| Ländername | Kanada, Canada |
| Beste Reisezeit | Januar, Februar, März, Juni, Juli, August, September |
| Fläche | 9.984.670 km2 |
| Hauptstadt | Ottawa |
| Bevölkerung | 40.000.000 |
| Sprache | Französisch |
| Staats-/Regierungsform | Konstitutionelle Monarchie mit parlamentarisch gewählter Regierung / Bundesstaat |
| Staatsoberhaupt | König Charles III. des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, Staatsoberhaupt des Commonwealth Realms, Amtsantritt 08.09.2022Vertreten durch Mary Simon, Generalgouverneurin und Oberkommandierende von Kanada, Amtsantritt 26.07.2021 |
| Regierungschef | Mark Carney, Premierminister von Kanada, Amtsantritt 14.03.2025, Wiederwahl 28.04.2025 (Liberale Partei Kanadas) |
| Außenminister | Anita Anand, Amtsantritt 13.05.2025 (Liberale Partei Kanadas) |
| Währung | kanadischer Dollar |
| Zeitzone | UTC-7, Mountain Standard Time Zone, UTC-6, Central Time Zone, UTC-5, Eastern Time Zone, UTC-4, Atlantic Standard Time Zone |
| Reiseadapter | A, B |
| Kfz-Länderkennzeichen | CDN |
| ISO-3166 | CA, CAN |
| Landesvorwahl | +1 |
| Website | https://www.canada.ca |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| Geeignet für | Kultur, Shopping, Outdoor, Meer, See, Wintersport, Feiern |
| Um 35 000 v. Chr. | Paläo-Indianer wandern über die Beringstraße |
| Um 1000 n. Chr. | Wikinger siedeln in Neufundland |
| 1497 | John Cabot segelt nach Nordamerika |
| 1535/36 | Der Franzose Jacques Cartier entdeckt den Sankt Lorenz |
| 1608 | Samuel de Champlain gründet Québec |
| 1670 | Londoner Kaufleute gründen die Hudson’s Bay Company |
| 1759 | Die Schlacht um Québec: Neufrankreich wird englische Kolonie |
| 1867 | Geburt Kanadas: Die Kolonien im Osten werden zum Dominion of Canada |
| 1885 | Bau der Trans-Canada-Railway |
| 1897/98 | Goldrausch am Klondike |
| 1931 | Kanada erhält Souveränität im British Commonwealth |
| 1962 | Fertigstellung des Trans-Canada Highway |
| 2010 | Winterspiele in Vancouver |
| 2018 | Kanada legalisiert Cannabis |
| 2023 | Verheerende Waldbrände in zahlreichen Gegenden Kanadas |
Für dieses Land sind mehrere Klimaregionen erfasst. Bitte wählen Sie eine der folgenden Städte aus, um die passenden Klimadaten zu laden.
Waverley St. | Ottawa | ON K2P 0T8 | Tel. 613 2 32 11 01 | canada.diplo.de/ca-de
445 Wilbrod St. | Ottawa | ON K1N 6M7 | Tel. 613 7 89 14 44 | austro.org
5 Marlborough Ave. | Ottawa | ON K1N 8E6 | Tel. 613 2 35 18 37 | eda.admin.ch/ottawa
Bei Passverlust und in Notfällen kann man sich auch an die Generalkonsulate in Montréal, Toronto oder Vancouver wenden.
Tel. 911 oder operator: Tel. 0
Kanada ist exzellent vernetzt. In Hotels und Motels ist der Internetzugang oft frei, nur Luxushotels verlangen Gebühren. Häufig gibt es auch einen kostenlos zu nutzenden Computer in der Lobby. In coffeeshops und visitor centres kann man mit dem eigenen Laptop, Smartphone oder iPad ins WLAN (in Kanada heißt es Wifi) – teils kostenlos, teils bekommt man gegen Gebühr das Passwort beim Personal.
Postämter sind Mo–Fr 9–18 und Sa 8–12 Uhr geöffnet, dazu findet man Poststationen häufig auch in drugstores. Das Porto für Luftpostbriefe oder -postkarten nach Europa: 2,50 $. Aus den Großstädten ist eine Karte fünf Tage unterwegs, sonst etwa acht Tage.
Tri- oder Quad-Band-Handys aus Europa funktionieren in den Städten und im Süden der Provinzen gut (teils hohe Roaming-Gebühren), im Hinterland Kanadas ist das Netz oft sehr weitmaschig. Mobilfunkanbieter bieten vielfach Urlaubssondertarife an. Bei längerem Aufenthalt kann man für das (entsperrte!) Handy auch eine kanadische SIM-Karte kaufen.
Alle Telefonnummern in Kanada sind zehnstellig, eine dreistellige Vorwahl (area code) plus eine siebenstellige Nummer. Für Ferngespräche muss man zusätzlich eine 1 vorab wählen. Bei Telefonproblemen hilft der operator (0) weiter. Gebührenfreie Nummern beginnen mit der Vorwahl 800, 866, 877 oder 888.
Vorwahl nach Deutschland 01 149 (Österreich 01 143, Schweiz 01 141), dann die Ortsvorwahl ohne 0 und die Nummer. Vorwahl nach Kanada: 001
Alle Telefonnummern in Kanada sind zehnsstellig, eine dreistellige Vorwahl (area code) plus eine siebenstellige Nummer. Für Ferngespräche muss man zusätzlich eine 1 vorab wählen. Bei Telefonproblemen hilft der operator (0) weiter. Gebührenfreie Nummern beginnen mit der Vorwahl 800, 866, 877 oder 888.
Vorwahl nach Deutschland 01 149 (Österreich 01 143, Schweiz 01 141), dann die Ortsvorwahl ohne 0 und die Nummer. Vorwahl nach Kanada: 001
Carnaval d’Hiver (Québec City): Karneval mit Bootsrennen, carnaval.qc.ca
Winterlude (Ottawa): Schlittschuhfest mit Eisskulpturen
Yukon Quest (Whitehorse): 1600-km- Schlittenhunderennen, yukonquest.com
Festival International de Jazz (Montréal), montrealjazzfest.com
Williams Lake Stampede (Williams Lake): Rodeo zum Canada Day, 1. Juli, williamslakestampede.com
Pride Parade (Toronto), pridetoronto.com
Lobster Festival (Shediac): Hummerfest, shediaclobsterfestival.ca
Calgary Stampede (Calgary): größtes Rodeo der Welt, calgarystampede.com
Festival d’Été (Québec City): Musik und Theater, feq.ca
Caribana (Toronto): karibisches Festival, caribanatoronto.com
Celebration of Light (Vancouver): Feuerwerk, hondacelebrationoflight.com
Wikwemikong Indian Powwow (Manitoulin Island), wiikwemikoong.ca
Big Valley Jamboree (Camrose): Countrymusik, bigvalleyjamboree.com
Squamish Days (Squamish): Holzfällerfest, squamishdays.ca
Scallop Days (Digby): Fest der Jakobsmuscheln, digbyscallopdays.ca
Crankworx (Whistler): das ultimative Bikefestival, crankworx.com
Folklorama (Winnipeg): Gerichte und Musik der Immigranten, folklorama.ca
Discovery Days (Dawson City): Goldgräberfest, dawsoncity.ca
Canadian National Exhibition (Toronto): Kanadas größter Jahrmarkt, theex.com
Classique Internationale de Canots (Trois-Rivières): traditionelles Kanurennen, classiquedecanots.com
Grape and Wine Festival (St. Catharines), niagarawinefestival.com
| 1. Januar | Neujahr |
| März/April | Karfreitag, Ostermontag |
| Montag vor dem 25. Mai | Victoria Day, Jour de la Reine |
| 24. Juni | Fête de la St-Jean-Baptiste (Québec) |
| 1. Juli | Canada Day, Fête du Canada |
| 1. Montag im August | Provinzfeiertag (außer Québec und Neufundland) |
| 1. Montag im September | Labour Day, Fête du Travail |
| 2. Montag im Oktober | Thanksgiving, Action de Grâce |
| 11. November | Remembrance Day, Jour du Souvenir |
| 25./26. Dezember | Christmas, Noël |
Der nationale Führerschein ist für Reisen bis zu drei Monaten ausreichend (im Yukon Territory: einen Monat). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Fernstraßen meist 80 oder 100 km/h, in Orten 50 km/h und auf Autobahnen max. 110 km/h. Die Verkehrsregeln ähneln denen in Europa. Besonderheiten: An Ampeln darf man auch bei Rot nach rechts abbiegen, auf mehrspurigen Straßen rechts überholen, Schulbusse mit eingeschalteter Warnblinkanlage dürfen nicht passiert werden – auch nicht aus der Gegenrichtung.
Flixbus (flixbus.ca) und mehrere regionale Buslinien wie Megabus, Maritime Bus und Red Arrow verbinden alle größeren Orte miteinander. Auskünfte bei den Reisebüros. Ein beliebtes Busunternehmen für Backpacker und junge Leute ist Moose Bus Adventures (moosenetwork.com).
Per Zug ist Kanada besonders schön auf der legendären Trans-Kanada-Route von Toronto nach Vancouver mit VIA-Rail (viarail.ca) sowie mit dem Rocky Mountaineer (rockymountaineer.com) von Calgary oder Jasper nach Vancouver (Achtung: mehrere Monate vorab reservieren).
Ein später Flug, ein Zwischenstopp – manchmal möchte man den Koffer kurzfristig aufbewahren lassen. Die Website bagsaway.com hilft, ganz unkompliziert einen sicheren Ort zu finden.
In Toronto und Vancouver isst man vorzüglich chinesisch oder japanisches Sushi, in den Prärien gibt es dank der vielen südrussischen Einwanderer die besten ukrainischen Restaurants in Nordamerika. In Montréal speist man portugiesisch oder jüdisch-koscher, in Toronto auch ausgezeichnet karibischjamaikanisch, und in Québec City sind die deftigen, altfranzösischen Lokale zu Hause. Ganz im Trend wird aber immer häufiger auch vegan und vegetarisch gekocht.
Dass sich die Kochkünste der Kulturen auch gegenseitig befruchten, zeigen allerorts die schicken neuen Restaurants mit Fusion- oder im Westen auch Pacific-Rim-Cuisine. Hier werden asiatische oder karibische Gewürze und Zutaten mit europäischen oder südamerikanischen Gerichten zu neuen Kreationen vermählt.
Der kulinarische Nabel Kanadas aber war und ist Québec. Längst hat eine moderne, innovative Küche hier Einzug gehalten, werden Rezepte aus aller Welt mit den französischen verschmolzen. Aber teils wird auch nach alter französischer Tradition gekocht – oft verfeinert mit vitaminreichem Ahornsirup, der einst schon die ersten Siedler im Winter vor Skorbut bewahrte. Klassiker sind die dicke Erbsensuppe mit Speck (soupe aux pois), danach vielleicht ein Stück tourtière, eine würzige Fleischpastete, Käse aus eigener Herstellung und zum Nachtisch Heidelbeerkuchen mit frischen Beeren aus den Wäldern Nordquébecs.
Jede Region im Land hat durchaus einige eigene kulinarische Highlights: Frischer Fisch, Hummer und Muscheln sind die Spezialität am Atlantik. Der nur langsam wachsende Hummer aus dem kalten Atlantik gilt sogar als der beste der Welt. Auf Prince Edward Island werden bei den lobster suppers in Gemeindehallen mächtige Hummerbuffets angerichtet. Ebenfalls sehr lecker: die großen Jakobsmuscheln, scallops, aus Nova Scotia und die calamari, die vor den Küsten Neufundlands gefischt werden.
Auch der Pazifik im Westen schenkt den Kanadiern reichlich Meeresfrüchte. Dort locken vor allem Krabben, Heilbutt und Lachs. Eine pochierte Lachsschnitte (am besten vom Sockeye- Lachs) mit frischem Gemüse aus dem Fraser Valley gehört zum Feinsten, was Kanada bieten kann.
In Ontario liefert die mit mildem Klima gesegnete Niagarahalbinsel ausgezeichnetes Gemüse, Wein und Obst. Aus den Seen im Hinterland der Provinz gelangen Hechte, Zander und Forellen auf den Speiseplan, dazu wilder Reis, den die Indianer schon seit Jahrtausenden ernten. In den Prärien wird meist bodenständig-deftig gekocht, ein süßer, in Butter geschwenkter Maiskolben gehört immer dazu.
Aus Alberta, heißt es, kommen die besten Steaks – und schmecken am besten selbst gegrillt auf dem Campingplatz. Das Fleisch der auf den riesigen Ranches frei lebenden Rinder ist unübertrefflich, und die Portionen sind für hungrige Holzfäller zugeschnitten. Westlich der Rocky Mountains, im warmen Okanagan-Tal, wachsen süße Pfirsiche, Äpfel und Trauben – die wiederum zu verblüffend gutem Wein gekeltert werden.
Übrigens haben Supermärkte in Kanada oft eine eigene deli section: eine Theke mit Wurst, Käse, Sushi oder auch Gegrilltem. Dazu werden hier frische Sandwiches und Salate zubereitet – perfekt fürs preiswerte Picknick.
Traditioneller Treff zum Frühstück ist der coffee shop. Dort werden Eier mit Speck und Kartoffelpuffer (hash browns) aufgetischt, pancakes mit Ahornsirup oder ein kleines Frühstück nur mit Saft, Kaffee, Toast und Marmelade. Eine preiswerte Portion Kalorien holen sich viele Kanadier schon morgens bei der beliebten Kette Tim Hortons, wo es neben gutem Kaffee und frisch gebackenen süßen Kringeln auch günstige Suppen und Sandwiches gibt. Mittags essen die Kanadier oft nur Sandwiches, Salate oder eine Suppe, die auf einer separaten Speisekarte (lunch menu) aufgeführt sind. Auf dem Land wird das dinner schon zwischen 17.30 und 19 Uhr serviert.
In den meisten Restaurants bekommt man einen Tisch zugewiesen. Ein Schild am Eingang zeigt dies an: „Please wait to be seated“. Achtung: Die Preise auf der Speisekarte enthalten weder die Steuer (wird auf der Rechnung dazuaddiert) noch das Trinkgeld. Man lässt etwa 15–20 Prozent vom Rechnungsbetrag auf dem Tisch liegen oder zählt es auf der Kreditkartenrechnung hinzu.
Kanada ist Bierland, und das süffige kanadische Bier kann sich im Vergleich zum wässrigen US-amerikanischen sehen lassen. Molson Canadian oder Labatt’s Blue gibt es überall, Spezialbiere wie Kokanee oder Moosehead nur in manchen Regionen. In den letzten Jahren haben sich überall auch micro breweries etabliert. Einen Test wert sind die Biere von Propeller Brewing in Nova Scotia, von 3 Brasseurs in Québec oder von Upper Canada Brewing in Toronto. In Alberta schmecken die Biere der Wild Rose Brewery Company aus Calgary. Und in British Columbia sind die Biere von Okanagan Spring oder Granville Island Brewing Co. die besten.
Aber auch der heimische Wein – beispielsweise Weiß- wie Rotwein aus dem fruchtbaren Okanagan Valley – ist durchaus konkurrenzfähig. Wer Hochprozentiges möchte, kann auf den exzellenten kanadischen Whiskey zurückgreifen, der entweder auf Eis (on the rocks) oder, wie auch Rum oder Gin, in vielerlei Mixgetränken serviert wird.
Im Restaurant ist das Bedienungsgeld nicht inklusive. Man gibt daher ca. 15–20 Prozent des Rechnungsbetrags als tip. Auch das Zimmermädchen (2–5 $/Nacht) und den Kofferträger (2–3 $/Gepäckstück) nicht vergessen!
Kanada ist kein Billigland, aber der niedrige Dollar gleicht die hohen Preise etwas aus. So sind Sportklamotten oder auch Vitaminpillen deutlich günstiger als in Europa. Zudem lassen sich bei den ständigen sales oft Schnäppchen entdecken. In den Städten ist die Auswahl bestens, im Hinterland wird das Einkaufsangebot schnell dürftig. Es lohnt sich also, vor einer längeren Tour das Wohnmobil vollzupacken.
Um dem kalten Winterwetter zu entkommen, haben sich die Kanadier ganze Shoppinglandschaften in den Untergrund gebuddelt: Path heißt das Tunnellabyrinth in Toronto, Ville Souterraine in Montréal. Kilometerlang reihen sich Kinos, Restaurants und Läden aneinander. Im Sommer dagegen ist zum Shoppen Frischluftbummeln angesagt: in restaurierten alten Hafenvierteln wie Granville Island in Vancouver, der Harbourfront in Toronto oder den Historic Properties in Halifax. Fußgängerzonen sind hingegen eher rar gesät. Ihre Funktionen erfüllen die Malls.
Aus Québec und Ontario stammt das wohl berühmteste Mitbringsel: Ahornsirup, flüssig in Flaschen oder zu süßen Pralinen verarbeitet. Die Prärien sind bekannt für Honig und Marmelade aus saskatoon berries, von der Westküste kommt feiner Räucherlachs – Wildlachs versteht sich, der die Heimreise gut übersteht. Ebenfalls sehr beliebt: Eiswein von der Niagara-Halbinsel oder aus dem Okanagan-Tal, wo die Bedingungen für die feinen Tropfen zur Nachspeise perfekt sind.
Es muss ja nicht gleich ein Totempfahl sein, aber ein von Indianern oder Inuit gefertigtes Kunstwerk ist immer ein schönes Andenken. Die Ojibwa und Irokesen in Ontario stellen Mokassins und geflochtene Körbe her, oft aufwendig verziert mit Stachelschweinborsten. Die Stämme der Westküste, einst berühmt für ihre Totempfähle, fertigen heute auch kleinere Objekte und Silberschmuck an. Die Inuit sind bekannt für Skulpturen aus Speckstein oder Walknochen, aber auch für hochwertige Drucke (ab ca. 300 $), die in den Galerien im Süden des Lands zu erwerben sind.
Alles Nötige für den Wildnistrip findet man in Sport- und Outfitterläden in größeren Städten und in Schutzgebieten wie Banff oder dem Algonquin-Park. Branchenprimus ist mit einer riesigen Auswahl die Kette Mountain Equipment Coop (mec.ca). Dazu gibt es auch echt kanadische Trendmarken wie LuluLemon (Yogawear) oder Roots Canada, deren Designer auch das kanadische Olympiateam einkleiden
Groß kariert und dick gewebt sind die Holzfällerhemden, und sie tun schon während der Reise als stichfester Schutz vor den Moskitos gute Dienste. Aber es gibt noch mehr: handgestrickte Pullover auf Neufundland, Segelzubehör in den Atlantikprovinzen. Besonders Québec erweist sich als ergiebige Fundgrube für kreative Anstecker, Accessoires und witziges Kunsthandwerk. Souvenirs aus dem Westen sind alle Artikel, die mit dem Cowboyleben zu tun haben: Stetsonhüte, silberne Gürtelschnallen oder handgearbeitete Stiefel.
Läden sind meist Mo–Sa 9.30–18 Uhr geöffnet, die großen Shoppingmalls 10–21, So 12–17 Uhr. Lebensmittelsupermärkte oft auch abends und am Wochenende. Viele Museen bleiben montags geschlossen.
| Clam chowder | Cremige Suppe mit Muscheln |
| Bacon wrapped scallops | Jakobsmuscheln im Speckmantel |
| Crispy calamari with truffle aioli | Frittierte calamari mit Trüffel-Knoblauch-Mayo |
| Seared salmon with root vegetables | Lachs, scharf angebraten, mit Wurzelgemüse |
| Lobster with drawn butter | Hummer mit zerlassener Butter |
| Ribeye with garlic mashed potatoes | Marmoriertes Steak mit Knoblauch-Stampfkartoffeln |
| Prime rib | Bratenscheibe aus der Hochrippe |
| Bison burger with yam fries | Hamburger mit Bisonfleisch, dazu Yamswurzel-Fritten |
| Poutine | Pommes frites, Käseflocken und Bratensauce |
| Tarte aux bleuets a la mode | Québecer Blaubeerkuchen mit einer Kugel Eiscreme |
| Beavertails | Schmalzgebäck mit Zimt und Zucker |
| Nanaimo bar | Schichtdessert mit Kokos |
| Pumpkin pie with whipped cream | Kuchen mit Kürbisfüllung, dazu Schlagsahne |
| Bloody caesar | Wodka, scharf gewürzt, mit Tomaten-Muschelsaft |
| Ipa beer | India Pale Ale, ein hopfiges, helles Bier |
| Wine/ Beer flight | Wein-/Bierprobe mit mehreren kleinen Gläsern |
Eisbären kommen nur im Packeis der Arktis vor und Grizzlys in den abgelegenen Regionen der Rockies. Aber ein Foto von einem Schwarzbären ist durchaus drin: Neugierig und immer hungrig schnüffeln sie schon mal abends über den Campingplatz oder kreuzen den Highway. Doch Vorsicht: Abstand halten! Am besten verstaut man alle Lebensmittel geruchsdicht im Auto oder hängt sie bei Wildniswanderungen in einen Baum. Bären sehen schlecht, deshalb empfiehlt es sich, auf dem Wandertrail laut zu reden oder zu singen – denn ein überraschter Bär ist ein gefährlicher Bär.
Kanada hat keine eigene Popszene, kanadische Stars sind international. Sie spielen in Hollywood, New York oder London. Céline Dion etwa hatte sogar ihre eigene Show in Las Vegas. Aber auch Sänger wie Bryan Adams, Shawn Mendes, The Weeknd, Avril Lavigne, Justin Bieber und Bands wie Barenaked Ladies oder Arcade Fire zählen zur Weltelite. Weniger bekannt ist, dass auch Altstars wie Neil Young oder die Band Steppenwolf aus Kanada kamen.
Bei sieben Monaten Winter ist es kein Wunder, dass Eishockey die beliebteste Sportart in Kanada ist. Schon im Kindergarten lernen die Kids in peewee clubs das Schlittschuhfahren – und was ein zamboni ist, nämlich das Gefährt zum Eisglätten im Stadion. Wenn Teams aus Kanada bei den Playoffs um den begehrten Stanley Cup mitspielen, gerät das ganze Land in den Hockeyrausch. Die wichtigsten Clubs heißen Montréal Canadiennes, Toronto Maple Leafs, Vancouver Canucks, Edmonton Oilers und Calgary Flames.
Nicht Indianer und Eskimos, sondern First Nations heißen die Nachfahren der Ureinwohner Kanadas heute politisch korrekt. Damit wollen die Kanadier anerkennen, dass die 617 Stämme des Lands lange vor den Weißen da waren. Ihre Vorfahren kamen während der Eiszeit über die Beringstraße. Sie breiteten sich im Lauf der Jahrtausende über den Kontinent aus, entwickelten sich zu eigenständigen Kulturgruppen: Im Norden lebten halbnomadische Jägerstämme, während die Irokesen und Huronen der Waldlandkultur um den Sankt Lorenz fest ansässig waren und Mais, Bohnen und Tabak anbauten. Die Stämme der Prärien folgten den großen Büffelherden, während das reiche Nahrungsangebot den Kwakwaka‘wakw und Haida an der Westküste Muße ließ, zu kunstfertigen Holzschnitzern zu werden.
Heute leben von den First Nations rund 1 Mio. Indianer, 70 000 Inuit und 700 000 Métis (Menschen gemischter Abstammung) in Kanada. Seit in der Verfassung ihre Rechte als ursprüngliche Besitzer des Lands anerkannt wurden, fordern viele Stämme Landrückgabe und Selbstverwaltung. Am erfolgreichsten waren die Inuit: Sie erhielten 1999 im hohen Norden Kanadas ein eigenes Territorium.
Nachhaltigkeit, sustainability, ist das magische Wort der kanadischen Ökobewegung, und das Konzept findet breite Zustimmung: Müll wird vielerorts getrennt und recycelt, Naturparks werden geschaffen, Umweltorganisationen aktiv unterstützt. Nicht von ungefähr wurde einst sogar Greenpeace in Vancouver gegründet. Zahlreiche weitere Schutzorganisationen folgten. Oft gibt es auf örtlicher Ebene Aufräumaktionen oder große Kampagnen im ganzen Land wie etwa gegen die umstrittene Ausbeutung der gewaltigen Ölsandvorkommen im Norden Albertas. Allerdings zählen die Kanadier im weltweiten Vergleich noch immer zu den größten Verschwendern. Kein Wunder, denn sie konnten immer aus dem Vollen schöpfen. Bodenschätze, Energie, Wasser sind überreichlich vorhanden – und das Umdenken dauert. Erst 2015 unter Justin Trudeau trat Kanada dem Pariser Protokoll bei. Infos über grüne Themen: thegreenpages.ca
Eigentlich verdanken wir die Erschließung Kanadas der europäischen Hutmode. Aus dem wolligen Unterpelz der Biber wurde nämlich der in Europa sehr gefragte Hutfilz hergestellt. 1670 übergab der englische König Charles II. seinem Vetter Prince Rupert und 17 Londoner Investoren die Gründungsurkunde der Hudson’s Bay Company. Sie sollte zu einem der größten Handelsimperien der Geschichte werden.
Ihr Territorium, Rupert’s Land, umfasste vom 49. bis zum 65. Breitengrad eine Fläche von fast 4 Mio. km², ihr Handelsgebiet schließlich ein Zwölftel der Erdoberfläche. 1869 trat die Hudson’s Bay Company ihr Land für 300 000 englische Pfund an das neu gegründete Kanada ab. Aus den Forts der Pelzhändler wurden Städte, aus ihren Handelswegen Highways. Doch bis heute ist der Name The Bay als der einer großen Kaufhauskette geblieben.
Wie ein breites, grünes Band zieht sich der boreale Nadelwald 6000 km weit von der Pazifikküste bis Neufundland. Hier wachsen Weiß- und Schwarztannen, Kiefern und Fichten. Diese gewaltigen Wälder sind Lebensraum für Bären, Elche, Hirsche, Luchse, Stachelschweine, Biber und kleinere Nager. Nach Norden hin gehen die Wälder in Taiga und schließlich baumlose Tundra über. Nur noch Karibus (Rentiere), Schneehasen und Moschusochsen können dort von den spärlich wachsenden Flechten und Zwergweiden leben. Doch die großen Süßwasserflächen ernähren im Sommer zahllose Wasservögel.
Im Süden von Ontario und Québec wächst Mischwald, dessen Ahorn- und Eichenarten im Herbst die spektakuläre rote Färbung des Indian Summer liefern. An den Hängen der Coast Mountains im Westen und auf Vancouver Island wuchert üppiger Regenwald mit bis zu 80 m hohen und 600 Jahre alten Douglasien, Sitkatannen und riesigen Thujen (cedars).
„… zum Wohle, Vorteil und Vergnügen der Bevölkerung Kanadas“ wurde 1885 der Vorläufer des heutigen Banff National Park gegründet. Er war der erste in einer langen Reihe von Parks, in denen die schönsten und ursprünglichsten Regionen Kanadas geschützt werden. Gerade unter ökologischen Gesichtspunkten gilt das dem Umweltministerium unterstellte Parksystem als weltweit bahnbrechend. Dabei gilt überall die höchste Schutzstufe, nur Angeln ist erlaubt. 48 Nationalparks gibt es heute, mit einer Gesamtfläche von fast 340 000 km² – viermal die Größe Österreichs! Weitere Parks sind geplant. Für Infos: parks.canada.ca
Kanada hat der Welt so manche Neuerung geschenkt: Alexander Graham Bell führte 1875 in Ontario das erste Telefongespräch der Welt, Eddie Ezra Butler erfand das Streichholz, der schwedische Immigrant Gideon Sundback den Reißverschluss. Die beiden Mediziner Frederick Banting und Charles Best entwickelten 1929 an der University of Toronto den Wirkstoff Insulin. Und der Bahningenieur Sandford Fleming schlug 1879 eine wahrhaft weltweite Neuerung vor – nämlich die Erde in 24 Zeitzonen einzuteilen.
Innerhalb Kanadas ist das mächtige Felsgebirge der Rocky Mountains 1200 km lang und endet erst weit nördlich im Yukon Territory. Die Bergzüge bestehen aus Sedimentgestein, Schiefer, Kalk- und Sandstein, die vor langer Zeit auf dem Grund eines Urmeers abgelagert wurden. Vor rund 60 Mio. Jahren begann dann die Auffaltung des Gebirges. Die Gletscher der Eiszeiten hobelten später Täler aus, hinterließen türkisfarbene Schmelzwasserseen und große Moränen – als Traumkulissen für Naturfreunde und Wildnisurlauber.
Es muss nicht Starbucks sein. Die Kanadier treffen sich traditionell bei Tim Horton’s – eine Institution und oft der einzige Dorftreff in kleinen Orten. Häufig sind die nach einem legendären Eishockeyspieler benannten Schnellrestaurants (fast 5000 Filialen) schon um 7 Uhr morgens gut gefüllt. Der Kaffee ist frisch gebrüht, dazu gibt es süße Doughnuts in einem Dutzend Variationen. Zum Probieren bestellt man eine Schachtel Tim-bits mit Häppchen des süßen Gebäcks.
Kanada ist ungeheuer reich an Rohstoffen: Im harten Gestein des Kanadischen Schilds lagern große Eisen-, Zink-, Nickel- und Goldvorkommen, am Fuß der Rocky Mountains findet man Öl, Erdgas und Ölschiefer. Die großen Flüsse liefern schier unbegrenzte Energie, und in den Prärien werden alljährlich fast 30 Mio. Tonnen Weizen eingefahren. Dennoch versucht Kanada, von seiner traditionellen Rolle als Rohstofflieferant wegzukommen, denn den Kanadiern erscheint dies wie ein Ausverkauf des Lands.
Die industrielle Produktion, deren Zentrum in Südontario liegt, macht heute drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts aus. Noch immer hängt aber jeder zehnte Arbeitsplatz im Land von der Holzindustrie ab – der kanadische Wald endet als Bauholz in den USA oder als Zeitungspapier auf Frühstückstischen in aller Welt.
Verblüffend, aber wahr: Das Staatsoberhaupt Kanadas ist King Charles III. Das Land ist nämlich eine parlamentarische Monarchie im British Commonwealth. Allerdings hat der König nur ein paar zeremonielle Aufgaben, und manchmal kommt Prinz Harry mit Familie zum Urlaub nach Vancouver Island. Die zehn Provinzen besitzen weitreichende Selbstverwaltung in Schulwesen, Kulturpolitik, Gesundheitswesen und in der Nutzung der Bodenschätze. Das Parlament in Ottawa ist für die Außenpolitik und Verteidigung zuständig und finanziert auch großteils die drei sehr dünn besiedelten Nordterritorien.
Visitor centre statt center, theatre statt theater – schon in der Schreibweise unterscheidet sich Kanada von den USA. Das britische Erbe ist im postkolonialen Kanada noch sehr lebendig. Mit den US-Amerikanern gleichgesetzt zu werden mögen Kanadier gar nicht. Die werden eher als laut und rüpelhaft angesehen, als Kanadier ist man höflich und britisch zurückhaltend. Und – man steht Schlange in Kanada. Am Check-in für die Bärentour, an der Bushaltestelle, am Eingang zum Lokal. Überall, gern und ganz gesittet. Drängeln geht gar nicht. Gibt es eine Schlange, reiht man sich erst mal ein und fragt dann, warum. Und zwar sehr höflich.
Knapp 30 Prozent der Bevölkerung Kanadas stammt von den französischen Siedlern ab, vor allem in der Provinz Québec. Doch unter der Herrschaft der Briten wurden sie und die reichen Rohstoffe ihrer Provinz im 19. Jh. lange ausgebeutet. Erst bei der „stillen Revolution“ der 1960er-Jahre lehnten sich die Québecer dagegen auf. Der nationalistische Parti Québécois forderte damals gar die völlige Loslösung von Kanada; es kam zu terroristischen Anschlägen von Separatisten.
Zweimal hielt man dazu bisher Volksabstimmungen ab: 1980 und 1995. Beide Male sprach sich die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Ablösung aus, und das Thema trat in den Hintergrund. Doch seit 2019 die Separatisten einen Wahlerfolg erzielten, hört man erneut davon.
Hollywoodfilme kommen längst nicht immer aus Hollywood, sondern aus Kanada – auch wegen des günstigen Dollars. Vancouver und Toronto sind wichtige Standorte der Filmindustrie mit Studios und kanadischen Schauspielern von Donald und Kiefer Sutherland bis zu Ryan Gosling und Pamela Anderson. Auch Arnold Schwarzenegger ist Stammgast. Rambo turnte für „Hope“ in British Columbia durch die Wälder, ebenso die Vampire von „Twilight“ und die Agenten von „Akte X“. Allein in Vancouver wurden 2023 Kino- und TV-Produktionen im Wert von gut 3,5 Mrd. Dollar gedreht. Kein Wunder, dass man oft die Skyline der Stadt im Film wiedererkennt.
Die Dimensionen Kanadas sind gewaltig, kein Vergleich zu Europa. Vor allem im Norden kann ein Fingerbreit auf der Landkarte eine elend lange Tagestour auf endlosen Schotterstraßen bedeuten.
Zumindest nicht in den Nationalparks. Bei jährlich gut 25 Mio. Besuchern muss es in den Schutzgebieten Regeln geben: Kein Tier darf gefüttert, kein Zweig abgebrochen werden. Ein Wildblumenstrauß kann bis zu 500 $ Strafe kosten. Jagen ist generell verboten.
Moskitos können auf Wanderungen im Hinterland megalästig sein. Was tun? Locker sitzende Kleidung hilft. Dicke Holzfällerhemden und weite Jeans. Durch eng anliegende Hosen stechen die Biester glatt hindurch. Und ein Fläschchen Off, Muskol oder Cutter wirkt gut gegen die surrenden Monster. Wenigstens übertragen sie keine Krankheiten.
Bären können zwar gut riechen, sind aber kurzsichtig. Wer sich gegen den Wind anpirscht und einen Bären überrascht, ist selber schuld. Es hilft, beim Wandern laut zu reden oder zu singen. Das lässt Meister Petz genug Zeit, sich zurückzuziehen.
Dem Meer darf man nie den Rücken zukehren, heißt es. Stimmt, an Felsküsten können jederzeit freak waves auftreten. Noch krasser ist es an der Bay of Fundy: Bei 15 m Gezeitenunterschied kommt die Flut mit Radfahrtempo – fatal für unvorsichtige Wattwanderer.
Es gibt ein weites Inlandsflugnetz, Eisenbahn- und Busverbindungen.
In Kanada gilt im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten das metrische System: Entfernungen werden in Kilometer angegeben.
Geschwindigkeitsbegrenzungen sind niedriger als in Deutschland, auf Autobahnen max. 100/110 km/h.
Abweichungen der Verkehrsregeln zu Deutschland bestehen im Rechtsabbiegen bei Rot, an Kreuzungen mit Four-Way-Stop, Rechtsüberholen auf Autobahnen, Überholverbot von haltenden Schulbussen mit Warnblinker. Es muss auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden.
Die Promillegrenze beträgt 0,8 und 0,0 für Fahranfänger in den ersten zwei Jahren oder unter 22 Jahren. Das Führen eines Fahrzeugs unter Cannabis-Einfluss ist verboten.
Es drohen hohe Strafen bei Tempo-, Alkohol- und Cannabisverstößen sowie bei der Benutzung des Mobiltelefons ohne Freisprechanlage während der Fahrt.
Strafzettel sollten bezahlt werden, da sonst bei einer erneuten Einreise nach Kanada Schwierigkeiten auftreten können.
Mit dem deutschen Führerschein kann bei touristischen bzw. Besuchsaufenthalten in Kanada je nach Provinz bis zu einer Dauer von drei bzw. sechs Monaten gefahren werden.
Homosexualität ist in Kanada nicht strafbar, gleichgeschlechtliche Ehen sind möglich. -Personen und deren Rechte werden in Kanada in der Bevölkerung und durch die politischen Institutionen gemeinhin anerkannt.
Der Kauf kleiner Mengen Cannabis (Marihuana/Haschisch) von staatlich zugelassenen Verkaufsstellen und der Besitz kleiner Mengen Cannabis zum Eigengebrauch unter Beachtung strenger Kriterien werden strafrechtlich nicht mehr verfolgt. Dabei gelten in den verschiedenen Provinzen und Territorien teilweise unterschiedliche Regelungen. Reisende sollten sich im Voraus auf Cannabis-In-Canada über die Rechtslage an ihrem Aufenthalt genauestens informieren. Reisende sollten insbesondere beachten, dass jeder Transport von Cannabis über Landesgrenzen hinweg weiterhin nicht gestattet ist.
Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit ist in Kanada verboten. In Fahrzeugen dürfen sich keine geöffneten alkoholischen Getränke in Reichweite des Fahrers befinden. Während kanadischer Feiertage können strengere Regelungen gelten.
Landeswährung ist der Kanadische Dollar (CAD). Die Akzeptanz von Kreditkarten ist sehr hoch, das Abheben von Bargeld mit Bank- und Kreditkarten ist an entsprechend gekennzeichneten Geldautomaten vielerorts möglich.
Für die Einreise nach Kanada sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Sanitäre und hygienische Verhältnisse entsprechen weitgehend denen in Deutschland. Das Gesundheitssystem in Kanada ist staatlich organisiert. Arzttermine sind sehr schwer zu bekommen. Im Bedarfsfall kann eine sogenannte "Walk-in Clinic" und/oder im Notfall die Notaufnahme eines Krankenhauses aufgesucht werden. Behandlungen sind allerdings teuer und erfolgen mit Ausnahme von Erstmaßnahmen bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oft nur gegen Vorkasse oder zumindest direkte Bezahlung.
Das Leitungswasser ist trinkbar, enthält jedoch relativ viel Chlor, was den Geschmack beeinträchtigt.
Die Versorgung mit Medikamenten ist in Kanada gut. Verschreibungspflichtige Medikamente können mit kanadischem Rezept beschafft werden. Haltbare deutsche Spezialmedikamente können in den erforderlichen Mengen und unter Vorlage des Rezepts mitgebracht werden.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
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Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
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- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.
Zum Schutz vor terroristischen Anschlägen wurden die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Bei der Einreise nach Kanada sowie auf innerkanadischen Flügen ist vermehrt mit zeitaufwendigen Kontrollen zu rechnen.
Die Lage in Kanada ist stabil.
Die Kriminalitätsrate ist niedrig. In Großstädten und touristischen Zentren kommt es zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl. Der Diebstahl von Gepäck aus bzw. vor Touristenhotels ist nicht unbekannt.
Es herrscht Kontinentalklima mit kalten, langen Wintern und heißen Sommern, in den Küstenprovinzen Seeklima.
In den Wintermonaten kommt es regelmäßig zu extremer Kälte und teilweise schweren Schneestürmen.
Nach dem Winter können Schneeschmelze und Starkregen zu Überschwemmungen und erhöhter Lawinengefahr führen. Erd- und Hangrutsche können nicht ausgeschlossen werden.
Vor allem von Frühling bis Herbst kommt es besonders in den Bundesstaaten British Columbia, Alberta, Saskatchewan, Northwest Territories und Manitoba wegen Trockenheit immer wieder zu Busch- und Waldbränden.
Starke Rauchentwicklungen und Sichtbehinderungen können auch in Tourismusgebieten auftreten; auch Evakuierungsmaßnahmen können in betroffenen Gebieten nicht ausgeschlossen werden. Aktuelle Informationen bietet das Canadian Interagency Forest Fire Centre (CIFCC).
In der Hurrikan-Saison von Mai bis November können vereinzelt Tropenstürme auch den äußersten Nordosten Kanadas erreichen und zu heftigem Wind, Starkregen und in der Folge zu Überflutungen führen. Beeinträchtigungen im Reiseverkehr und Unterbrechungen der Strom- und Telekommunikationsnetze sind nicht auszuschließen.
British Columbia und Yukon liegen in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten, an den Küsten British Columbias auch zu Tsunamis kommen kann.
Es gibt ein weites Inlandsflugnetz, Eisenbahn- und Busverbindungen.
In Kanada gilt im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten das metrische System: Entfernungen werden in Kilometer angegeben.
Geschwindigkeitsbegrenzungen sind niedriger als in Deutschland, auf Autobahnen max. 100/110 km/h.
Abweichungen der Verkehrsregeln zu Deutschland bestehen z.B. im Rechtsabbiegen bei Rot, an Kreuzungen mit Four-Way-Stop, Rechtsüberholen auf Autobahnen, Überholverbot von haltenden Schulbussen mit Warnblinker. Es muss auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden.
Die Promillegrenze beträgt 0,8 und 0,0 für Fahranfänger in den ersten zwei Jahren oder unter 22 Jahren. Das Führen eines Fahrzeugs unter Cannabis-Einfluss ist verboten.
Es drohen hohe Strafen bei Tempo-, Alkohol- und Cannabisverstößen sowie bei der Benutzung des Mobiltelefons ohne Freisprechanlage während der Fahrt.
Strafzettel sollten bezahlt werden, da sonst bei einer erneuten Einreise nach Kanada Schwierigkeiten auftreten können.
Mit dem deutschen Führerschein kann bei touristischen bzw. Besuchsaufenthalten in Kanada je nach Provinz bis zu einer Dauer von drei bzw. sechs Monaten gefahren werden.
Homosexualität ist in Kanada nicht strafbar, gleichgeschlechtliche Ehen sind möglich. LGBTIQ-Personen und deren Rechte werden in Kanada in der Bevölkerung und durch die politischen Institutionen gemeinhin anerkannt.
Der Kauf kleiner Mengen Cannabis (Marihuana/Haschisch) von staatlich zugelassenen Verkaufsstellen und der Besitz kleiner Mengen Cannabis zum Eigengebrauch unter Beachtung strenger Kriterien werden strafrechtlich nicht mehr verfolgt. Dabei gelten in den verschiedenen Provinzen und Territorien teilweise unterschiedliche Regelungen. Reisende sollten sich im Voraus auf Cannabis-In-Canada über die Rechtslage an ihrem Aufenthalt genauestens informieren. Reisende sollten insbesondere beachten, dass jeder Transport von Cannabis über Landesgrenzen hinweg weiterhin nicht gestattet ist.
Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit ist in Kanada verboten. In Fahrzeugen dürfen sich keine geöffneten alkoholischen Getränke in Reichweite des Fahrers befinden. Während kanadischer Feiertage können strengere Regelungen gelten.
Landeswährung ist der Kanadische Dollar (CAD). Die Akzeptanz von Kreditkarten ist sehr hoch, das Abheben von Bargeld mit Bank- und Kreditkarten ist an entsprechend gekennzeichneten Geldautomaten vielerorts möglich.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen mindestens noch für die Dauer des Aufenthalts gültig sein.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt für Aufenthalte von bis zu sechs Monaten zu touristischen, geschäftlichen Zwecken oder zum Transit nach/in Kanada kein Visum.
Deutsche Staatsangehörige, die auf dem Luftweg nach Kanada ein- bzw. durchreisen wollen, müssen vor Reiseantritt eine elektronische Reisegenehmigung (electronic Travel Authorization - eTA) beantragen. Bei Einreise auf dem Land- oder Seeweg ist diese eTA nicht erforderlich.
Für längere Aufenthalte und Erwerbstätigkeiten muss ein Visum vor Einreise beantragt werden.
Näheres zu den kanadischen Einreisebestimmungen bietet die Webseite der kanadischen Regierung.
Die elektronische Reisegenehmigung ist vor Antritt der Flugreise gegen eine Gebühr von 7 CAD (ca. 5 EUR) auf der Webseite der kanadischen Regierung beantragen. Dies ist auch durch Vertreter von Personen mit körperlicher oder geistiger Behinderung möglich. Nähere Informationen und Anleitungen finden sich auf der Webseite der kanadischen Regierung.
Auch Reisende im Besitz einer elektronischen Reisegenehmigung haben keinen Anspruch auf die Einreise nach Kanada. Die endgültige Entscheidung obliegt dem zuständigen kanadischen Grenzpersonal der Einwanderungsbehörde CBSA, das aufgrund einer Befragung über die Einreise entscheidet. Reisende müssen den Beamten überzeugend darlegen, dass sie über ausreichende finanzielle Mittel für den geplanten Aufenthalt verfügen, keine Arbeitsaufnahme beabsichtigen und Kanada nach Ende des Besuchs wieder verlassen. Besonders bei der Vermutung einer Beschäftigung sind die kanadischen Behörden sehr streng.
Bei gewährter Einreise wird die zulässige Aufenthaltsdauer vom Grenzbeamten festgelegt und elektronisch im Datensystem mit dem eTA vermerkt. Ein Einreisestempel wird nur noch in Einzelfällen (Stichproben) im Reisepass angebracht. Anträge auf Verlängerung sollten 30 Tage vor Ablauf der zulässigen Aufenthaltsdauer gestellt werden.
Die kurzzeitige Einreise (max. 90 Tage Aufenthalt für Tourismus/Geschäftsreisen) auf dem Land- oder Seeweg von Kanada in die USA ist für Staatsangehörige eines am Visa-Waiver-Program (VWP) teilnehmenden Landes nur mit gültigem ESTA möglich. Weitere Informationen bieten die zuständigen US-Behörden.
Für die Ableistung von Praktika, die Aufnahme einer Au-Pair-Tätigkeit o. Ä. und andere (auch unbezahlte) Beschäftigungen kann die vorherige Einholung einer Arbeitserlaubnis (work permit) online bei der kanadischen Regierung bzw. über die Botschaft von Kanada in Wien erforderlich sein. Ausnahmen bestehen im Rahmen des deutsch-kanadischen Programms zur Jugendmobilität „International Experience Canada". Nähere Informationen finden sich ebenfalls auf der Webseite der Regierung.
Deutsche Staatsangehörige, die auch die kanadische Staatsangehörigkeit besitzen, müssen bei Einreise nach Kanada zwingend im Besitz eines kanadischen Reisepasses sein.
Die Visa- und Einwanderungsabteilung der Botschaft von Kanada in Berlin wurde geschlossen. Zuständig für Antragsteller aus Deutschland ist die Botschaft von Kanada in Wien/Österreich. Anträge im Rahmen des deutsch-kanadischen Abkommens zur Jugendmobilität (International Experience Canada) können nur online gestellt werden.
Bei Minderjährigen, die allein, mit nur einem Elternteil oder einer dritten Person nach Kanada einreisen, muss mit einer Befragung über die Reiseumstände durch die Grenzbeamten gerechnet werden. Für diesen Fall sollten Nachweise über das Sorgerecht und eine schriftliche Einverständniserklärung des/der abwesenden Sorgeberechtigten mit deren Daten und Erreichbarkeiten in englischer oder französischer Sprache bereitgehalten werden.
Zahlungsmittel ab einem Gegenwert von 10.000 CAD müssen bei Einreise deklariert werden.
Bitte beachten Sie bei der Einfuhr alkoholischer Getränke die Mindestaltersgrenze von 19 Jahren (bzw. 18 Jahre in der Provinz Alberta). Die zulässige Höchstmenge der Einfuhr für Spirituosen, Wein und Bier bietet der kanadische Zoll.
Das Verbringen von Cannabis über die Landgrenzen Kanadas ist nicht gestattet.
Die Einfuhr von Waffen muss bei Einreise deklariert werden. Bei einem zulässigen Grund für die Einfuhr wird eine Genehmigung (sog. temporary registration permit) für bis zu 60 Tage erteilt.
Lebensmittel und Pflanzen müssen grundsätzlich bei Einreise deklariert werden.
Haltbare deutsche Spezialmedikamente können in den erforderlichen Mengen und unter Vorlage des Rezepts mitgebracht werden.
Die Einfuhrbestimmungen ändern sich regelmäßig, die aktuell geltenden Vorschriften bietet die Canadian Food Inspection Agency (CFIA).
Informationen zur Einreise mit Haustieren erhalten Sie auf der Webseite der Canadian Food Inspection Agency (CFIA). Die Impfvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Heimtierart, für Hunde und Katzen ist stets ein Nachweis über eine Tollwutimpfung erforderlich. Der EU-Heimtierausweis wird als Nachweis für bestehenden Impfschutz akzeptiert.
Für die Einreise nach Kanada sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Sanitäre und hygienische Verhältnisse entsprechen weitgehend denen in Deutschland. Das Gesundheitssystem in Kanada ist staatlich organisiert. Arzttermine sind sehr schwer zu bekommen. Im Bedarfsfall kann eine sogenannte „Walk-in Clinic" und/oder im Notfall die Notaufnahme eines Krankenhauses aufgesucht werden. Behandlungen sind allerdings teuer und erfolgen mit Ausnahme von Erstmaßnahmen bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oft nur gegen Vorkasse oder zumindest direkte Bezahlung.
Das Leitungswasser ist trinkbar, enthält jedoch relativ viel Chlor, was den Geschmack beeinträchtigt.
Die Versorgung mit Medikamenten ist in Kanada gut. Verschreibungspflichtige Medikamente können mit kanadischem Rezept beschafft werden. Haltbare deutsche Spezialmedikamente können in den erforderlichen Mengen und unter Vorlage des Rezepts mitgebracht werden.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Die medizinischen Einrichtungen sind ausgezeichnet. Die Qualität der Gesundheitsversorgung entspricht meist dem deutschen Standard. Überlastung von Krankenhäusern und Ärzten und damit lange Wartezeiten bis zur Behandlung führen dazu, dass weder eine der deutschen adäquate Notfallversorgung noch eine durchgehende ärztliche Behandlung sichergestellt ist. Im Notfall wendet man sich deshalb am besten an eine so genannte "Walk-in Clinic". Eine Erste-Hilfe-Ausrüstung sollte in die abgelegenen nördlichen Landesteile mitgenommen werden.
Der Notdienst ist unter der Telefonnummer »911« zu erreichen.
Eine Reisekrankenversicherung bis zu 50.000 US$ Deckung ist absolut notwendig, da die Krankenhauskosten hoch sind (ab 1000-2000 US$ pro Tag; in manchen Provinzen 30% Zuschlag für Personen ohne ständigen Wohnsitz in Kanada).
Das Leitungswasser ist trinkbar, enthält jedoch meist chemische Zusätze (Chlor), die den Geschmack beeinflussen. Einheimische und importierte Mineralwässer werden in großer Auswahl angeboten.
Das Wasser aus Seen und Flüssen sollte vor dem Genuss gefiltert, gekocht oder mit Wasseraufbereitungstabletten gereinigt werden, weil es mit Giardia kontaminiert sein könnte.
Vorsicht ist beim Verzehr von unzureichend gegartem Fleisch geboten (v.a. Robben-, Walross- und Polarbärenfleisch). Es besteht die Gefahr einer Trichinose (Wurmerkrankung), die immer wieder vereinzelt auftritt. Bei vollständig durchgebratenem oder abgekochtem Fleisch besteht jedoch kein Infektionsrisiko.
Der Genuss von Muscheln direkt aus dem Meer kann zu Muschelvergiftungen mit Lähmungserscheinungen führen.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Tollwut | 3 | - |
| Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y | 2 | - |
| Hepatitis B | 1 | - |
[1] Hepatitis B kommt landesweit vor. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[2] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.
[3] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Vor allem im Südosten von British Columbia besteht von April bis September das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Es kommt immer wieder zu Ausbrüchen von Mumps und Masern infolge von zu geringen Durchimpfungsraten bei Kindern und Jugendlichen. Reisende sollten ihren Impfschutz bzw. eine mögliche Immunität durch eine schon erfolgte Erkrankung überprüfen.
In vielen Landesteilen besteht von Mai bis Oktober ein erhöhtes Infektionsrisiko für das durch Mücken übertragene West-Nil-Fieber. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Schweiz | Ja | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Nein | Ja |
| Deutschland | Ja | Nein | Ja |
| Österreich | Ja | Nein | Ja |
| Türkei | Ja | Ja | Ja |
Allgemein erforderlich, muss während des Aufenthalts gültig sein; (sollte jedoch möglichst noch mindestens 6 Monate ab der Ausreise gültig sein, weil das einige Fluggesellschaften verlangen. Es empfiehlt sich, bei der jeweiligen Fluggesellschaft nachzufragen).
Achtung: Das eTA muss bei der Einreise beantragt werden. Das eTA ist elektronisch mit dem Reisepass verknüpft, mit dem es beantragt wird.
Anmerkung: Für die Beantragung eines eTAs wird von rumänischen Staatsbürgern ein elektronischer Reisepass verlangt.
Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Die Daten werden entweder beim Check-in erfasst oder können von den Reisenden schon vor der Anreise zum Flughafen in einem Online-Formular eingegeben werden. Ein druckfähiges Formular ist herunterladbar.
Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 6 Monaten (wenn sie über den Luftweg ein- oder durchreisen, benötigen diese Staatsbürger ein eTA, außer sie sind Inhaber eines Visums für Kanada):
EU-Länder und Schweiz.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden).
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Mitreisende visumpflichtige Kinder ab 18 Jahren müssen jeweils einen eigenen Visumantrag stellen.
Achtung: Personen unter 18 Jahren, die alleine oder mit einem Elternteil/Sorgeberechtigten oder einer anderen Person reisen, müssen eine schriftliche Genehmigung des anderen Elternteils/Sorgeberechtigten bzw. beider Eltern auf Englisch oder Französisch und Nachweise über das Sorgerecht sowie eine Kopie ihrer eigenen Geburtsurkunde einreichen. Der mitreisende Elternteil sollte Dokumente vorweisen können, aus denen hervorgeht, dass es sich um sein eigenes Kind handelt. Außerdem muss das allein reisende Kind den Namen des Erwachsenen vorlegen können, der sich in Kanada um die allein reisende minderjährige Person kümmert. Ggf. muss die Sorgerechts-, die Adoptions- oder eine Sterbeurkunde vorgelegt werden.
Für Vögel aus allen Ländern (ausgenommen sind die USA) wird für die Verbringung eine Einfuhrgenehmigung benötigt. Ggf. wird auch eine Bewilligung vom Canadian Wildlife Service verlangt. Nähere Informationen gibt die Canadian Food Inspection Agency. Maximal zwei Vögel dürfen eingeführt werden. Sie müssen sich in den letzten 90 Tagen beim Halter aufgehalten haben. Bei Vögel aus den USA muss der Besitzers den Eigentumsnachweis haben und die Vögel müssen bei der Einreise für gesund befunden werden.
Hunde und Katzen aus tollwutfreien Ländern dürfen mit einem Gesundheitszeugnis eines lizenzierten Tierarztes eingeführt werden, das das Tier deutlich identifiziert und bescheinigt, dass in dem Herkunftsland während der letzten 6 Monate vor der Einreise kein Tollwutfall aufgetreten ist und dass das Tier in dieser Zeit das Herkunftsland nicht verlassen hat. Ein Impfpass muss eine in den letzten drei jahren durchgeführte Tollwutimpfung nachweisen. Ausgenommen sind Hunde und Katzen unter 3 Monaten.
Für Hunde und Katzen unter 8 Monaten, die bei der Verbringung nach Kanada nicht von ihrem Besitzer begleitet werden, gelten die oben ausgeführten Bestimmungen. Nähere Informationen gibt die Canadian Food Inspection Agency unter der Rubrik "Travelling with pets, food or plants".
Hunde und Katzen aus nicht tollwutfreien Ländern dürfen mit einem gültigen Impfzertifikat eines lizenzierten Tierarztes gegen Tollwut nach Kanada verbracht werden. Das Impfzertifikat muss in englischer oder französischer Sprache ausgestellt sein.
Postalisch bis zu 3 Wochen. Persönliche Antragstellung: unterschiedlich, z. T. am selben Tag, aber auch bis zu 2 Wochen und länger.
Aktuelle Bearbeitungszeiten weltweit sind vom Government of Canada erhältlich.
Visumfreie Einreise bis zu 6 Monate. Die Länge des Aufenthaltes wird bei der Einreise von der Einwanderungsbehörde festgelegt.
Ein Antrag auf Verlängerung des Aufenthalts muss mindestens 30 Tage vor Ablauf des genehmigten Aufenthalts beim Case Processing Centre (CPC) in Vegreville (Alberta) eingereicht werden. Weitere Informationen von Immigration Canada in englischer oder französischer Sprache).
Besucher- und Transitvisum; Working Holiday Visa.
Deutschland, Österreich, Schweiz
Die folgenden Visagebühren gelten u.a. für Türken:
Besuchervisum: 100 Can$, einfache Einreise und mehrfache Einreise für einen Aufenthalt von bis zu 6 Monaten).
Studienerlaubnis: 150 Can$, enthält Visumgebühr falls ein Visum benötigt wird, Gültigkeitsdauer hängt vom jeweiligen Studienprogramm ab).
Hinzu kommt die aktuelle Bearbeitungsgebühr der VFS Services Germany GmbH.
(a) Ausgefüllte Antragsformulare IMM 5257 und IMM 5645.
(b) 2 aktuelle biometrische Passfotos (weitere Informationen sind vom Government of Canada erhältlich.)
(c) Reisepass, der für den gesamten Aufenthalt gültig ist und mindestens eine freie Seite enthält, sowie Kopie aller relevanten Seiten. (Tschechische Staatsbürger benötigen für die Visabeantragung einen maschinenlesbaren Reisepass.)
(d) Gebühr (Bezahlung nur online möglich, Beleg muss dem Antrag beigelegt werden).
(e) Frankierter Einschreiben-Rückumschlag.
(f) Nachweis über ein Rückflugticket.
(g) Nachweis eines gefestigten Aufenthaltsstatus im Herkunftsland.
(h) Urlaubs- und Beschäftigungsnachweis oder Gewerbeanmeldung.
(i) Nachweis ausreichender Geldmittel (die drei letzten Kontoauszüge/Arbeitsvertrag/Einkommenssteuerbescheid).
(j) Einladung des Gastgebers in Kanada oder genaue Angaben über Reisearrangements.
(k) Kopie der Unterlagen des Gastgebers zu dessen Status in Kanada.
(l) Private Krankenversicherung.
(m) ggf. unbefristete Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich, die Niederlande oder die Schweiz.
(n) Verheiratete: Kopie der Heiratsurkunde zusammen mit der Meldebescheinigung für die ganze Familie.
(o) Personen unter 18 J., die alleine reisen oder nur mit einem Elternteil: Kopie der Geburtsurkunde und Einverständniserklärung der abwesenden Elternteile auf Englisch oder Französisch. Einverständniserklärungen in allen anderen Sprachen müssen beglaubigt sein.
(p) Gebühr (Überweisungsbeleg).
(q) Nachweis des Impfstatus über die ArriveCAN-App
(r) U.a. Staatsangehörige der Türkei: Biometrische Daten wie Fingerabdruck und biometrisches Passbild (Erneuerung alle 10 Jahre) zusammen mit einer Bearbeitungsgebühr von 85 CAD$ pro Person, die Servicegebühr des Visumantragszentrums ist in der Biometrie-Gebühr in der Regel enthalten.
Besuchervisum
vollständige Liste der benötigten Dokumente: www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/application/application-forms-guides.html
Bei der Visumabholung durch eine andere Person als den Antragsteller ist eine Vollmacht des Antragstellers erforderlich.
Geschäftsreisen zusätzlich:
(q) Entsendungsschreiben der Firma mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer, Bestätigung der Kostenübernahme und Bescheinigung, dass der Reisende ein festes Anstellungsverhältnis hat.
1 Kanadischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: C$, CAD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 C$. Münzen in den Nennbeträgen 2 und 1 C$ sowie 50 (selten), 25, 10 und 5 Cent.
Keine Beschränkungen. Deklarationspflicht ab einem Betrag im Gegenwert von 10.000 C$.
Internationale Kreditkarten wie Mastercard und Visa, aber auch American Express und Diners Club werden in Kanada fast überall akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Mo-Fr 09.00-16.00/17.00 Uhr, donnerstags und freitags manchmal länger.
Folgende Artikel können zollfrei nach Kanada eingeführt werden:
200 Zigaretten und 50 Zigarren (oder Zigarillos) und 200 Feinschnitttabak (Sticks) und 200 g Tabak*;
1,14 l Spirituosen oder 1,5 l Wein oder bis zu 8,5 l Bier in Dosen/Flaschen Bier*;
Geschenke im Wert von bis zu 60 CA$ pro Person (jedoch kein Alkohol oder Tabakwaren).
[*] Die angegebenen Alkohol- und Tabakmengen gelten für Personen ab 18 Jahren bei der Einreise nach Alberta, Manitoba und Québec bzw. für Personen ab 19 Jahren bei Einreise nach British Columbia, Prince Edward Island, Northwest Territories, Yukon Territory, New Brunswick, Newfoundland und Labrador, Ontario, Saskatchewan und Nova Scotia.
Schusswaffen, Sprengstoffe, vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere, Drogen (auch Cannabis).
u.a. Drogen (auch Cannabis).
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