen Jahren seltener geworden, doch das Besteigen des Vulkans bis zum Gipfel ist nicht erlaubt. Am Fuß des Vulkans gibt es mehrere Wanderwege.
Da Bodenschätze rar sind, sind Bananen, Kaffee, Zucker, Ananas, Kakao, Palmöl und Rindfleisch bedeutsame Ausfuhrprodukte. Auch die Holzwirtschaft ist ein wichtiger ökonomischer Faktor. Costa Rica verkauft Edelhölzer in alle Welt, koppelt den Einschlag jedoch mit umfangreicher Wiederaufforstung.
Costa Rica hat ein strenges Nichtrauchergesetz. In allen öffentlichen Einrichtungen, Hotels (auf dem gesamten Gelände), Restaurants (auch offenen), Bars, Bussen, Märkten, in Parks und an Stränden ist das Rauchen verboten. Bei Nichtbeachtung können Strafen fällig werden!
Costa Rica ist manchmal teurer als erwartet. Es lohnt sich, die Kosten etwa beim Nationalpark-Eintritt zu vergleichen und gut zu planen. Klar, einmal über die Baumkronen sausen ist ein Muss, aber so manches Ziplining ist teurer als in Europa.
Jedes Jahr ertrinken über 100 Menschen! An der Pazifikküste und am südlichen Atlantik gibt es zum Teil heftige Strömungen, mitunter schon in knietiefem Wasser. Deshalb: Bade nie im offenen Meer, sondern immer in Buchten, und verlier Kinder niemals aus dem Auge. Am besten richtet man sich nach den Einheimischen.
Auf den Straßen gibts immer wieder tiefe Schlaglöcher, Hindernisse sind unbeleuchtet, die Straße endet manchmal im Nichts. Deshalb: Fahrten in der Dunkelheit nach Möglichkeit vermeiden!
Klingt harmlos, ist es aber nicht. Wenn Affen, Nasenbären und Faultiere von Touristen gefüttert werden, verlieren sie ihre natürliche Scheu und können aggressiv werden.
Taxis, Überlandbusse, Mietwagen (siehe Sicherheit - Kriminalität) und für entlegene Gebiete Flugverbindungen stehen zur Verfügung. Auch wenn die Entfernungen in Costa Rica kurz erscheinen, nehmen Überlandreisen oft viel Zeit in Anspruch, mit Staus muss jederzeit gerechnet werden. Die Straßen befinden sich generell in einem sehr schlechten Zustand (tiefe Schlaglöcher, nicht vorhandene Straßenmarkierungen). Autobahnen sind oft bessere Landstraßen. Die Unfallrate im Land ist sehr hoch.
Im Falle eines Unfalls dürfen die beteiligten Fahrzeuge in der Regel erst nach Aufforderung der Polizei bewegt werden, da dies andernfalls als Schuldeingeständnis gewertet wird. In diesem Fall kommt ein Sachverständiger der Versicherungsgesellschaft Grupo INS.
Bei Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss droht im Falle eines Unfalls mit Todesfolgen eine Gefängnisstrafe bis zu 15 Jahren.
In Costa Rica sind die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt und das Fahren ohne Sicherheitsgurt oder ohne Kindersitz unter - sehr hohe - Strafen gestellt. Die meisten Autoverleiher bieten Kindersitze an.
Geldstrafen können in Costa Rica ausschließlich über nationale Banken beglichen werden.
Sicherheitsvorkehrungen bei Abenteuertourismus (Wildwasser-Rafting, Canopy) entsprechen häufig nicht deutschem Standard; es kommt immer wieder zu Unfällen.
Besuche der Vulkane Poás und Irazú sind nur mit vorheriger Online-Anmeldung über das Sistema Nacional de Áreas de Conservación SINAC möglich, siehe auch Natur und Klima.
Abhängig von der bei Einreise durch den Grenzbeamten eingeräumten Aufenthaltsdauer ist der deutsche Führerschein in Verbindung mit einem gültigen Reisepass gültig. Die maximale Aufenthaltsdauer (=Gültigkeitsdauer des Führerscheins) für touristische Aufenthalte beträgt sechs Monate. Die zusätzliche Mitnahme eines internationalen Führerscheins ist zur Vermeidung von Problemen bei Polizeikontrollen jedoch empfehlenswert.
können in Costa Rica ungehindert reisen. Besonders in ländlichen Gebieten sollte beachtet werden, dass viele Costa Ricaner religiös und konservativ sind.
Ein besonderes Augenmerk richten die costa-ricanischen Strafverfolgungsbehörden auf Fälle von Kindesmissbrauch. Hier drohen langjährige Haftstrafen. Diese Taten werden, wenn sie von Deutschen oder an Deutschen im Ausland begangen werden, auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt.
Drogenbesitz und -handel sind in Costa Rica strafbare Delikte und werden von den einheimischen Behörden streng verfolgt. Bei einer Festnahme im Zusammenhang mit (internationalem) Drogenschmuggel muss mit einer Verurteilung zu einer drastischen Haftstrafe gerechnet werden, die mehrjährig ohne zeitnahe Überstellungsmöglichkeit in costa-ricanischen Gefängnissen verbüßt werden muss.
Die Teilnahme an politischen Veranstaltungen wie Demonstrationen ist Ausländern untersagt und kann zu Haftstrafen oder Ausweisung führen.
Landeswährung ist der Colón (CRC), Zahlungen in USD sind landesweit möglich und üblich. Die Abhebung von Bargeld am Geldautomaten mit Kreditkarte ist meist bis zu bis zu einer Höhe von ca. 200.000 CRC pro Tag (ca. 400 EUR) bzw. dem mit der Hausbank vereinbarten Rahmen möglich. Die meisten costa-ricanischen Banken haben ihre Verträge mit Maestro gekündigt, sodass mit einer Debitkarte (Girocard, mit Maestro) in der Regel kein Bargeld abgehoben werden kann. Weitere Informationen erteilt die kartenausstellende Bank, siehe auch Konsularinfo.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet, mit Ausnahme von Argentinien und Panama, müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Eine Nachweispflicht besteht zudem bei der Einreise aus ganz Kolumbien, Ecuador, Peru, Trinidad und Tobago (im Gegensatz zur keine Regionsbeschränkung von Risikogebieten innerhalb der Länder).
Zudem muss bei Einreise aus Tansania und Sambia der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erfolgen.
Sollten sich Reisende nur im Transitbereich der oben genannten Gelbfieberländer vor Einreise nach Costa Rica aufgehalten haben, besteht keine Nachweispflicht.
Costa Rica selbst ist kein Gelbfieberinfektionsgebiet.
Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.
Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil der fast ausschließlich vorkommenden Malaria tropica (P. falciparum) beträgt 93%, 7% sind Malaria tertiana-Fälle (P. vivax). Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die zur Verfügung. Das Malariarisiko besteht ganzjährig und ist regional unterschiedlich:
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
In Costa Rica kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können z.T. gravierende Organveränderungen am Herzen und des Verdauungstraktes auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende an Chagas zu erkranken sehr gering.
Bei der Tollwut handelt es sich um eine tödlich verlaufende Viruserkrankung, die über den Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen wird. Landesweit besteht in Costa Rica ein hohes Risiko für Bissverletzungen, siehe Tollwut.
Diese durch Sandfliegen übertragene, parasitäre Erkrankung kommt landesweit vor und kann zu Hautveränderungen (kutane Form) oder einer generalisierten Erkrankung mit Fieberschüben und Milzvergrößerung (viszerale Form) führen.
Diese bakterielle Infektion wird ganzjährig vereinzelt durch Kontakt mit Oberflächenwasser, das mit Nagetierausscheidungen kontaminiert ist, übertragen. Meist verläuft die Erkrankung wie ein milder grippaler Infekt, in seltenen Fällen kann es jedoch zu einer schwerwiegenden Beteiligung der Leber und Nieren kommen, siehe Leptospirose.
Die Gesundheitsversorgung ist gerade in ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar. Planbare Eingriffe sollten nach Möglichkeit daher in Deutschland erfolgen. Grundsätzlich sollte bei ernsthaften Erkrankungen, Unfällen, etc. schnellstmöglich eines der Krankenhäuser im Großraum San José aufgesucht werden, wo die Versorgung gut ist, die Kosten in Privatkliniken aber (sehr) hoch sind.
Die Kosten für eine medizinische Behandlung sowie Medikamente müssen in der Regel vor Ort sofort in bar (auch Kreditkartenzahlung ist möglich) beglichen werden.
Notfallpatienten wird regelmäßig wegen nicht vorliegender Kostenübernahme die Behandlung verweigert. Gleiches gilt für die zahlreichen privaten Ambulanzdienste (für Helikoptertransport vom Unfallort in ein Krankenhaus in San José). Hier muss der Patient in Vorkasse treten.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Letzte Änderungen:
Redaktionelle Änderungen
Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.
Die Lage im Land ist grundsätzlich ruhig. Kleinere Demonstrationen, Protestaktionen und Streiks können insbesondere in der Hauptstadt San José und der Metropolregion (Gran Área Metropolitana) vorkommen und zu lokalen Verkehrsbeeinträchtigungen führen.
Die Kriminalitätsrate ist in Costa Rica niedriger als in den Nachbarländern, aber nicht zu ignorieren. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub kommen insbesondere in den Städten und in stark frequentierten Nationalparks vor. Die Mordrate und Gewaltkriminalität sind landesweit angestiegen. Dies ist vor allem auf organisierte Kriminalität und Drogenhandel zurückzuführen. Touristen waren bisher nicht betroffen.
In der Hauptstadt San José kommt es insbesondere in der Umgebung der Busbahnhöfe und der Calles 14 y 6, Av. Central y 7 regelmäßig zu Taschendiebstählen, nach Einbruch der Dunkelheit erhöht sich die Gefahr. Waffengebrauch ist selten, aber möglich. Einsame oder unübersichtliche Gegenden sollten gemieden werden.
Es gab mehrere Vorfälle mit Taxis, die an den Busbahnhöfen auf Passagiere warten und extrem erhöhte Fahrpreise erzwingen bzw. Passagiere ihres Gepäcks berauben (auch unter Gewaltanwendung).
Die Hafenstadt Puntarenas und die Gegend an der Karibikküste um die Hafenstädte Moín und Limón weisen eine besonders hohe Gewaltkriminalität auf. Auch in den beliebten Touristenzentren (z.B. Cahuita und Puerto Viejo) können Diebstähle und bewaffnete Raubüberfälle vorkommen. 2021/22 gab es des Weiteren schwere Sexualdelikte gegen Frauen, auch Touristinnen, besonders in der Region Caribe (z.B. Puerto Viejo, Cahuita) und in Jacó (K.-o.-Tropfen).
Ablenkungsmanöver zum Diebstahl der Tagesrucksäcke in Überlandbussen sind verbreitet, zuletzt vermehrt in den Bussen auf dem Weg nach La Fortuna (Monteverde, Arenal).
Geparkte Autos mit Gepäck oder Wertsachen werden regelmäßig aufgebrochen, insbesondere an der Brücke beim Fluss Tárcoles (Pazifik) und an den Stränden. Selbst auf bewachten Parkplätzen gilt erhöhte Vorsicht. Diebe verwenden zudem Störsender, weshalb beim Verschließen des Autos darauf geachtet werden sollte, dass dieses wirklich verschlossen ist und das Schlüsselsignal nicht gestört wurde.
In den großen Touristenzentren (Guanacaste, Playa de Coco, Flamingo, Tamarindo und Nosara) stehen Dienststellen der Touristenpolizei bereit. Die landesweite kostenlose Notrufnummer lautet 911.
Das Klima ist tropisch bis subtropisch. Von Mai bis Ende November ist Hurrikan-Saison. In dieser Zeit ist mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen zu rechnen. Starke Regenfälle können gefährliche Flutwellen in Flüssen und Bächen sowohl in den Bergen als auch an der Küste und Erdrutsche auslösen und in der Folge zu Überschwemmungen und Verkehrsbeeinträchtigungen führen.
Costa Rica liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt.
Von den 16 Vulkanen in Costa Rica sind derzeit die Vulkane Turrialba, Rincon de la Vieja, Poás und Irazú mitunter aktiv. Ein Vulkanausbruch kann zur Schließung des internationalen Flughafens Juan Santamaría in San José/Alajuela führen.
Starke Strömungen, Unterströmungen und plötzlicher, starker Wellengang können auch im niedrigen Wasser so stark sein, dass sie gute Schwimmer in Gefahr bringen und führen jedes Jahr zum Tod von Touristen und Einheimischen sowohl an der Pazifik- als auch an der Karibikküste. Nur an wenigen Stränden gibt es Rettungsschwimmer oder Rettungsboote.
Taxis, Überlandbusse, Mietwagen (siehe Sicherheit - Kriminalität) und für entlegene Gebiete Flugverbindungen stehen zur Verfügung. Auch wenn die Entfernungen in Costa Rica kurz erscheinen, nehmen Überlandreisen oft viel Zeit in Anspruch, mit Staus muss jederzeit gerechnet werden. Die Straßen befinden sich generell in einem sehr schlechten Zustand (tiefe Schlaglöcher, nicht vorhandene Straßenmarkierungen). Autobahnen sind oft bessere Landstraßen. Die Unfallrate im Land ist sehr hoch.
Im Falle eines Unfalls dürfen die beteiligten Fahrzeuge in der Regel erst nach Aufforderung der Polizei bewegt werden, da dies andernfalls als Schuldeingeständnis gewertet wird. In diesem Fall kommt ein Sachverständiger der Versicherungsgesellschaft Grupo INS.
Bei Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss droht im Falle eines Unfalls mit Todesfolgen eine Gefängnisstrafe bis zu 15 Jahren.
In Costa Rica sind die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt und das Fahren ohne Sicherheitsgurt oder ohne Kindersitz unter - sehr hohe - Strafen gestellt. Die meisten Autoverleiher bieten Kindersitze an.
Geldstrafen können in Costa Rica ausschließlich über nationale Banken beglichen werden.
Sicherheitsvorkehrungen bei Abenteuertourismus (Wildwasser-Rafting, Canopy usw.) entsprechen häufig nicht deutschem Standard; es kommt immer wieder zu Unfällen.
Besuche der Vulkane Poás und Irazú sind nur mit vorheriger Online-Anmeldung über das Sistema Nacional de Áreas de Conservación SINAC möglich, siehe auch Natur und Klima.
Abhängig von der bei Einreise durch den Grenzbeamten eingeräumten Aufenthaltsdauer ist der deutsche Führerschein in Verbindung mit einem gültigen Reisepass gültig. Die maximale Aufenthaltsdauer (=Gültigkeitsdauer des Führerscheins) für touristische Aufenthalte beträgt sechs Monate. Die zusätzliche Mitnahme eines internationalen Führerscheins ist zur Vermeidung von Problemen bei Polizeikontrollen jedoch empfehlenswert.
LGBTIQ können in Costa Rica ungehindert reisen. Besonders in ländlichen Gebieten sollte beachtet werden, dass viele Costa Ricaner religiös und konservativ sind.
Ein besonderes Augenmerk richten die costa-ricanischen Strafverfolgungsbehörden auf Fälle von Kindesmissbrauch. Hier drohen langjährige Haftstrafen. Diese Taten werden, wenn sie von Deutschen oder an Deutschen im Ausland begangen werden, auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt.
Drogenbesitz und -handel sind in Costa Rica strafbare Delikte und werden von den einheimischen Behörden streng verfolgt. Bei einer Festnahme im Zusammenhang mit (internationalem) Drogenschmuggel muss mit einer Verurteilung zu einer drastischen Haftstrafe gerechnet werden, die mehrjährig ohne zeitnahe Überstellungsmöglichkeit in costa-ricanischen Gefängnissen verbüßt werden muss.
Die Teilnahme an politischen Veranstaltungen wie Demonstrationen ist Ausländern untersagt und kann zu Haftstrafen oder Ausweisung führen.
Landeswährung ist der Colón (CRC), Zahlungen in USD sind landesweit möglich und üblich. Die Abhebung von Bargeld am Geldautomaten mit Kreditkarte ist meist bis zu bis zu einer Höhe von ca. 200.000 CRC pro Tag (ca. 400 EUR) bzw. dem mit der Hausbank vereinbarten Rahmen möglich. Die meisten costa-ricanischen Banken haben ihre Verträge mit Maestro gekündigt, sodass mit einer Debitkarte (Girocard, mit Maestro) in der Regel kein Bargeld abgehoben werden kann. Weitere Informationen erteilt die kartenausstellende Bank, siehe auch Konsularinfo.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens für den Tag der Einreise und den Folgetag gültig sein und sich in gutem Zustand befinden.
Da für die Rückreise (auch Transit) oder die Weiterreise über andere Länder meist eine längere Gültigkeit erforderlich ist, die mindestens den kompletten Reisezeitraum abdecken muss oder darüber hinausgehende Gültigkeiten voraussetzt, wird grundsätzlich empfohlen, Reisedokumente mit einer Gültigkeit von mindestens noch einem halben Jahr mit sich zu führen.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und touristische Aufenthalte bis zu 180 Tage kein Visum.
Ein Anspruch auf die maximale Aufenthaltsdauer besteht nicht, häufig wird eine kürzere Aufenthaltsgenehmigung erteilt. Die Entscheidung hierüber wird von den Beamten bei der Einreise auf der Grundlage des Rückflugtickets, Aufenthaltszwecks, finanzieller Leistungsfähigkeit, etc. erteilt. Reisende müssen ein Rückflug-/Anschluss- oder Busticket und einen Finanzierungsnachweis für den Aufenthalt im Land vorlegen, ggf. sind auch die Einreisevoraussetzungen für die Weiterreise in Nachbarländer nachzuweisen. Anträge auf Verlängerung der Aufenthaltsdauer können bei der Ausländerpolizei (Migración) gebührenpflichtig gestellt werden.
Bei längeren Aufenthalten oder der Einreise zu einem anderen Zweck (z.B. Praktikum, Freiwilligendienst, Studium) muss vor der Einreise eine Aufenthaltserlaubnis bei der zuständigen Botschaft Costa Ricas in Berlin beantragt werden.
Über Einwanderungsvoraussetzungen informiert die costa-ricanische Einwanderungsbehörde.
Bei der Einreise aus Panama bzw. Nicaragua nach Costa Rica auf dem Landweg ist es wichtig darauf zu achten, dass sowohl der costa-ricanische Einreisestempel als auch der panamaische bzw. nicaraguanische Ausreisestempel im Reisepass angebracht werden. Bei dem panamaisch-costa-ricanischen Grenzübergang Sixaola muss eine Brücke zu Fuß überquert werden. Reisende müssen dort darauf achten, von beiden Grenzkontrollen Stempel zu erhalten und die Brücke nicht ohne den Besuch der jeweiligen (daneben befindlichen) Grenzstationen zu überqueren. Gleiches gilt für die/den Rückreise/-weg.
Ohne diese Stempel im Pass kann es zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Aus- und Weiterreise kommen, da die Ausländerpolizei in diesen Fällen die Möglichkeit eines illegalen Aufenthalts in Costa Rica prüft und zu diesem Zweck die Pässe unter Umständen längere Zeit einbehält; auch Inhaftierung und Abschiebung sind in diesen Fällen möglich.
Aufgrund der Einreisebestimmungen der USA kann es bei Ausreisen über die USA zu Schwierigkeiten kommen.
Auch an den costa-ricanischen Flughäfen gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen bei Reisen in und über die USA. So ist u.a. die Mitnahme von pulvrigen Substanzen (z. B. Kaffee) im Handgepäck nicht gestattet. Zu Ausnahmen (z. B. Erwerb in der Duty-Free-Zone) kontaktieren Sie bitte Ihre Fluglinie.
Die Ausreisesteuer ist bei den meisten Fluggesellschaften im Preis für die Flugtickets enthalten. Wird die Grenze auf dem Landweg überquert, ist die Steuer zu entrichten (in der Regel 7 USD, zahlbar auch in CRC).
Bei illegalem Aufenthalt ohne gültige Aufenthaltserlaubnis müssen Strafen in Höhe von 100 USD pro angefangenem Monat bezahlt werden. Diese können bei der Migración, landesweit in den Filialen der Banco de Costa Rica (BCR) oder in Postfilialen von Correos de Costa Rica in Paso Canoas, La Cruz, Liberia und Alajuela bezahlt werden. Bei Nichtbegleichung wird ein Einreiseverbot verhängt, das für den dreifachen Zeitraum des illegalen Aufenthaltes gilt. Diese Regelung gilt sowohl für Touristen als auch für Personen mit temporärem Aufenthaltstitel.
Minderjährige können grundsätzlich ohne Begleitung der Sorgeberechtigten einreisen und benötigen nach costa-ricanischem Recht nicht deren förmliche Einverständniserklärung. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die costa-ricanischen Behörden auf die Vorlage einer notariellen Einwilligungserklärung der gesetzlichen Vertreter, in spanischer Sprache mit Apostille (Überbeglaubigung; nach dem Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation) bestehen.
Bei der Ausreise Minderjähriger aus Costa Rica, die auch costa-ricanische Staatsangehörige oder in Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung (residencia) für Costa Rica sind (auch wenn dieser Aufenthaltstitel bereits abgelaufen ist) und die allein oder in Begleitung nur eines Elternteils oder einer dritten Person ausreisen, verlangen die costa-ricanischen Grenzbehörden eine sog. „Permiso de Salida" (Ausreiseerlaubnis). Dies kann bei der Migración in San José (bei Aufenthalt in Costa Rica) oder bei der costa-ricanischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Ohne dieses Dokument wird eine Ausreise aus Costa Rica selbst dann nicht gestattet, wenn der mitausreisende Elternteil sein alleiniges Sorgerecht nachweisen kann. Welche Unterlagen im Einzelfall für die Ein- und Ausreise notwendig sind, sollte vor der Reise mit der Botschaft Costa Ricas in Berlin geklärt werden.
Landes- und Fremdwährung dürfen bis zu einem Wert von 10.000 USD eingeführt werden.
Es ist verboten, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Obst und Gemüse (Ausnahme: Konserven) im Reisegepäck nach Costa Rica einzuführen. Die Ausfuhr von Pflanzen, Tieren und Muscheln aus Costa Rica ist ebenfalls verboten.
Für die Einfuhr verschreibungspflichtiger Medikamente muss ein Attest in englischer oder spanischer Sprache, ggf. auch weitere Unterlagen mitgeführt werden. Diesbezügliche Informationen erteilt der Zoll in Costa Rica, zuständig ist das Ministerio de Hacienda.
Für die Einfuhr von Haustieren ist eine tierärztliche Gesundheitsbestätigung in englischer oder spanischer Sprache eines Tierarztes sowie ein Heimtierausweis mit Nachweis der Impfungen, insbesondere gegen Tollwut, erforderlich. Ausführliche Informationen erteilt die Botschaft Costa Ricas in Berlin. Die Ausfuhr von Haustieren unterliegt strengen Kriterien.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet, mit Ausnahme von Argentinien und Panama, müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Eine Nachweispflicht besteht zudem bei der Einreise aus ganz Kolumbien, Ecuador, Peru, Trinidad und Tobago (im Gegensatz zur WHO keine Regionsbeschränkung von Risikogebieten innerhalb der Länder).
Zudem muss bei Einreise aus Tansania und Sambia der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erfolgen.
Sollten sich Reisende nur im Transitbereich der oben genannten Gelbfieberländer vor Einreise nach Costa Rica aufgehalten haben, besteht keine Nachweispflicht.
Costa Rica selbst ist kein Gelbfieberinfektionsgebiet.
Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.
Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil der fast ausschließlich vorkommenden Malaria tropica (P. falciparum) beträgt 93%, 7% sind Malaria tertiana-Fälle (P. vivax). Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko besteht ganzjährig und ist regional unterschiedlich:
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
In Costa Rica kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und u.U. eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können z.T. gravierende Organveränderungen am Herzen und des Verdauungstraktes auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende an Chagas zu erkranken sehr gering.
Bei der Tollwut handelt es sich um eine tödlich verlaufende Viruserkrankung, die über den Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen wird. Landesweit besteht in Costa Rica ein hohes Risiko für Bissverletzungen, siehe Tollwut.
Diese durch Sandfliegen übertragene, parasitäre Erkrankung kommt landesweit vor und kann zu Hautveränderungen (kutane Form) oder einer generalisierten Erkrankung mit Fieberschüben und Milzvergrößerung (viszerale Form) führen.
Diese bakterielle Infektion wird ganzjährig vereinzelt durch Kontakt mit Oberflächenwasser, das mit Nagetierausscheidungen kontaminiert ist, übertragen. Meist verläuft die Erkrankung wie ein milder grippaler Infekt, in seltenen Fällen kann es jedoch zu einer schwerwiegenden Beteiligung der Leber und Nieren kommen, siehe Leptospirose.
Die Gesundheitsversorgung ist gerade in ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar. Planbare Eingriffe sollten nach Möglichkeit daher in Deutschland erfolgen. Grundsätzlich sollte bei ernsthaften Erkrankungen, Unfällen, etc. schnellstmöglich eines der Krankenhäuser im Großraum San José aufgesucht werden, wo die Versorgung gut ist, die Kosten in Privatkliniken aber (sehr) hoch sind.
Die Kosten für eine medizinische Behandlung sowie Medikamente müssen in der Regel vor Ort sofort in bar (auch Kreditkartenzahlung ist ggf. möglich) beglichen werden.
Notfallpatienten wird regelmäßig wegen nicht vorliegender Kostenübernahme die Behandlung verweigert. Gleiches gilt für die zahlreichen privaten Ambulanzdienste (z.B. für Helikoptertransport vom Unfallort in ein Krankenhaus in San José). Hier muss der Patient in Vorkasse treten.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Die ärztliche Versorgung und hygienischen Verhältnisse in San José sind gut. In den ländlichen Regionen kann es zu Engpässen kommen.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Hepatitis A und B | 5 | - |
| Malaria | 4 | - |
| Typhus | 3 | - |
| Dengue-Fieber | 2 | - |
| Gelbfieber | 1 | - |
[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als neun Monate sind und nach Aufenthalt oder Durchreise in einem von der WHO ausgewiesenen endemischen Gelbfieber-Infektionsgebiet (außer Argentinien und Panama) einreisen.
[2] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[3] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
[4] Malariaschutz ist ganzjährig erforderlich. Als malariafrei gilt die Hauptstadt San José.
Die gefährliche Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) macht 93 % der Erkrankungen aus. Durch Malariaprophylaxe in Form von langärmliger Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen und Mosquitonetze wird das Ansteckungsrisiko deutlich gemindert. Nur in den mittleren Risiko-Regionen (nördliche Teile der Provinz Alajuela) sollte ein medikativer Schutz abgewogen werden. Ein minimales Risiko besteht in den übrigen Landesteilen.
[5] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[6] Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in zentralen Landesteilen, im Nordwesten und Südosten vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Es treten vermehrt Chikungunya-Erkrankungen auf. Das Chikungunya-Virus wird von Mücken übertragen. Reisenden wird empfohlen, sich gegen Mückenstiche zu schützen.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
HIV/Aids kommt vor und ist grundsätzlich eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Das durch Stechmücken und Stechgnitzen übertragene Oropouche-Fieber kommt landesweit vor. Bislang gibt es gegen Oropouche-Fieber weder eine Impfung noch im Erkrankungsfall eine Therapie. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Nein | Ja |
| Schweiz | Ja | Nein | Ja |
| Österreich | Ja | Nein | Ja |
| Deutschland | Ja | Nein | Ja |
Hinweis: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten empfohlen.
Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 180 Tagen (sofern nicht anders angegeben) u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder:
(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) Türkei (30 Tage).
Da die meisten Flüge von Deutschland nach Costa Rica in den USA zwischenlanden, müssen auch die Einreisebestimmungen für die USA beachtet werden (siehe auch Reisepass/Visum USA). Hinweis: Für Aufenthalte, die nicht touristischen Zwecken dienen, muss vor der Reise eine Aufenthaltserlaubnis (Visum) beantragt werden.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden). Achtung: Bei Anreise über die USA besteht mit Kinderreisepass Visumpflicht, nur der eigene Reisepass berechtigt zur visumfreien Einreise.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Ausländische Minderjährige können grundsätzlich allein nach Costa Rica ein- und ausreisen. In der Praxis verlangen Grenzbeamte bei der Ein- und Ausreise von Minderjährigen, die allein reisen bzw. sich lediglich in Begleitung eines Sorgeberechtigten befinden, jedoch gelegentlich eine notarielle Einwilligungserklärung in spanischer Sprache beider bzw. des abwesenden Sorgeberechtigten ("permiso de salida"). Welche Unterlagen im Einzelfall für die Ein- und Ausreise notwendig sind, sollte vor der Reise mit der zuständigen costaricanischen Vertretung geklärt werden.
Für die Einfuhr von Katzen und Hunden werden eine internationale tierärztliche Bescheinigung und ein Heimtierausweis benötigt. Die internationale tierärztliche Bescheinigung muss im Original und in Kopie vorliegen sowie entweder ins Spanische oder Englische übersetzt worden sein. Außerdem muss sie bestätigen, dass das Tier gesund und ohne Anzeichen einer ansteckenden Krankheit ist. Dieser Test darf nicht früher als zwei Wochen vor der Abreise durchgeführt worden sein. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass Hunde gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirus und Tollwut geimpft sind und gegen Tollwut geimpft sind.
Die Tollwutimpfung darf nicht weniger als 30 Tage und nicht mehr als 3 Monate zurückliegen. Der Impfausweis und die Gesundheitsbescheinigung (nicht früher als 2 Wochen vor der Reise) müssen von einem Amtstierarzt überbeglaubigt und danach von der zuständigen konsularischen Vertretung legalisiert werden.
Papageien benötigen immer eine Einfuhrgenehmigung vom Landwirtschaftsministerium in San José. Die Vögel müssen mindestens 6 Monate ihrem Besitzer gehört haben. Zusätzlich wird für Papageien ein Gesundheitszeugnis, ausgestellt von einem Konsulat von Costa Rica, verlangt, das bescheinigt, dass das Tier frei ist von der Papageienseuche, Salmonellen, Ornithose und anderen ansteckenden Krankheiten.
Weitere Informationen erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
In der Regel 2 - 3 Wochen; ist eine Genehmigung der Einwanderungsbehörde in Costa Rica erforderlich, dauert die Beantragung bis zu 2 Monate.
Visa: bis zu 30 Tage Aufenthalt. Verlängerungsanträge sollten vor Ort eingereicht werden.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die mit demselben oder dem nächsten Flugzeug innerhalb von 12 Stunden weiterreisen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Touristenvisum, Transitvisum.
Gebühren ändern sich häufig und sind von Nationalität und Dauer des geplanten Aufenthalts abhängig. Reisenden wird empfohlen, sich rechtzeitig vor Antritt der Reise bei der zuständigen Botschaft (s. Kontaktadressen) zu erkundigen. Die aktuellen Visumgebühren werden in US$ auf der Webseite der Botschaft der Republik Costa Rica in Berlin zusammen mit dem aktuellen Wechselkurs ausgewiesen.
(a) Antragsformular.
(b) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(c) Ggf. Aufenthaltstitel für Deutschland/Österreich/Schweiz, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel für den Aufenthalt.
(e) Rück-/Weiterreiseticket.
(f) Zahlungsbeleg über die Visumgebühren, (in Berlin: der aus dem gleichen Monat stammen muss, in dem das Antragsgespräch stattfindet).
Ja nach Nationalität und Reisezweck sind noch weitere Unterlagen (Passfotos, etc.) sowie Gebühren notwendig, die im Einzelfall bei der zuständigen Botschaft zu erfragen sind.
1 Costa-Rica-Colón = 100 Céntimos. Währungskürzel: CRC (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50.000, 20.000, 10.000, 5.000, 2.000 und 1.000 CRC; Münzen sind im Wert von 500, 100, 50, 25, 20, 10 und 5 CRC im Umlauf. US-Dollar werden hauptsächlich in größeren Orten und in Touristenzentren akzeptiert.
Landes- und Fremdwährung dürfen unbegrenzt eingeführt werden. Die Ein- und Ausfuhr der Landes- und Fremdwährungen in bar ist ab einem Betrag im Gegenwert von 10.000 US$ deklarationspflichtig sowie in Form von Wertpapieren ab einem Gegenwert von 50.000 US$ deklarationspflichtig.
Alle gängigen Kreditkarten wie Mastercard, Visa und Diners Club werden in der Regel akzeptiert, American Express weniger häufig. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Die Mitnahme von US-Dollar in bar wird als alternative Geldversorgung empfohlen.
Mo-Fr 08.30- 15.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).
Folgende Artikel können zollfrei nach Costa Rica eingeführt werden:
500 g verarbeiteten Tabak (Personen ab 18 J.);
5 l alkoholische Getränke (Wein, Schnaps, Spirituosen etc.) (Personen ab 18 J.);
2 kg Süßigkeiten.
Medikamente für den persönlichen Gebrauch.
Ein Bonus für Waren, die weder als Gepäck noch als Handelsware gelten, bis zu einem Wert von 500 US$.
Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Obst und Gemüse (Ausnahme: Konserven) dürfen im Reisegepäck nicht eingeführt werden.
Kulturgüter dürfen nicht ausgeführt werden. Dazu zählen u.a. Antiquitäten, die älter als 100 Jahre alt sind (Möbel, Briefmarken, gravierte Inschriften etc.); alte Musikinstrumente; archäologische Entdeckungen und Fundstücke; Vermögenswerte mit geschichtlicher Bedeutung; Teile von künstlerischen und historischen Denkmälern; Archive; Sammlungen und seltene Exemplare der Zoologie, Botanik, Mineralogie, Anatomie und Objekte von paläontologischem Interesse; ethnologisches Material; Wildtierarten.
Copyright und Haftungsausschluss